Donnerstag, 27. Juni 2013

Nur noch 12 mal duschen



Hallo Freunde
Nein wir sind noch nicht wieder zu Hause. Aber der Flug steht mittlerweile und wenn wir den Blog schon nicht auf dem neuesten Stand halten können, dann soll euch diese Information wenigstens zu kommen. Gerade vor ein paar Momenten ist auch der detaillierte Reiseplan für unsere letzte Reisewoche in Neuseeland mit 2:0 Stimmen beschlossen worden. Wir freuen uns da schon sehr drauf, ich bin jedoch schon recht wehmütig, da mir Neuseeland und das rumfahren und entdecken  bei allem Heimweh fehlen wird, bei Pauline überwiegt hingegen die Sorge, dass wir unseren Van nicht gut verkauft kriegen.  So langsam bemerken wir auch, dass wir uns ganz schön Lebensmittelvorräte angelegt haben, die wir nun Aufbrauchen müssen. Also falls wir nicht so ganz rank und schlank sind wisst ihr warum.
Nu aber genug Geschwafel mal ein paar Details:
Abflug Auckland: 20.07 9Uhr (19.07 23 Uhr MEZ)
Ankunft Sydney: 10:30 Uhr (2:30 Uhr MEZ)
Abflug Sydney: 15:15 Uhr (7:15 Uhr MEZ)
Ankunft Abu Dhabi: 11:50 Uhr (21:50 Uhr MEZ)
Abflug Abu Dhabi: 2:30 Uhr (0:30 Uhr MEZ)
Ankunft Berlin Tegel: 7 Uhr MEZ Gesamtzeit unterwegs: auf der Uhr: 22 Stunden; real: 32 Stunden
Zug(vorraussichtlich): 9:00 Bus-> 9:16 Zoologischer Garten 9:31-> 11:13 Ludwigslust
Und dann gibt’s Essen beim Italiener mit unsern Eltern, was aber nicht heißen soll, dass wir niemand anders am Flughafen oder Bahnhof Lulu sehen wollen. Aber falls es dort nichts wird, dann bestimmt bald darauf.
Euer David

Vom rechten Pfad abgekommen

Hallo Freunde,
auf den letzten Metern übernehm ich mal wieder das Ruder des Text schreibens, weil es mir einfach ein Bedürfnis ist, mal wieder zu schreiben. Auch wenn der Blog erst jetzt hochgeladen wird hab ich jeden Tag an jeden Einzelnen von euch gedacht und einen Bericht über den Tag gezaubert. Also los gehts
summary: We traveled around the Coromandel Peninsula on the 309 Coromandel Road, where we saw Kauris, waterfalls and wonderful views over the peninsula. There is also Water Works, a very funny theme park for old and young. Then we drove to Coromandel Town, a very nice city and further north, where we stayed at a cosy farm. The next day we walked first the "best lookout track" on the farm and had fantastic views from one coast to the other. the rest of the day we spent on the road to Fletchers Bay and made a stop at Port Jackson, where we looked for sand dollars, but we found only two. We enjoyed the sunset at an old wharf next to the road. just one month left in New Zealand. We started early on the next day to go to the east coast, where we explored some bays and climbed on some hills. nice! We drove to Thames, but spent the day in the Broken Hills, and walked some bush walks trough the mining site with a 500m long tunnel including glow worms. After a library day to organise we drove to Auckland.
Am folgenden Tag haben wir bzw eher ich nicht so wirklich schnell nicht die Augen aufbekommen, was sich bald als fatal herausstellte, da kurz bevor wir abfahrbereit waren, so kurz vor 8 ein Auto des Thames coromandel District Council neben uns hielt und der Fahrer bei uns klopfte. Wir kannten schon die Geschichten und wussten was jetzt kommen wird: eine satte Strafe wegen "Freedom camping in a restricted area"- falschcampen. 
