Samstag, 25. Mai 2013

Im warmen Wasser und kalter Luft

summary:After our vulcano exploration, we continued with thermal Pools and Parks around Taupo and Rotorua. Very nice was for example the Tokaanu Thermal Park, where we boiled eggs in a geyser. 'The Craters of the Moon' in Taupo costs 8$, but were nice too. We found a Maori carving at the shore of Lake Taupo, very cool. Also in Taupo are hot pools for free, very clean and with waterfalls. Very expensive was Orakei Korako, a thermal walk, but free camping. Around Rotorua we visited mud pools, a unnamed hot waterfall and kerosene creek. There are also some free thermal walks in Rotorua near the Sulphur Bay, the Kairau Park and a Lookout, where you can see a Geysir. We also walked to the summit of the Rainbow Mountain, but we saw nothing than clouds. The Rotorua Museum was very nice, especially the part about the Maori history. After this we stayed a night in commercial hot pools. The weather of the next day was wonderful and we decided to go back to Taupo for skydiving. It was absolutely amazing! The feeling, the views, everything! We made a walk on a Hill after this, but this experience was hard to top.

Am nächsten Tag hatte es zwar morgens etwas aufgehört zu regnen fing dann aber bald wieder an. Deshalb konnten wir den Ort, an dem das Haka geschrieben wurde, welches die all blacks vor jedem Spiel performen( http://youtu.be/cle20lQg0Qs), nicht wirklich erkunden. Naja der eigentliche Ort ist eine Insel in einem See, welche mal eine Halbinsel war, vor einem Erdbeben und wir waren in dem dazugehörigen Pa(Dorf) auf der Landseite. Auf dem See waren außerdem ganz viele schwarze Schwäne.
Danach wollten zum Tokaanu Thermal Park. Dort gibt es einmal kommerzielle Hot Pools, aber auch einen freien Wanderweg durch die heißen Seen und Schlammpools. Das meiste war umzäunt, aber angenehmerweise zogen oft warme Wasserdampfwolken vorbei oder durch die Brücken um die kalten Füße. Neben den heißen Quellen und Flüsschen gab es auch Schlammpools, die blubten und pupsten. Schön eklig. Am Ende des Weges gab es dann die Hauptattraktion einen kleinen Geysir dessen Wasser in einen gemauerten Pool geleitet wurde, in dem man sich mit Eimer oder sonstigem noch kaltes Wasser vom Fluss abschöpfen konnte, da das Wasser kochend heiß ist. Außerdem gab es noch weitere heiße Quellen und Schlammpools.
 Wir gingen aber nicht baden, sondern kochten uns stattdessen 2 Eier im Geysir. Eier am Stiel sozusagen. Dabei kam dann ein Maori vorbei, um im Pool zu baden und sagte uns dass wir aufpassen sollen, wenn er so vor sich hin sprudelt, da er sich schon Menschen dort verbrühen hat sehn und dass der Geysir als er ein Kind war 50 Fuß(ca 17m) hoch war. Danach ließen wir uns dann unsere perfekt geratenen Eier beim Mittag schmecken.
Danach ging es nach Taupo. Unser erster Eindruck: Es muss wohl Feuer-Saison sein, so viele Feuer wie hier brennen. Nachher ist uns dann eingefallen, dass die "Rauchwolken" in Wirklichkeit Wasserdampfwolken sind, die aus der Erde kommen. Genau wie bei den 'Craters of the Moon', wo wir als erstes waren. Ganze 8$ kostete der Rundweg, wir kommen eindeutig wieder in die Touristen-Gegend. Der Weg führte meistens auf Bohlen durch Hunderte dampfende Löcher und Krater. Einige machten Geräusche wie alte Kaffeemaschinen, einige waren weitere Schlammlöcher oder andere machten riesige Wasserdampfwolken. Ziemlich verrückte Landschaft. Leider mussten wir uns ein bisschen beeilen weil die Zugangsstraße um halb 6 zu gemacht wurde und der Weg damit auch.
Als wir dann kurz vor halb rausgehuscht kamen wurden wir schon erwartet und alles war schon zu. Die Sirene ging ja auch schon ständig seit um 5. Naja wir kamen aber heil raus und fuhren zu einem Freedom Camping Platz in der Nähe von den Huka Falls. Diese waren auch unser erstes Ziel als wir ziemlich früh am nächsten Tag losfuhren. Dafür waren wir auch schön allein, bei den meist überlaufenem Wasserfall.
Dann fuhren wir zurück in die Stadt und danach zu den Aratiatia Rapids, ein Damm der alle zwei Stunden geöffnet wird. Dabei strömt ein Menge Wasser in den Fluss dahinter und lässt diesen extrem ansteigen, Wasserfälle verschwinden, neue entstehen. Ich hätte mir das ganze echt nicht so spektakulär vorgestellt.
Nach dem Schauspiel fing es dann an zu regnen und wir gingen ins Vulcanic Activity Center. Dort gab es viel zu viele Informationen über Vulkane und Erdbeben und ihre Gefahren. Es gab außerdem ein Erdbeben-Simulator, ein Geysir, einen Tornado und ein Kino und viele Filmchen zur Erläuterung.
Später fuhren wir auf einen Holiday Park und machten Pancakes zum Mittag. Ansonsten taten wir übliche organisatorische Dinge und abends gab es leckere Fettucini Carbonara.
