Dienstag, 26. Februar 2013

Wandern auf dem Anker

summary: Our trip to Stuart Island were very nice. We made the Rakiura Track for three days, a moderate bush walk with a lot of birds. We had one day more on the Island for exploring the city of Oban, making a Marine Nature Cruise, where we saw a lot of albatrosses, some Kaka, no Kiwis and made short walks near the city.

Es ging morgens um 7 aus den Federn, sodass wir fast eine Stunde später schon fertig waren, unsere Fähre aber erst um 11 ging. Doch ich war so panisch, dass wir sie verpassen könnten wie in Milford, dass wir also fast eine Stunde vorher da waren. Als wir dann endlich an Board konnten und schaukelnd losfuhren, schliefen wir auch so gleich ein und wachten erst wieder auf, als wir kurz vor der Ankunft standen. Dann sind wir verschlafen zum DOC Visitor Centre gewandert und haben unsere Hütten Tickets geholt und eine Karte gekauft.
 Dann begannen wir damit überhaupt erstmal von der Stadt Oban zum Anfang des Rakiura Track zu gehen, was ein bisschen über eine Stunde beanspruchte. Wir kamen an vielen wunderschönen Stränden vorbei, sehr paradiesisch mit klarem blauen Wasser, goldenem Sand (er war wirklich gold!) und grünem Busch drumrum. Es gab auch ganz viele exotisch aussehende Muscheln. Das Wetter war wirklich schön heute. Als wir endlich am Startpunkt am Lee Bay ankamen, machten wir also unsere erste Pause an einer überdimensionalen Ankerkette. Die wurde errichtet, da dem Glaube der Maoris nach Stewart Island der Anker der Südinsel, dem Waka(Kriegskanu der Maori) ist. Die Nordinsel ist übrigens ein riesiger Fisch, den ein Halbgott an Land gezogen hat.
Danach ging es also richtig los durch den Busch, über eine kleine Brücke über den Little River auf und ab bis zum Maori Beach, der ebenso schön wie die anderen Strände war nur viel viel länger. Dort machten wir wieder eine Rast und man konnte schon auf der anderen Seite der Bucht die Hütte erahnen. Doch vorher ging's noch über eine Hängebrücke und über einen großen Hügel bevor wir die Hütte direkt am Strand erreichten. Wir erkundeten noch den Strand, machten Instant Nudeln, spielten Karten und guckten uns die Sterne an. Kiwis ließen sich leider nicht blicken.
Am nächsten Tag haben wir so lange geschlafen, dass die, die noch nicht bereits los waren, gerade am losgehen waren, selbst die Ranger. Wir sollten also noch den Rest sauber machen und alles zu machen, da sie zur nächsten Hut mussten. Halb 12 sind wir dann endlich losgekommen und mussten erstmal die schlimmen Anstieg wieder hoch, den wir gestern bis zur hut runterpurzeln konnten. Danach ging es noch ein ganzes Stück weiter hoch bevor der erste größere Hügel heute erstmal geschafft war. Wir kamen noch zu log haulers, Maschinen die dazu genutzt wurden Holz aus dem Wald und zum Maori Beach zu transportieren. Danach ging es super steil bergab. Ein bisschen konnten wir uns freuen, dass wir das Stück nicht bergauf mussten, wir wussten aber, dass wir das Stück auch wieder hoch müssen. So war es dann auch. Oben sollte ein Lookout Point sein, wo wir Pause machen wollten. Wir liefen und liefen und überholten ein Pärchen aus der Hut und liefen bis wir zu einer Brücke kamen, die eindeutig deutlich nach dem Lookout Point eingezeichnet war. Wir rätselten noch ein bisschen rum, wo um alles in der Welt man irgendwo auf unserem weg eine Aussicht gehabt hatte, die evtl. ein Lookout Point gewesen sein könnte und machten nur eine kurze Pause, da es nun auch nicht mehr weit zur nächsten Hut war. Etwa eine halbe Stunde später waren wir über eine Stunde früher als eingeplant an der North Arm Hut und aßen was am Ufer, wo es ganz viele Muscheln gab, aber leider auch genauso viele Sandflies. Einige andere machten sich sogar ein paar Muscheln zum Abendbrot. Ansonsten spielten wir noch Karten und guckten wieder nach Kiwis und David auch nach Blue Penguins, aber ohne Erfolg.
Am nächsten Tag waren wir wieder die letzten. Erst ging es wieder bergauf bis zur Abzweigung, aber danach war es relativ eben auch wenn es ständig ein wenig bergauf und bergab ging und manchmal auch ziemlich knackige Anstiege bereit hielt. Die Aussichten heute waren aber besser, da das Wasser fast immer in Sicht blieb. Irgendwann erreichten wir einen historischen Platz einer alten Sägemühle(weil das die einzige richtig Industrie auf Stewart Island war), von der heute nichts mehr zu sehen ist und man sich kaum vorstellen kann, dass hier mitten im Busch mal geschäftiges treiben gewesen sein muss. Danach ging es auf einer ehemaligen Straße, auf der sogar Pferde mit Karren unterwegs gewesenen sein sollen, wieder zurück in die Zivilisation und ein paar Straßen entlang bis nach Oban.
Der Rakiura Track war wirklich sehr schön mit vielen exotischen Vögeln und nicht zu viel Schlamm/Mud für den Stewart Island normalerweise so bekannt ist, da das Wetter vorher so gut war, auch wenn es zum Schluss eigentlich nur bedeckt war, es aber nicht regnete. Außerdem wissen wir jetzt, dass unsere Wanderstöcke auch länger einstellbar sind als 1,35 m und sich das Training damals im Adrenalin Forest doch irgendwie gelohnt hat.