Mal ein kleiner Exkurs ins Neuseeländische campen. Der Neuseeländer liebt campen und tut dies mehrere Male im Jahr, meist in den Sommerferien und an langen Wochenenden, wie Ostern. Sehr viele Leute haben einen Wohnwagen(früher hat man sich die sogar oft selbst gebaut). Bis vor einigen Jahren hat man sich dann mit diesem irgendwo einen Ort gesucht und sich da mit der ganzen Familie hingestellt, inklusive Vorzelt, schlafzelte, alles drum und dran und wenn kein Klo da war ging's in den Busch. An diesem Ort blieb man dann auch längere Zeit. Wenn dann im Sommer jedoch mindestens halb Neuseeland in Gang setzt und überall hinkackt und müllt, wird dies zum Problem und deshalb gibt es seit ein paar Jahren ein Gesetz was dieses Phänomen genannt "Freedom camping" fast komplett verbietet. Es ist nur noch an manchen Orten für Wohnwagen mit Klo erlaubt. Witzigerweise haben diese Orte trotzdem oft ein normales Klo. 
Nun gibt es die Backpacker wie wir, die entweder im Auto oder wir wir in unserem Van schlafen und dabei möglichst wenig Geld bezahlen wollen. Deshalb stellen sich sehr viele auf Rastplätze oder ähnlichem und haben damit oft sehr gute Erfahrungen gemacht, wenn sie manchmal sogar versehentlich auf privaten Grundstücken standen, denn solange man keinen Müll hinterlässt und dort nur eine Nacht schläft, ist es von den Neuseeländern akzeptiert so zu tun, gesetzlich eigentlich nicht, aber es kann ja nicht überall kontrolliert werden. 
Wir jedenfalls standen an einem Ort, der sogar ein Campingverbotsschild hatte, der aber zur Entstehungszeit unseres Reiseführers wohl noch legal war. 
Nun leider nicht mehr und deshalb klopfte der Mann bei uns an und wir öffneten. Er entschuldigte sich, falls er uns geweckt hat, meinte aber er müsste jetzt eine "notice" von unserem Auto machen. Wir hofften immernoch, dass es nur eine Verwarnung heißt, aber leider tat es das nicht. Er überreichte uns einen Strafzettel über 200$ und erklärte uns, dass wir damit zur Kreisverwaltung(grob übersetzt) fahren sollen und ihnen eine gute Erklärung abliefern sollen warum wir dort geschlafen haben, damit wir nicht zahlen brauchen und verabschiedete sich indem er uns wünschte dass wir trotzdem noch einen schönen Tag haben. Er war so nett, da kam mir das alles gar nicht so schlimm vor.
Naja was will man machen, die Erklärung regeln können wir sowieso erst einen anderen Tag also geht's jetzt erstmal Richtung Coromandelstadt. Außerdem werden die Tage ab heute wieder länger.  Auf dem Weg dorthin gibt es ein paar große Kauris, die schon recht beachtlich waren vor allem vom Umfang. 
Nach einem kleinen Abstecher zu den Waiau Falls gemacht hatten ging es zu einem Themenpark, den „Waiau Waterworks“. Hier drehte sich, wie der Name schon sagt fast alles ums Wasser. Es gab verschiedene Konstruktionen, die von Wasser angetrieben wurden, bzw. oft musste man auch selbst Hand oder Fuß anlegen damit sich etwas bewegt. Nicht selten wurde man dabei selbst bespritzt aus einem in einem Baum versteckten Schlauch. Zum Glück haben wir am Einlass einen Regenschirm bekommen mit der Begründung, dass wohl vom Regen der vorherigen Nacht noch etwas in den Bäumen sei.
Außerdem gab es allerlei Ingenieurskunst und viel zum anfassen und ausprobiern. Ein Highlight für uns war der Spielplatz mit vielen teilweise selbsterdachten Spielgeräten-nicht nur für Kinder. Echt cool war auch die flying fox (Seilrutsche) und die Reifenschaukel mit einem großen Reifen in dem man richtig drin sitzen konnte.
Nach so viel Spiel und Spaß aßen wir kurz Mittag und wollten dann eigentlich den Castle Rock erkletternt. Irgendwie haben wir nur den Wanderweg nicht gefunden. Deshalb haben wir einfach die Aussicht von der Straße genossen, von der der Weg wohl irgendwo losgegangen sein müsste.