Am nächsten morgen ging's zuerst zur Post und dann zum Whatamoenga Point am See Lake Taupo. Es gibt in der Nähe eine große Maori-Steinschnitzerei. Doch diese ist nur mit Boot oder Kanu zu erreichen und wurde auch nur zu Ausstellungszwecken vor ein paar Jahren gemacht. Aber wir hatten gehört, dass es ganz in der Nähe eine echte Maori-Skulptur gibt. Wir hatten aber nicht mehr als den Punkt und ein Bild. So gingen wir einen Wanderweg lang, so weit wie es ging, heißt soweit es nicht privatisiert war. Doch wir fanden leider nichts. Auch unsere Hoffnung die kommerziellen zu sehen war vergebens, da man irgendwann nicht mehr weiter klettern konnte und diese in einer Bucht war. Wir gingen so nah wie möglich am Wasser, was extrem klar und blau war, und kletterten noch zu einer Wetterstation und guckten uns die Skydiver an. Wir wollten in Taupo ja nun eigentlich auch springen, doch das Wetter ist stets sehr wolkig und wenn wir schon so viel Geld ausgeben, wollen wir auch gute Sicht haben. Aber ob das im Winter noch was wird? Hoffentlich.
In einer Bucht fanden wir doch dann aber tatsächlich noch die Schnitzerei! Richtig cool. Nachdem wir sie genug beschaut hatten, ging's dann wieder zurück.
Nachdem wir nochmal in der ISite waren, fuhren wir zu einem heißen Wasserfall/Fluss ganz in der Nähe von Taupo. Ich hatte irgendwie nicht so richtig Lust und so ging nur David und ich mit den Füßen. Ich hab's aber bald bereut, aber der Weg zum Auto war so lang und kühl.
Als ich David dann irgendwann rausbekommen habe, es war schon spät, fuhren wir noch zu Pizza Hut und dann zum Orakei Korako, einen kommerziellen Wanderweg. Dort darf man umsonst übernachten, wenn man den Weg gehen will. Wir standen also so auf, dass wir gleich um 8 mit dem Boot übersetzen konnten zu dem Rundweg. Die Gegend durch die man geht ist Thermal aktiv. Zuerst kam der Diamond Geyser, der aber leider nicht ausbrach. Als nächstes ging es an weiteren Geysiren vorbei auf einer von dem Mineralwasser geformten Ebene. Als wir schon ein bisschen weiter waren, hörten wir dann etwas brodeln und der kleine Geysir war ausgebrochen. Na immerhin.
Nachher sahen wir noch einen zweiten der aber scheinbar ununterbrochen auf der 'Malerpalette' (durch die vielen Chemikalien nimmt der Boden ganz verschiedene Farben an, gelb z.B. Durch Schwefel aber auch rot, pink, grünlich-blau und schwarz) sprudelte. Dann kam man noch zu einer großen Höhle, in der ein See war und die durch Wasserkraft entstand. Zum Schluss ging es nur zu den Schlammpools die ordentlich blupten und spukten. Nach einem kurzen Buschweg mit vielen Farnen war man dann wieder am Anfang und wir warteten noch, ob der große Geysir ausbricht. Tat er aber nicht, dafür ein weiter kleiner, den man zwar nicht sah, aber der durch überschwappendes Wasser einen Wasserfall erzeugte. Dann holte uns das Boot wieder ab und David wollte eine heiße Schokolade trinken. Netterweise bekamen wir eine aufs Haus, damit wir nicht teilen müssen. Sehr lecker draußen am dampfenden Fluss ziemlich früh am Morgen.
Danach fuhren wir Richtung Rotorua zu einer Thermal sehr aktiven Gegend. Dort ging es dann erstmal zu den Schlammpools, die echt witzig sind wie sie so rumblubbern und sich gegenseitig bespucken. Man kann sich das Schauspiel ewig angucken.
Dann fuhren wir zu einem geheimen heißen Wasserfall, der nur als Rätsel in unserem Buch war. Der sah auch echt cool aus, war aber ziemlich schlammig, sodass wir noch unsere Wasserschuhe holten, damit es sich nicht so eklig anfühlte. Wir beschlossen aber noch zu anderen heißen Quellen zu fahren dem Kerosene Creek.
Das Wasser dort war sehr klar und der Boden sauber. Auch dort gibt es Wasserfälle, doch wir lagen meist in den Strömungen davor. Das war schön.
 Dort lagen wir solange wie wir konnten und fuhren dann in ständig nach "faulen Eiern" stinkende Rotorua auf den Holiday Park, dessen Hot Pools leider nicht gingen.
Am nächsten Morgen kamen wir durchs Brot backen erst spät los und wollten dann einen Weg gehen von dem man den Pohutu Geyser sehen kann. Eigentlich sollte es zwar regnen, doch bis jetzt sah nichts danach aus. Der Geyser steht im Te Puia (60$) oder auch zu sehen vom Thermal Village (30$) oder eben hier für umsonst. Erstmal verliefen wir uns jedoch bis wir dann zu dem richtigen Lookout kamen. Und der Geysir fing grade an zu sprudeln, sprudelte immer weiter und wurde dann immer höher. Richtig beeindruckend, nur konnte man oft schlecht Wasser vom Wasserdampf unterscheiden. Wir schauten uns das Schauspiel lange an, aber der Geysir hörte nicht auf. So gingen wir dann irgendwann einfach und hatten statt 40 Minuten dann auch 2 Stunden gebraucht.
Da es immer noch nicht regnete, beschlossen wir nach Ohinemutu zu fahren. Dort leben viele Maori und es gibt ein Marae, also ein Versammlungshaus. Außerdem gab es noch eine Kirche mit Friedhof, andere Skulpturen und ein Kanu auf einem der kochenden Seen. Allgemein dampft es hier in der Gegend ja überall, aber hier dampfte wirklich jede Pfütze. Der See natürlich, eine Kochstelle gab es, aus den Gullis kam Dampf und selbst zwischen den Steinen des Bürgersteiges blubberte es.