In Oban sind wir zunächst zum DOC und haben uns eine Stadtkarte geholt und sind dann zu unserem Hostel. Wir konnten aber erst ab halb 6 einchecken, so ließen wir unsere Sachen erstmal im Eingangsbereich und gingen duschen. Danach wollten wir noch ein bisschen die Stadt erkunden und das DOC Center genauer ansehen, genauso wie das Environmentcenter. Danach sind wir zurück zum Hostel und haben es uns im Gemeinschaftsraum gemütlich gemacht und das freie wifi genutzt. Sehr praktisch, da es keinen Empfang auf Stewart Island gibt. Nachdem wir dann in unsere Zimmer konnten, machten wir essen und schauten noch Radio Rock Revolution an, der auf englisch den dämlichen Namen "the boat that rocked" hat. Ich dachte immer die englischen Titel werden oft dämlich ins deutsche übersetzt, aber scheinbar geht es auch andersrum. Danach versuchte David noch ein paar Anrufe zu tätigen und hatte sogar einmal Erfolg, da gefühl niemand sein Telefon beachtet).
Am nächsten Tag gab es lecker Frühstück, da wir uns eine Art Pancakes für den Toaster gekauft hatten, da unser Brot alle war und es keine kleinen Abpackungen Brot zu kaufen gab. Nach dem auschecken sind wir dann zum Observation Rock von dem man ein 360° Blick haben sollte, was aber lange her sein musste, da durch den Busch nur noch höchstens 120° Blick übrig war.
 Danach sind wir dann über den Fuchsia Walk ohne Fuchsia zurück zum Hafen zum Terminal für unseren Marine Nature Cruise.
Das coolste waren eigentlich dann doch die Albatrosse die super dicht kamen, da sie mit Fisch angefüttert wurden und ewig lange neben dem Boot herflogen. Total riesig, obwohl das nur eins kleine Art der Albatrosse sein soll. Und insgesamt sehen sie total unreal aus wie Puppen oder maschinenbetriebene Tiere aus alten Filmen, da ihre Bewegungen irgendwie unnatürlich und steif ist, obwohl sie so raffiniert ist. Außerdem gucken sie durch eine ungünstige Färbung an den Augen total böse.
 Danach sind wir in ein anderes Boot umgestiegen, wo man Unterwasser sitzt und raus gucken kann. Darauf hatten wir uns eigentlich am meisten gefreut, aber die Fische waren nicht so spektakulär, Robben oder Seepferdchen kamen auch keine vorbei und die riesigen Algen waren noch am beeindruckendsten.

Auf dem Weg zurück konnte man noch Angeln, wenn man wollte, was wir aber nicht gemacht haben. Ein bisschen eklig und dann wurden sie zurück ins Meer geschmissen und die Albatrosse haben sie sich geschnappt. Einen Pinguin gab's noch zu sehen und dann ging's auch wieder zurück, das Wetter war auch nicht mehr so schön. Nach der Tour sind wir noch in die Crêperie, da der Franzose, der mit uns auf dem Rakiura Track war, gesagt hatte, dass sie natürlich nicht so gut seien wie in Frankreich, aber nicht schlecht. Sie waren auch echt deliziös und sahen schick aus.
 Danach bummelten wir noch durch die Touriläden und gingen eine Track zum Golden Bay. Wir waren echt knapp in der Zeit und es ging gefühlt mehr hoch und runter gesamt, als auf dem ganzen Great Walk, aber wir schafften es noch eine kurze Rast an einer Bucht zu machen mit Nutella und Knäckebrot, bevor wir zum Hostel gingen, unsere Sachen holten und dann zur Fähre gingen und eine Dreiviertel Stunde später in Invercargill ankamen. Dort fuhren wir zu Pita Pit, was uns empfohlen wurde und aßen dort Abendbrot.
Von nun aus kommen wir euch wieder näher. Weiter weg kommen wir erstmal nicht mehr, außer wir stoppen noch an der Antarktis.

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