Dann fuhren wir nach Coromandel, die Stadt, die so wie die Halbinsel heißt und nach einem Schiff benannt wurde. Sie hatte ihre Blütezeit während des Goldrausches und aus dieser Zeit standen auch noch einige Gebäude. Deshalb haben wir nachdem wir unsere Informations und Geldvorräte ein wenig aufgestockt hatten auch einen kleinen Spaziergang durch den Ort gemacht. Dabei sahen wir unter anderem eine Hütte eines Minenarbeiters, eine Schule für Minenarbeiter und einen Hund der uns auffressen wollte.
Als wir wieder im sicheren Auto waren fuhren wir in aller Ruhe an der Küstenstraße in Richtung Norden, checkten kurz bei unserem Campingplatz ein und fuhren noch in eine Bucht den Sonnenuntergang angucken.
Abendbrot machten wir dann in dem Hostelgebäude des Holidayparks, da es für uns keine Küche gab aber der Mann der dort als einziger einquartiert war freute sich über ein wenig Gesellschaft und hatte nichts dagegen, dass wir uns dort auch aufhielten. Er war Neuseeänder, also sehr nett.
In der nächsten Nacht hat er, als er zum Toilettengebäude gegangen ist sich ausgeschlossen und stand nur in Tshirt und Unterhose draußen. Er konnte sich noch ein Handtuch aus seinem Auto angeln, da die Rückscheibe nur Folie war und wartete dann bis wir aufwachten um einen Schlüssel für ihn zu besorgen. Das war ein wenig merkwürdig, aber vllt war er einfach so übermüdet und unterkühlt(die Nacht war wirklich kalt), dass es für ihn irgendwo eine Logik hatte.
Da der Holiday Park eher eine normale Farm mit verschiedenen unterkunftsmöglichkeiten war, gab es dort auch einiges an Wanderwegen, da die Farmen hier meist ein wenig größer sind. Da man beim Einchecken eine Broschüre mit Wanderwegen und allerlei Informationen über die Region bekommt und wir einen „best lookout“(bester Aussichtspunkt) fanden, beschlossen wir uns auf den Weg zu diesem zu machen. Dafür ging’s wie so oft bei Aussichtspunkten erstmal bergauf. Erschwert wurde das Ganze noch durch Matsch und den einsetzenden Regen. Als wir gestartet sind hatte die Sonne so schön geschien, aber an dem Tag zogen die Wolken in Geschwindigkeiten von Formel 1 Autos, weshalb der Regen, wie auch der Steigungsgrad des Weges abnahm. Jedoch kam ein neues „hazard“ wie es hier heißt dazu: Kühe. Der Weg führte mitten durch diese gigantischen neuseeländischen Kühe. Passiert ist uns nichts, aber das schlimme ist ja immer, dass alle einen angucken und man nicht weiß, ob sie gleich auf dich zugestürzt kommen. Puh sowas gibt einen Adrenalinschub, wie ein Bungysprung. Ein weiteres Ärgernis durch die Kühe war, dass der Weg total zerlatscht und immer noch matschig war. Aber dann waren wir auch bald auf dem Hügelrücken von dem man doch schon eine beachtliche Aussicht hatte. Mir ist dort erst einmal aufgefallen, wie dünn die Halbinsel ist, da man auf beiden Seiten Wasser hatte. Bald wurde es uns aber zu kalt durch den Wind und wir machten wir uns auf den Rückweg, auf dem uns der Mann entgegen kam, der sich jetzt ausgeschlafen und auf die Suche nach Glühwürmchen in einem alten Minenschacht auf dem Farmgelände hatte.
Wir hingegen sattelten unser Gefährt und ritten entlang der Pohutukawa gesäumten Küstenstraße gen Norden. Hach war das schön.