Da es dann noch immer nicht regnete, obwohl es stets vorhergesagt wurde, fuhren wir noch zum Kairau Park einen thermalen Park. Auch dort gab es viele kochende Pfützen und Schlammpools, ganz nett anzusehen.
Da es auch jetzt noch nicht regnete, fuhren wir zur Sulphur Bay (Schwefel Bucht), die auch dementsprechend roch. Teilweise war es echt furchtbar. Dort entstanden damals die ersten kommerziellen Hot Pools, die nun dicht gedrängt nebeneinander stehen, damals allerdings noch mit Zelten neben den Pool. Es gab außerdem einen Pool aus dem Gas , welches den Effekt wie Lachgas hat, strömte, was im schlimmsten Fall Ohnmacht auslöste, was im Wasser durchaus gefährlich werden konnte. Und dann gab es noch den Coffee Pot Pool, einen Schlammpool der abfärbte. Und natürlich noch die üblichen thermalen Attraktionen mit besonders vielen gelben Kristalle, die aus Schwefel entstehen.
Als wir danach am Auto ankamen, fing es dann tatsächlich an zu regnen. Wir fuhren noch zum Pak'n'save und dann auf einen Campground. Eigentlich wollten wir noch kochen, aber wir fanden im Dunkeln den unterstand nicht und aßen Watties Spaghetti auf frischem Brot.
Am nächsten Tag wollten wir auf den Rainbow Mountain klettern. Von der Spitze sollte man auch einen Geysir sehen, den man sonst nur auf kommerziellen Wege beobachten kann. Der Geysir wird künstlich durch Seife aktiviert immer um 10.15 Uhr. Da wir erst um 9 dort ankamen mussten wir uns ziemlich beeilen, weil man eigentlich 1 1/2 Stunden geht. Es war extrem anstrengend und nachher waren wir sogar zu früh da. So fühlte ich noch aber auch. Dummerweise lag die Spitze des Berges auch noch meistens in einer Wolke, man konnte also nur ab und zu mal was sehen und den Geysir haben wir auch nicht gefunden. Aber immerhin regnete es nicht, wie angekündigt - mal wieder. Als wir uns den Rainbow Mountain nochmal ordentlich angeguckt hatten - er heißt übrigens so, weil er durch die verschiedenen vulkanischen Chemikalien so bunt ist - und zum Kratersee gegangen waren, gingen wir zurück und fuhren nach Rotorua.
Dort gingen wir ins Rotorua Museum, das auch in der Sulphur Bay liegt, da es ein ehemaliges Badehaus war oder eher ein Krankenhaus und Rehabilitationszentrum für Kriegsverletzte, wo man das Wasser bzw. den Schlamm gegen z.B. Hautkrankheiten, Rheuma oder Hysterie verwendete. Die Ausstellung über die ehemalige Nutzung des Hauses schauten wir uns zuerst an nach dem aktiven Film über die Anfänge Rotoruas und des Badehauses, wo wieder Sterne an der Decke erglommen oder die Bänke bei Erdbeben wackelten. Nichts für schwache Nerven, wie einem auch die vielen Warnschilder davor versuchen einzubläuen.
Danach gingen wir in eine Spiele-Ausstellung, die wie es sich herausstellte, die gleiche war, die wir ganz knapp im Te Papa verpasst hatten und wo David so gerne hinwollte. Dementsprechend tobte der Kleine sich auch an den vielen zu testenden Spielen aus. Alle hatten irgendwas mit Neuseeland zu tun. Es gab z.B. ein Spiel, wo man der Musikmanger von 5 verschiedenen echten neuseeländischen Bands sein konnte und sie durch die richtigen Entscheidungen zum Erfolg bringt. Dann gab es "flitter", wo es um die Entwicklungphasen des Schmetterlings ging durch die man ihn bringen musste, bis er ein schöner Schmetterling wird, was im mit Zusammenarbeit des Otago Museums (Dunedin) entwickelt und auf Richtigkeit geprüft wurde. Oder ein Spiel gegen Depressionen, bei dem man durch mehrere Level mit einem Avatar Probleme bewältigen muss, die man dann in der richtigen Welt übernehmen soll, welches einige wichtige neuseeländisch Preise bekommen hat.
In der nächsten Abteilung ging es um die Maorigeschichte, was super aufbereitet war. Am interessantesten waren einige Legenden z.B. Warum die Urahnen damals auf die Insel gekommen waren (es fing damit an, dass einer den Hund des anderen gefressen hatte) oder einige der wenigen Maori-Love-Stories (eine Häuptlingstochter verliebt sich im einen in Unehre geratenen Flöte-Spieler, soll aber einen anderen Häuptling heiraten, schwimmt dann aber zu ihrem Liebsten auf seine Insel, dann kommt der Vater und droht mit Krieg aber am Ende ist alles Friede Freude Eierkuchen und die beiden durften zusammen bleiben) Aber es ging auch um das Dorf, was 1886 komplett durch Asche zerstört wurde bei einem Vulkanausbruch und dadurch konserviert und bis heute erhalten. Bei dieser Eruption wurden auch die bis dahin weltberühmten pinken und weißen Terrassen zerstört. Zum Schluss guckten wir uns noch zwei interessante Kunstausstellungen an und dann waren wir durch.
Heute Nacht fuhren wir zu kommerziellen Hot Pools, wo man für 4$ mehr auch übernachten kann. Als erstes gingen wir dann natürlich zu den Pools, was bei der Kälte extrem angenehm war. Danach testeten wir ausgiebig nacheinander die drei verschieden Becken, bis wir Hunger bekamen und nach dem Essen ins Bett gingen.
Als wir am nächsten aus unserem Auto krochen strahlte uns ein eiskalter aber glasklarer Himmel an. Der Wetterbericht hatte über 5 Tage hinweg richtig gelegen. Das allein ist eine Sensation! Das bedeutete: Skydive! (Fallschirmspringen) Aber erst machten wir uns noch fertig und gingen einen kurzen Pfad an einem kochenden Fluss entlang zu seinem Ursprung: Neuseelands größter Pool mit kochendem Wasser. Das war echt faszinierend dieser große Bottich mit klarem kochendem Wasser. Zum Glück stand der Wind gut, denn sonst kann man vor lauter Wasserdampf oft gar nichts sehen.
Als wir dann nach Taupo aufbrachen, verfuhren wir uns erstmal und wir wurden ganz schön aufgeregt auf der Fahrt. Das Wetter war perfekt (man konnte die schneebedeckten Vulkane Mt. Ruapehu und Mt. Ngauruhoe(der Schicksalsberg- mt. Doom) sehr gut sehen, auch wenn Mt. Tongariro ziemlich rauchte und die Sicht ein wenig versperrte. Wir haben wohl aber bei unserer Vulkanwanderung den letzten möglichen Tag vor dem Winter erwischt, wo das noch möglich ist, da es seit dem dort immer geregnet hatte und nun Schnee liegt und man ohne Equipment nicht mehr rauf gehen sollte) und wir waren recht spät und hatten Angst, dass wir (k)einen Platz kriegen, da um 3 schon der letzte Flug geht.
Nachdem wir in der Stadt unseren Kontostand gecheckt hatten, fuhren wir zum ersten Anbieter, den wir sahen, stürmten rein und bekamen gesagt, dass wir genau zur richtigen Zeit kämen. Fix noch ein Zettel ausgefüllt, Sicherheitsvideo angeguckt, für die Höhe und das Merchandise entschieden, nochmal fix aufs Klo und dann ging's los. Alles ging ganz schnell. Ab in den Anzug, Geschirr an, Fliegermütze und Handschuhe und ab ins Flugzeug auf Bänken vor meinem Jumpmaster, neben David mit seinem Jumpmaster Damon. Dann ging's über die Hoppelwiese zur Startbahn. Der Flug dauerte angeblich 15 Minuten, kam mir aber eher vor wie 5. ich versuchte so gut es geht die tolle Sicht zu genießen, doch es gab ständig was zu zuppeln. Erst an das Flugzeug anketten, dann an den Jumpmaster (ich hab vor lauter Aufregung seinen Namen in dem Moment vergessen, als er aus seinem Mund kam) schnüren, dann die Brille aufsetzten, die echt unangenehm war. Ich will nicht wissen, wie ich aussah mit dieser Brille, die einem das Gesicht nur so zerknautscht. Und natürlich wurde einem ständig gesagt was zu tun ist, wenn was eintrat. Dann wurde die Tür aufgemacht, es wurde windiger und lauter, aber nicht so schlimm, wie sie es beschrieben hatten. Wir waren jetzt auf über 12000 Fuß (ca. 3660m). Ich war als letzter dran. Es machte immer ein pflop-Geräusch, wenn jemand rausgesprungen ist. Dann war ich dran: Beine unters Flugzeug, Kopf auf die Schulter meines Jumpmasters und pflop. Das erste was ich wahrnahm war dieses Schwerelosigkeitsgefühl. David meint noch Rollen in der Luft gemacht zu haben, bis er in waagerechter Position war. Ich kann mich an sowas nicht erinnern, doch wir beide können es nicht mehr beschwören, wie es nun wirklich war. Atmen konnte man jedenfalls ganz gut und Kälte war auch ok. Das änderte sich aber mit der Zunahme der Geschwindigkeit. Mein Gesicht flatterte mir nur so um die Ohren und ich hatte ziemlich Druck auf den Ohren, die erst als Schmerz vor Kälte interpretierte. Irgendwann war das dann aber zum Glück vorbei und der Fallschirm spannte. Ahh alles entschleunigte sich und ich konnte den Druck regulieren. Hoo war das schön!
Der Ausblick war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Viel zu schnell ging es natürlich dem Boden entgegen. Aber vorher gab es noch ein paar Showeinlagen: kreiseln und hin und her schweben und so. David durfte sogar lenken, wie er stolz berichtete. Außerdem wurde man noch ein wenig lockerer gemacht, was ohne Vorwarnungq ganz schön erschreckend sein kann. Dann probten wir noch die Stellung für die Landung und wir segelten dem Erdboden entgegen. Die Landung an sich war auch doll, so schnell wie das Gras unter ein hinweg gefegt ist, konnte man sich gut vorstellen, warum viele der Anzüge am Po ganz schön aufgerubbelt waren. Aber alles gut sanfte Landung im Gras und zurück zum Haus torkeln. Dann bezahlen und total von den Socken auf die Fotos von David warten und darüber lachen. Und fertig. Eine Stunde später und alles schon vorbei. Davids Fazit: "Hier hat sich das Geld ausgeben auf jeden Fall richtig gelohnt! Es hat gehalten was die Flyer versprochen haben."
Danach fuhren wir zu einem Lookoutpoint und verarbeiteten unsere Erlebnisse und aßen. Da so gutes Wetter beschlossen wir aber noch auf einen Hügel zu steigen bis zu einer Bank auf der Hälfte des Weges. Als erstes ging es dafür über eine Kuhwiese mit Jungbullen. Sowas passiert auch nur in Neuseeland. Danach ging's ans klettern und hangeln durch den Busch und es war teilweise ziemlich matschig. Als wir dann ziemlich kaputt bei dem Lookout ankamen wurden wir doch etwas enttäuscht von der Aussicht.