Als es irgendwann nicht mehr nördlicher ging wussten wir, dass wir in Fletchers Bay waren, guckten uns dort kurz den Strand an, bis der nächste Schauer kam und drehten um, um in Port Jackson den Strand nach Sanddollars(sieht aus wie eine 5teilige Runde Muschel, ist aber eine Art Seeigel de.wikipedia.org/wiki/sanddollars ) abzusuchen, da man diese ganz ganz selten finden kann, aber wohl an diesem Strand haufenweise. Wir liefen den recht langen Strand einmal bis zum Ende und fanden einen. Vielleicht haben wir nicht genau genug geguckt, weil sie sich eingegraben hatten oder vom Wind eingegraben wurden. Der Wind hatte das Wasser auch schon sehr Richtung Land getrieben, als wir zurück gingen, sodass der Strand schon merklich kleiner war. Außerdem fanden wir noch eins dieser ominösen Wesen.
Dann sind wir die Straße, die wir gekommen waren zurück gefahren und haben noch an einem alten Anleger für abgebaute Steine den Sonnenuntergang mit spritzenden Wellen drum‘rum Pause gemacht.
Weil‘s uns so gut gefallen hat, sind wir zurück auf die Farm, wo uns der alte Mann uns wieder freudig begrüßt hat. Er hat die Glühwürmchen noch gefunden, konnte aber keine Fotos machen. Deshalb hab ich ihm unsere gegeben was ihn sehr gefreut hat. Außerdem haben wir noch im Radio gehört, dass in Wellington Stromausfall ist und wohl ein großer Sturm im Süden. Deshalb waren die Wolken wohl so fix heute. Im Bett haben wir dann noch Lisas Blog zu Ende gelesen. Es heißt für uns noch 1 Monat und viel weniger mit dem Auto. Da wird einem schon mulmig.
Weil wir eigentlich noch mit der Driving Creek Railway in Coromandel  fahren wollten, sind wir am nächsten Morgen exra früh aufgestanden, um vorher noch ein paar andere Buchten zu erkunden. Als wir zu diesen gefahren waren, fanden wir zunächst den Anfang des Wanderweges nicht, weshalb unser Zeitpolster weg war und wir beschlossen dann doch den ganzen Tag dort, in Waikawau/Little bay zu verbringen. Darum wanderten wir in Ruhe los. Wir waren auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt, welcher zunächst im ohne Anstieg, aber dafür im ständigen Wechsel auf der Seiten eines Baches verlief. Deshalb hatten wir am Ende dieses Abschnitts beide nasse Füße, weil die Steine auf denen wir das Wasser überquerten manchmal ganz gemein kippten. Wir waren recht froh als wir uns vom Strom entfernten, jedoch wartete nun der steile Anstieg auf uns. Es ging hinauf bis zu einer Kuhwiese, von der man sehr schöne Aussicht hatte.
Die Kühe grasten in sicherer Entfernung, jedoch wurde der Wind bald zu kalt und wir glitten den Berg herab auf dem rutschigen Matsch. Manchmal waren wir dabei auch nicht so standfest, aber gute Aussichten dabei hatte man. Zurück am Auto speisten wir noch einmal richtig und kämpften uns dann durch einen anderen dschungligen Weg einen Hügel hinauf, von den sich nochmal ein anderer Blick auf die Gegend eröffnete. Hier war es nicht zu windig und sonnig und wir blieben, bis das nächste Regengebiet im Anmarsch war.
Als wir den Weg nach unten zwischen den ganzen Trampelpfaden wiedergefunden hatten waren wir recht kaputt und da wir noch eine recht lange Fahrt vor uns hatten, die wir im hellen bestreiten wollten düsten wir ab Richtung Thames. Die Strecke verlief fast die ganze Zeit direkt am Wasser und am Rand standen die urigen Pohutukawabäume, hinter denen die Sonne im Meer versank.
Als wir im Dunkeln dann in Thames angekommen waren, stockten wir unsere Nudelvorräte auf, da das Nudel-Tomatensauce-Gleichgewicht nicht mehr vorhanden war und kochten Spaghetti Bolognese.
Die nun folgende Nacht war absehbar kalt, deshalb zogen wir uns dick an und nach der morgendlichen heißen Dusche war dann wieder alles im Lot.