Doch da unsere Sich von der Luft sowieso nicht getoppt werden konnte und wir noch zur Bibliothek wollten gingen wir trotzdem wieder runter. Wir nutzten also noch ein bisschen das Wifi und das öffentliche Klo, bevor wir dann auf Taupos Freedom Camping Platz fuhren.


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Freitag, 17. Mai 2013

Auf dem höchsten Punkt der Reise

summary:


We spent a few more days in Wellington in the Te Papa, the National Tatoo Museum and the Wellington & Sea Museum. We were in the Rimutata Forest Park and went to a Rugbymatch to see the Wellington Warriors in the westpac stadium. Sadly the Warriors lost the game. After this we went to the Putangirura Pinnacles and the Cape Palliser. Nice places to be. The next day we started to the Castle Rock in the East, like Cape Palliser with a nice lighthouse and a wonderful beach, blowholes and stuff. The next morning we went directly to the Waihi Falls, nice and big. After this we wanted to see the Hydra shipwreck at the westcoast. But when we arrived, we read that the shipwreck is not visible anymore. So we drove only on the beach and bought stuff for my birthday. We celebrated a nice breakfast and drove up to Mt. Ruapehu. Very easy and very impressive. It really looks like Mordor. We speak also with my family this day and had a nice dinner. At the next day we made a part of the Tongariro Crossing. I walked to the Blue Lake and the Emerald Lakes and back to the way, where David climbed up to the summit of Mt. Nghauruhoe. Very, very impressive! We can highly recommend this track. But its hard too. So the next days we visited only some waterfalls and historic Sites nearby. 

Den nächsten Tag waren wir zuerst wieder in der Bibliothek. Dann sind wir in das National Tatoo Museum, wo es speziell um Te Moko also die Tatoos der Maoris ging. Te Moko werden aber auch als Narben übersetzt, die durch eine mit schwarzer Farbe bedeckte Spitze so tief in die Haut gehämmert wurde bis die Spitze der Spitze mit Blut bedeckt war. Besonders beliebte Körperteile dafür waren Kopf und Po. Die Maori tätowierten sich oft das ganze Gesicht je nach Rang und Stellung. Gesichtstatoos sagen viel über die Identität aus, wie über Vorfahren, Name oder Arbeit und war für die Maori eine Verbindung zur Vergangenheit. Diese ist den Maori sehr wichtig. Auch heute noch kennen sie meist alle ihr Vorfahren bis zu dem ersten der auf die Insel kam. Da das Museum mit dazugehörigem Tatoostudio sehr klein war, waren wir schnell fertig.

Wir stoppten noch kurz im Burger King und gingen dann ins Te Papa. Erst dachten wir schon wir wären fertig entdeckten dann aber doch einen Teil in der es um die frühe Diskriminierung von Maoris ging, die weniger verdient haben, nicht in die schönen Stadtteile ziehen durften oder bestraft wurden für das nutzen ihrer Sprache. Danach gingen wir noch auf die Terasse und hatten dann tatsächlich das Te Papa komplett angesehen. Wir fuhren dann zurück zum Camping Platz und machten wieder ewig Kartoffelpuffer.
Als letztes stand dann noch das Wellington & Sea Museum an. Dort ging es um die Anfänge Wellingtons, den Hafen als Zentrum der Stadt, Arbeiten dort und Schiffsunglücke. In der unteren Etage gab es noch einen Zeitstrahl mit den wichtigsten Ereignissen aus jedem Jahr von 1900 bis 1990. danach stärkten wir uns kurz und gingen wieder in die Bibliothek planen. Danach fuhren wir zu einem weiter ab gelegenen Camping Platz, wo obwohl Licht im Haus des Managers brannte keiner zu finden war, sodass wir uns einfach neben die Küche stellten. Dort machten wir vorzügliche Kartoffelecken selbst mit Gemüse. Nachts fing es mal wieder an zu regnen und es hörte auch nicht auf. Das zerstörte unsere Pläne endlich aus Wellington loszukommen. Wir wollten aber sowieso noch zur Werkstatt, weil unser Auto blöde Gerausche gemacht hatte und fuhren deswegen zurück. Doch die Geräusche waren merkwürdigerweise weg, sodass wir gleich zum Camping Platz fuhren und planten und Blog machten. Wir machten noch Wackelpudding, der sich leider leider durch die sehr heiße Vanillesoße komplett aufgelöst hat, aber die Brocken die sich nicht aufgelöst haben waren sehr lecker. Danach haben wir noch unsere momentane Lieblingsserie zu Ende geguckt 666 Park Avenue, die aber leider abgesetzt wurde, bevor sie ins deutsche Fernsehen gekommen ist.
Trotz des Piesels am nächsten Tag machten wir uns auf zum Rimutata Forest Park und bewegten uns seit langem mal wieder. Ein bisschen nass und rutschig war es zwar, aber doch ganz nett.
Danach fuhren wir nach Wellington (jaja wir wollten ja eigentlich schon längst weg sein) und besuchten unser erstes Rugby-Spiel im Westpac-Stadium. Besser gesagt Rugby-Spiele. Zuerst spielten Auckland gegen Wayong (New South Wales, Australien). Leider gewann Australien. Als nächstes waren dann die Junior-Mannschaften der Bulldogs (New South Wales, Australien) und Warriors (Wellington, Neuseeland) dran. Die Partie ging 24 zu 34 für die Warriors aus. Bevor das eigentliche Spiel aber los ging, kamen noch Mini-Mannschaften aus Kinder zwischen ca. 6 und 9 Jahren und haben auch kleinen Feldern gegeneinander gespielt, was ziemlich ulkig aussah, wie sie kleinen gestalten sich auf einen Haufen geschmissen haben umrundet von vielen Erwachsenen in quietschorangen Warnwesten, die versuchten die Kleinen im Zaum zu halten. Dann trat auch noch ein berühmter neuseeländischer Künstler auf, dessen Single wir sogar kannten, seinen Namen jedoch nicht. Es gab noch ein bisschen anheizen mit roten Zetteln, die jeder am Eingang bekommen hatte. Dann machten die Cheerleader ihre Show. Cheerleading kommt, wie wir im Te Papa gelernt haben, ja ursprünglich aus Neuseeland und nicht aus den USA. Unter dem Namen 'marching' also marschieren war es damals als Sportart für Mädchen bekannt. Dann ging es auch schwuppdiwupp los (irgendwie hat man den Start immer gar nicht richtig mitbekommen, sie sind einfach losgelaufen und dann kam eine Sirene, bei der wir beim ersten mal dachten es wäre eine Feuerwehrsirene und eine Evakuierungsübung). Die erste Halbzeit war bombastisch. Die Stimmung war doll, die Akustik war schon bei den kleinen Mannschaften beeindruckend gewesen, und kurz vor Abpfiff stand es noch 16:0 für die Warriors. Es gab eine Laola-Welle die erst durch die Halbzeitpause unterbrochen wurde. Doch in der zweiten Halbzeit konnten die Warriors keine weiteren Punkte machen und kurz vor Ende lagen die Bulldogs dann vorne. Die Stimmung war im Eimer und 5 Minuten vor Schluss fing das halbe Stadium an aufzubrechen. Das war schade, doch ein "Flitzer" heiterte die Stimmung doch ein bisschen auf. Alles in allem war es aber doch sehr spaßig und Rugby ist auch viel toller als Fußball.
Übrigens 30.000 Menschen waren da. Gefühlt kannte jeder jeden, ständig wurde angehalten oh Hey hallo was macht ihr denn hier? wie im Supermarkt. Und bei eine Einwohnerzahl von 300.000 (mit den vielen Vororten) ist das auch gar nicht so unwahrscheinlich. Auch als wir dann auf dem Weg zu unserem Schlafplatz waren sahen wir noch viele Trikots und Fahnen. Und auch ich konnte mir noch ein Fanshirt der Warriors ergattern.
Nachdem wir erwacht waren, fuhren wir dann zu den Putangirura Pinnacles, Felsnadeln, die auch in Herr der Ringe zu sehen sein sollen (Rückkehr des Königs, 80. Minute). Dafür haben wir zunächst einen Aussichtspunkt erklommen. Das war ziemlich anstrengend nach 2 Wochen Stadtleben. Dafür hatte man dann gleich zwei Ausblicke. Einmal auf die skurrilen Pinnacles und zweitens auf das Meer, hinter dem man dank herrlichem Wetter, Blick auf die Berge um Kaikoura (Südinsel) hatte. Dann ging es wieder runter zu einem ausgetrockneten Flussbett auf dem man nach oben durch die Pinnacles gehen konnte. Auf diesem rutschte David auf einem Hacken eine Treppe runter. Sah sehr witzig, hätte aber auch leicht in die Hose gehen können. Die Pinnacles sahen dann von unten noch eindrucksvoller aus.
Am Parkplatz aßen wir schnell Mittag und fuhren zum Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel. Die Fahrt an der Küste entlang war sehr schön. Am Cape Palliser steht ein klassischer Leuchtturm auf einem hohem Felsen. Um zum Leuchtturm zu gelangen muss man aber zunächst die schmale 250-Stufen-Treppe erklimmen. Anhalten war nicht, da Leute hinter uns kamen. Puh! Aber die Aussicht war schön.
Unten haben wir dann auf ein paar Felsen Robben und brandende Wellen beobachtet bis wir , vorbei an einer Bulldozerkolonie nach Masterton fuhren und einen schönen und billigen Holiday Park fanden.
Am folgenden Tag fuhren wir zum Castle Point. Auch dort gab es einen schönen Leuchtturm und den Castle Rock. Die ganze Umgebung wurde unter Wasser geformt außer dem Leuchtturm natürlich.
Das kann man auch an den ganzen fossilen Schnecken und Muscheln sehen, die überall im Boden und in den Steinen steckten. Die längliche Halbinsel die bei Ebbe aber über den Strand zu erreichen ist, ist außerdem Spielplatz für die vielen Wellen, die vom offenem Meer kommen. Die spritzten aber ziemlich hoch und her und machten dank der Sonne schöne Regenbögen.
Wir kletterten also ein bisschen auf der Mini Insel umher und guckten uns das Wellen-Schauspiel an. Dann sind wir auf um zum Castle Rock zu wandern. Da haben wir dann Mittag gegessen bevor wir die vielen Treppen wieder runter sind und eigentlich zu einer Höhle unter dem Leuchtturm klettern. Aber erst lagen ein paar fette Seehunde im Weg und als David die dann bezwungen hatte war die Höhle nur durch einen tiefen Pool zu erreichen. Auf dem Rückweg merkten wir dann, dass wir uns in der Zeit vertan hatten und es schon eine Stunde nach Ebbe war und die Höhle deswegen nicht mehr erreichbar gewesen war.