Nun ging es ein paar vergessene Nahrungsmittel besorgen und dann zogen wir in den Kampf, da wir ja noch eine Straftat zu begründen hatten. Gerüstet mit 2 Büchern und 100 Gründen warum wir dort campten, wo wir campten, betraten wir das Thames Coromandel District council. Am Schalter erwartete uns eine Frau, die uns dann lediglich ein Formular mit begrenzten Zeilen aushändigte, weshalb wir unser Alibi nur umreißen konnten. In 5 Tagen werden wir nun eine Email bekommen, ob wir zahlen müssen oder nicht. Also alles nicht so spannend, wie wir uns das vorgestellt hatten. Da am Himmel nicht eine Wolke zu sehen war, obwohl Regen vorhergesagt war beschlossen wir, statt in die Bibliothek zu gehen uns zu den Broken Hills aufzumachen, welche wir bisher ausgelassen hatten. Hier wurde Gold abgebaut und es entstand um dieses Gebiet eine typische Goldboomstadt, welche wir uns aber nicht angeguckt haben. Stattdessen sind wir einen Berg hoch gegangen zu einem alten Minenschacht, der 500m durch den Berg verlief. Der Weg war atemraubend. Erstaunlich, dass die Bergleute hier jeden Tag mit Werkzeug hoch mussten. Der Tunnel war noch so wie damals, neu war nur ein Fußweg hindurch, damit man nicht zu sehr durch den Matsch gehen musste. Dieser tat aber der Spannung der Durchquerung keinen Abbruch. Einige Seitengänge waren abgesperrt, und aus einigen von diesen kamen doch recht beunruhigende Geräusche, wahrscheinlich vom tropfenden Wasser. Auch im Hauptgang hat es an allen Ecken und Enden getropft, was jedoch das Klima wieder ideal für Glühwürmchen gemacht hat.
Wieder im Tageslicht ging‘s noch ein kurzes Stück weiter hinauf zu einem Aussichtspunkt an dem wir Pause machten. Als dann doch ein paar bedrohlich aussehende Wolken kamen machten wir uns an den Abstieg, welcher recht steil war. Um den Rundweg zurück zu unserem Gefährt zu vollenden folgten wie dem water race tunnel weg zurück zu dem Fluss den es uns auch schon einiges an trockenen Füßen gekostet hat auf dem Hinweg zu überqueren. Nachdem ich mit einem Fuß von einem glitschigen Stein ins Wasser abgerutscht war, beschloss Pauline lieber gleich barfuss zu gehen, was sich als die bessere Methode rausstellte, weil sie danach keinen nassen Schuh hatte.
Nach so viel Abenteuerlichkeit ging es abends zurück nach Thames, wo wir nach einiger Suche doch noch einen Laden fanden, der Fish’n’Chips anbot und speisten dort. Dann fuhren wir zu einem etwas abgelegenen Camp zum nächtigten und ich spielte noch ein wenig mit dem Fotoapparat herum, da der Himmel klar und es relativ hell durch den Vollmond war.
Da wir noch relativ uninformiert über den nächsten/letzten zu bereisenden Teil Neuseelands waren, verbrachten wir den kommenden Regentag in der Bibliothek. Abends hatten wir noch ein paar Meter im Auto zu machen, bis wir in einem Vorort von Neuseelands größter und einziger Millionenstadt Auckland ankamen. Zum  Abendessen gab es Nudeln mit Ei. Während wir noch aßen, gesellte sich eine Gruppe (Familie?) Kiwis zu uns, die ordentlichen Braten mit allem Drum und Dran hatten, welchen sie auch uns immer wieder anboten. Jedoch waren wir schon so satt, was im Nachhinein doch ärgerlich war, weil das alles echt nicht schlecht aussah. 