Danach sind wir dann jedenfalls zu den Waihi Falls gefahren. Als wir dort angekommen waren, war es aber bereits dunkel, aber wir hatten sowieso vorgehabt dort zu bleiben. Dann kam ein Jeep an und ein Mann klopfte an unser Fenster. Wir dachten schon wir dürfen gleich wieder fahren, da wir laut Gesetz dort eigentlich nicht campen durften, aber der Mann suchte nur jemand anderes und zeigte uns noch die Klos. Da es ein netten Unterstand mit Bänken gab, machten wir noch Spaghetti Carbonara und gingen dann ins Bett. Am nächsten Morgen sind wir dann gleich als erstes runter zum Wasserfall der echt groß und breit war, aber nicht so viel Wasser führte.
Heute wollten wir dann noch auf die andere Seite also die Westküste fahren zum Hydra Schiffswrack. Kurz vorher erfuhren wir jedoch, dass man das Wrack gar nicht mehr sehen kann, da es durch Gezeiten und Wetter nun vollständig zerstört wurde. Aber immerhin konnte man den Strand lang fahren mit dem Auto. Das war wieder cool.
Danach sind wir dann in den nächst größeren Ort und kauften Leckereien für meinen Geburtstag ein. Auf dem Holiday park buken wir dann Kuchen und machten Abendbrot und Brot. Am nächsten Morgen wurde ich dann lieb geweckt und nach dem Duschen gab es dann lecker Frühstück mit Croissants, Joghurt, Obst und natürlich Kuchen mhhh :)
Nachdem das Brot dann fertig war, fuhren wir dann zum Mt. Ruapehu, ein Vulkan. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Wasserfall und fuhren dann weiter zum Parklatz eines Skifeldes des Vulkans.
Von dort hatte man eine super Aussicht (man konnte sogar den einsamen Mt. Taranaki an der Westküste sehen). Als sich dann auch noch die Wolken verzogen und sich der blaue Himmel breit machte war die Szenerie perfekt. Irgendwann mussten wir uns dann aber davon trennen, da wir noch von der anderen Seite auf den Ruapehu rauf wollten. Auch von dort war die Aussicht großartig. Mit dem roten Sonnenuntergang und der Vulkanlandschaft mit Blick auf Mt. Ngauruhoe ((Mt. Doom))mehr bekannt als Schicksalsberg in Herr der Ringe) sah die Landschaft aber extrem nach Mordor aus. Leider konnten wir den den ganzen Sonnenuntergang von dort anschauen, da David noch ins Visitor Center vom DOC musste, um nach den Wetterbedingungen und Informationen für morgen zu suchen. Danach wollten wir eigentlich noch zu einem Wasserfall, telefonierten aber solange mit meinem Papa bis es dunkel war. So fuhren wir danach zum Holiday Park und machten leckeres Essen, was wir gar nicht alles schafften.
Dann gingen wir auch schon zu Bett, weil wir früh raus mussten. Viel zu früh standen wir also auf machten alles schnell fertig und packten uns viel zu viel Essen für unsere Vulkanwanderung ein, man weiß ja nie. Dann fuhren wir zum Parkplatz für das Tongariro Crossing(1100m).
Auf dem Weg sahen wir schon weiße Wolken vom Tongariro aufsteigen. Doch auf einem Schild sahen wir später, dass das normal ist seit den Eruptionen 2012. Von dem Parkplatz ging es zunächst relativ eben 4,5 Kilometer auf Bohlen, Sand oder Vulkangestein begleitet von einem Flüsschen und einem penetranten Schwefelgeruch.
Nach den Soda Springs mit einem kleinem Wasserfall ging es dann in sehr kurzer Zeit 300 m in die Höhe. Das war ziemlich hart, aber wir haben die Leute vom Department of Conservation überholt, worauf ich ziemlich stolz war. Oben gingen wir noch ein paar Meter durch das Vulkangestein und aßen Mittag.
Dann trennten sich unsere Wege. David wollte auf die Spitze des Mt. Ngauruhoe, denn es gab eine. Ring zu zerstören. Das war mir aber zu anstrengend, da es die ganze Zeit steil loses Geröll hinauf geht. Ich ging dafür zu den Emerald Lakes und Blue Lake, die man vom Rotem Krater vom Tongariro sehen soll. Dafür ging es erstmal quer durch den Süd Krater zwischen Mt. Ngauruhoe und Mt. Tongariro. Der war echt riesig und ich hatte kein Fotomachgerät mit Panoramafunktion. 15 Minuten brauchte ich allein um von einem Ende zum anderen zu kommen.
Danach ging es dann nochmal ziemlich steil hoch auf den Kraterrand, von dem man dann auf der anderen Seite runter gucken konnte ins Tal. Ich dachte eigentlich das schlimmste hinter mir zu haben doch ging es eigentlich ebenso steil weiter auf 1900m hoch. Phui. Erst konnte man schonmal in den Red Crater gucken, der wirklich ein schönes rot hatte. Über den letzten Hügel ging es dann noch und da konnte man dann endlich den Blue Lake in der Ferne sehen und teilweise die Emerald Lakes von deren Seite große weiße Wolken aufstiegen die auch bei mir am Weg einfach so aus der Erde kam. Total verrückt.