Guten Appetit
euer David
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Freitag, 21. Juni 2013

Ein Haus für einen Daumen

summary: Because the weather wasn't good, we spent another day in a library. The day after it was pretty good, thatswhy we walked in the Karangahake gorge the intersting historic windows walk with featured goldmining tunnels. After this we walked to a secluded bay at Waihi beach. In the evening we found a real working goldmine in Waihi. The following day we visited Tairua with its Mt. Paku, which wasn't too hard, but had nice views. The weather was still fine, so we decided to go to Cathedral Cove, but we only went to 2 bays on the track to it and tried to be back at the car before the rain starts. This plan failed, but we had a very good cheap holiday park that night. Next morning we heated our feet at hot water beach and tried again to go to Cathedral Cove. When we where there, there were many people, but the bay was nice anyway. In the afternoon we walked around Shakespears Cliffs and Cooks Beach.

Auch am nächsten Tag war mit dem Wetter nichts anzufangen und wir fuhren nur von Cambridge nach Paeroa, wo "L&P- Lemon+Paeroa" ein neuseeländisches Erfrischungsgetränk herkommt. Dies wird durch eine große Flasche dieses Getränks am zentralen Platz dieses Ortes symbolisiert. Dort sind wir erstmal in ein Cafe um zu gucken, was man mit dem Wetter noch anfangen kann, jedoch war doch nur die Bibliothek drin. Jedoch haben sich die ollen Wolken plötzlich doch verzogen, doch über den Hügeln, wo wir hin wollten, hingen noch dicke Wolken. Wir fanden ein nettes Camp ohne Küche zwar und fuhren am nächsten Tag früh los zum Karangahake Gorge.
Dort liegt ein altes Minengebiet und wir gingen dort einen Weg vorbei an ehemaligen Gebäuden, dem Ort wo der Seilbahn für das Erz endete und auf Gleisen zu Tunneln die Löcher/Fenster hatten, um Geröll hinaus zu befördern. Dieser Windows Walk (Fenster Weg) war ganz nett mit vielen Infos und gruseligen dunklen tropfenden Tunneln, die ins Nirgendwo führten.
Danach ging es durch die Schlucht am Fluss entlang zurück zum Parkplatz.
Danach wollten wir einen Weg zu Kauris machen. Dort angekommen merkte ich aber, dass ich mich verlesen hatte und das nicht mit die größten Kauris überhaupt, sonder die größten südlichsten sind und der Weg doch recht lang war. So beschlossen wir weiter zu fahren, da wir noch größere im Norden sehen können. Damit wir nicht umsonst gefahren machten wir noch Mittag an einem Wasserfall.

Als nächstes ging es zum Waihi Beach. Von da aus kann man zu zwei weiteren Stränden wandern mit schönen Aussichten auf die Küste. Das Wetter heute war ziemlich gut, man konnte es mit kurzen Sachen in der Sonne gut aushalten. Der erste Strand war ziemlich urig mit vielen verschlungenen Bäumen und viel Strandgut. So stolperte ich auch fast über eine Robbe, die aussah wie Holz zwischen den anderen Ästen. Hach Neuseeland. Der Strand war so schön, dass wir erstmal dort blieben und uns einen nettes Rastplatz erkletterten. Später wollten wir dann zu dem nächsten gehen. Wir schlugen uns durchs Gebüsch zum Weg, doch der war teilweise einfach weggeschwemmt. Da hier in den letzten Tagen extrem viel Wasser gefallen ist, konnte es sein, dass das alles frisch war, und wir so besser nicht weiter gingen und umdrehten. Am richten Wegesstart stand dann auch ein Schild, dass der Weg gesperrt ist. Schade.
So ging es zurück nach Waihi Beach und dann nach Waihi. Auch Waihi ist für die Goldminerei bekannt und es gibt viele Informationsschilder und Skulpturen dazu in der Hauptstraße. Zum Beispiel, dass die Minenarbeiter recht gut versichert waren, weshalb sie sich auch ab und an mal selbst was abschnitten. Es galt für einen Daumen bekommst du ein Haus. Außerdem gibt es die Goldmine immer noch und ist auch immer noch intakt. Wir stolperte auf das riesige Loch regelrecht, da wir dachten es wäre, wie in einer Karte eingezeichnet, schon ein See. Echt interessant.
Am Abend nutzen wir noch das Wifi der Bibliothek und fuhren dann zu einem DOC Platz der Sage und schreibe 20$ kostete. Für ein stinkendes Plumsklo und Wald. Nur weil es auf der Coromandel Pensinsula liegt. Aber freedom camping ist überall verboten.
Am nächsten Tag fuhren wir erstmal in den nächste Stadt und schauten uns dort den Strand an, der sehr schön war. Dort beobachteten wir auch ein paar Paddleboarder. Die ist fast wie Surfen, nur man steht die ganze Zeit auf dem Board und hat ein Paddel, sodass man nicht unbedingt soo nass wird, wenn man nicht rein fällt.
Dann fuhren wir nach Tairua und wollten einen Teil eines historischen Wegs abklappern mit alten Brücken, Häfen und Booten. Richtig interessant war wie zu erwarten, aber nur ein historischer Fund der dort gemacht wurde. Es ging um einen geschnitzten Knochen, der als erstes Indiz der menschlichen Besiedelung in Neuseeland gilt.
In Tairua gibt es außerdem den Mt. Paku einen ehemaligen Vulkan, auf den man gehen kann und einen 360° Blick auf die Umgebung hat. Der war auch echt nicht so schlimm zu erklimm und man hatte einen echt guten Überblick.
Nächster Halt waren die Twin Kauris (Zwillings Kauris). Die standen direkt am Straßenrand, aber es gab auch einen kurzen Loop durch sehr typische Neuseeland-Baumarten.
Da das Wetter noch ok war ging es als nächstes zum Cathedral Cove. Vom Parkplatz dahin waren es 45 Minuten aber es gab auch noch Abzweige zu zwei Stränden. Der erste war echt cool, wieder mit urigen Bäumen und tollen Klippen als Aussicht. Danach war die dunkle Wolke schon bedrohlich nahe gekommen, sodass wir nur noch zum anderen Strand gingen, der fürs Schnorcheln bekannt ist und dann gingen, um morgen nochmal zu kommen. Kurz bevor wir zurück waren, fing es richtig an zu plattern und bis zum ersten Umterstand waren wir ziemlich durchnässt, obwohl wir nur wenige Minuten im Regen waren.
Wir fuhren dann zu einem Holiday park der damit warb für 2 Personen nur 22$ zu kosten. Volltreffer. Der Park war super luxuriös und kostet in der Hochsaison 30$ pro Person. Wir konnten uns gar nicht entscheiden ob wir erst in den kostenlosen Spa gehen (die riesigen Pools waren leider zu kalt heute), In den monstermäßigen TV gucken oder die riesige Küche mit zig Öfen nutzen sollten. Wir taten dann alles hintereinander. Da kann ein 20$-DOC Platz nicht mithalten.
Am nächsten Tag konnten wir das Angebot, so lange zu bleiben wir wollen, leider nicht nutzen da wir bei Ebbe beim Hot Water Beach sein wollten und diese Morgens war. Dort ging es dann als erstes hin. Im Sommer soll es absolut überlaufen sein und selbst jetzt waren noch recht viele Menschen da. Beim Hot Water Beach liegen zwei heiße Quellen direkt am Strand, wo man sich Löcher Buddeln und sich ins warme setzen kann. Wir waren aber nicht ganz so vorbereitet wie alle anderen mit ihren Schaufeln und so testeten wir nur die Löcher der anderen und stellten uns dann in den Ozean der pisswarm war durch die Quellen darunter. Wenn die Füße aber zu tief einsanken, war es doch ein bisschen zu heiß. Aber heiße Wellen, das ist schon was cooles, wenn es draußen kühl ist.
Irgendwann vertrieben und dann Flut und dunkle Wolke und wir fuhren wieder zum Cathedral Cove, warteten aber zuerst den Schauer ab und gingen mit Regenhose und -jacke. Wir kamen sogar an mit Sonnenscheinblicken. Wir schlüpften durch den Tunnel und erkundete erst die eine Seite des Strandes und dann die andere. Echt ein wunderschöner Flecken Erde. Nur ein bisschen zu bekannt und ein paar viele Menschen. Den Regen warteten wir dann im Tunnel ab und gingen dann zurück.