Um die ganzen Seen zu sehen musste man noch ein Stück loses Geröll runterrutschen. Unten machte ich dann eine Rast und beobachtete die Truppen die den Abhang runter rutschten oder hoch krakselten und natürlich die super blauen Seen. Dann ging ich zurück hinter den letzten Hügel. Da die großen Massen vorbei zu sein schienen und auch kein Wind wehte war es absolut still, als wenn die Zeit angehalten wäre. Total gruselig und faszinierend zu gleich. Erst überlegte ich noch auf David zu warten, ging dann aber doch, da der Abstieg über 3 Stunden dauern sollte. Es war aber echt schade um die ganze Arbeit und die Aussicht. Aber es war definitiv die richtige Entscheidung. Ich brauchte mindestens genauso lange runter wie hoch, da es super rutschig war und eine steile Klippe nie weit war.
Bei der Abzweigung zur Spitze vom Mt. Ngauruhoe wartete ich eine ganze Weile auf David, bis ich dann eine Staubwolke den Berg herunterrasen sah und er dann von der anderen Seite kam. Ganz aufgeregt dem anderen mal wieder was erzählen zu können erzählten wir uns von unseren Abenteuern, sodass der Rückweg gar nicht mehr so lang war. David erzählte Folgendes:"Eigentlich wurde mir ja erzählt, dass es keinen richtigen Weg an sich gibt, aber Anfang sah es danach aus. Es war recht einfach, doch irgendwann gelangt ich zu einem Punkt, wo einem ständig die Steinchen unter dem Fuß weg rutschten. Deshalb kämpfte ich mich zu größeren Felsen durch, an denen man hoch klettern konnte. Zwar sind auch diese manchmal gerutscht oder gebrochen, aber man kam ganz gut voran. Die Leute die von vorne kamen, bestätigten immer wieder wie schön es oben ist. Das motivierte mich, trotz der großen Anstrengung. Wie aus dem nichts zog dann jedoch eine Wolke um den Berg, und es wurde recht kühl und sehen konnte man auch nicht mehr viel. Zum Glück verzog sie sich so schnell wie sie kam. Irgendwann kam ich dann auf einem Vorkrater an, von dem man schon eine recht gute Aussicht hatte.
Dann kamen die letzten Meter, welche die schwersten waren, weil man einfach mit den Füßen in den kleinen Steinchen überhaupt keinen halt mehr hatte. Mit letzter Kraft erreichte ich den Krater(2287m), von dem man wirklich alles sah.
Von West nach Ost nach Nord nach Süd. Manchmal haben sich zwar Wolken in den Weg geschoben und über den Ruapehu konnte ich auch nicht gucken aber fast. Ich suchte mir ein schönes Plätzchen mit Blick auf den Krater und begann die mitgebrachten Leckereien zu verspeisen. Gestärkt startete ich eine Wanderung um den Kraterrand also am Rand entlang, welche immer wieder neue Perspektiven auf das Umland und den riesigen Krater eröffnete.
Zurück dort wo ich die Ründe gestartet hab, traf ich einen Amerikaner, der den Soundtrack von "der Herr der Ringe" dabei hatte. Mit diesem unterhielt ich mich ein wenig und wir sahen uns die auf uns zu kommenden Wolken von oben an. Als dieser Wolkenteppich jedoch zu nah kam beschlossen wir runter zu gehen. Dafür gab es 2 Methoden: 1. den Weg den man hoch kam wieder runter klettern oder 2. die Feinsteinige Spur runter "Surfen". Der Amerikaner meinte zuerst er macht lieber "langsam und stetig" und nicht den schnellen Weg. Ich wollte runtersurfen. Dies ging jedoch nicht so wirklich, genauso wenig wie "stetig und langsam". Man rutschte immer ein wenig aber auch nicht richtig. Am Vorkrater trafen wir uns wieder und der Amerikaner verwarf seine Strategie und wollte nun dem langsamen Weg schnell gehen. Am Vorkrater begann dann auch die eigentliche "Surfbahn" und wir waren begeistert nach 20 Minuten wieder unten, obwohl man mindestens 100 Minuten für den Aufstieg benötigte. Das hat so viel Spaß gemacht.
Das "Surfen" an sich war er ein runter laufen, ohne zu fallen, da man immer tief im Schutt versank und dabei noch ein wenig rutschte.
Danach mussten wir erstmal die ganzen Steinchen aus unseren Schuhen entfernen. Dann verabschiedete ich mich, da ich Pauline abholen musste. Den Ring hab ich übrigens nicht wirklich in den Krater geworfen, da der Berg den Maoris so heilig ist, dass er für den Film nicht mal gefilmt sondern nur animiert werden durfte"
Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann wieder am Auto. So waren wir doch echt 7 Stunden unterwegs gewesen.
Wir fuhren dann auf den nächstgelegenen DOC-camping Platz und hieften uns totmüde ins Bett. Am nächsten Tag kamen wir überhaupt nicht hoch und fuhren dann irgendwann zu dem Wasserfall den wir an meinem Geburtstag ausgelassen hatten. Der war auch ganz nett.
Verrückt war, dass alle drei Vulkane verschwunden waren hinter einer riesigen grauen Wolke. Hätte man nicht gewusst, dass sie dort sind, man würde es nicht glauben. Danach fuhren wir zum Te Porere Redoubt (Schanze). Das war der letzte Kriegsschauplatz im Krieg zwischen Europäern und Maori. Davon übrig geblieben waren begrünte Erdwälle, die die Maori zum Schutz errichteten, und ein Grab der Te Kooti. Ziemlich heftig zwischen diesen Wällen zu stehen, wo vor nicht allzu langer Zeit Eingeborene gegen Siedler kämpften. Als letztes standen nochmal ein Wasserfall ist Kraftwerken davor und der Tree Trunk Gorge(Baumstamm-Schlucht), den man von einer Brücke aus sehen konnte. Dann fing es langsam an zu tröpfeln und wir fuhren zum holiday Park Wäsche machen, Apfelmus einmachen und planen.

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