Das Wetter war echt schlimm heute ständig kurze aber starke Schauer, unberechenbar wann sie da sind.
Dann fuhren wir zu den Shakespeare Cliffs, die echt doll aussahen und fuhren rauf zu einem Lookout. Danach gingen wir zur Lonely Bay, auch echt schön und viel verlassener. Dann mussten wir wieder vor einem Schauer flüchten und schafften es geradeso ins Auto.
So fuhren wir anstatt zu gehen zum Cooks Beach, der einfach nur total lang ist und ebenso schön.
Dann kam die nächste dunkle Wolke und wir fuhren nach Whitianga tanken und wifi nutzen. Als wir dann weiterfuhren fing es dann auf einmal an richtig doll an zu hageln. Man konnte sein eigenes Wort nicht hören und alle Autos fuhren an die Seite. Mit einem Schlag war alles weiß.
Total verrückt und vor uns der blaue Himmel. Naja das ganze ist natürlich auch schnell wieder geschmolzen, aber abends hagelte es nochmal. Zur Nacht stellten wir uns auf einen empfohlenen Rastplatz.


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Sonntag, 16. Juni 2013

Der Vulkan der sich gerne versteckt

summary: Our west coast of the north island adventure began at the bridal veil falls, which where very impressive. The surftown Raglan wasn't too interesting, thatswhy we took the coastal road down to Oparau. Next day we saw the picturesque Marokopa falls, the Piripiri caves and a Natural bridge with oyster fossils in it. After this, we went to a beach, whitch was only accsessible by a tunnel. It was a little bit like the Cape Foulwind Beach, the same strange landscape. Next morning er saw Mt Taranaki without clouds from our camp, raced towards it, but when we arrived at the viewing platform, the Peak was covered in clouds. Thatswhy we decided to drive to Tongaporutu Beach, known for 2 Rocks-"the three sisters", but they were not to impressive. Anyway the beach is one of the best places of the north island. It is pure beauty and it got even better, when Taranaki was to be seen while sunset.
The next day we spent visiting a shipwreck, walking through interesting rainforest in the rain and browsing through some local history at Te Ariki Museum in New Playmouth. It stopped raining at night, so we could visit Paritutu Rock the following morning.It was a short steep climb to a good view. After another viewpoint and a beach with weird boulders, we went to Mokau beach and played in the black sand. The next day we were at Waitomo, which is known for its caves. After we made a walk with some caves there, we had booked a "Tube it" tour, where we drifted in a Cavestream with glowwormgalaxies over our heads, very cold but worth it.
The days after we had to make some travelplans, write blog and stuff.

Das Wetter am nächsten Tag war wieder besser und so fuhren wir in die Surferstadt Raglan, dort als erstes zu den Bridal Veil Falls zu dem man die vielen vielen Stufen hinunter gehen konnte. Und der hatte es in sich. Er war ziemlich hoch und fiel im Gegensatz zu den üblichen Wasserfällen einfach runter und nicht an einer Wand entlang oder so. Dabei stäubte das viele Wasser Formen in die Luft bevor es tosend in den tiefen Pool fiel. Ich hätte da ewig zugucken können.
 Dann sind wir zurück nach Raglan und haben Fish&Chips am Strand gegessen. David erkundete diesen noch ein wenig und dand Pfützen, auf denen merkwürdigerweise der Sand schwamm.
Danach haben wir den Mt. Karioi mit dem Auto umzirkelt zum Te Puia Spring gefahren.

Die Heiße Quelle liegt am Kawhia Beach und ist somit ein Hot Water Beach. Heißt man kann sich am Strand bei Ebbe einen heißen Pool buddeln.  Wir kamen bei Dämmerung an, haben das heiße Wasser bis zum Einbruch der Dunkelheit aber nicht gefunden. Dafür habe ich komische Spiralen am Strand gefunden, die keine Muscheln oder Schnecken sind sondern Druckregulierungsorgane von kleinen Tintenfischen sind, die übrig bleiben, wenn sie sterben(wikipedia.org/wiki/posthörnchen). Außerdem war das unser erster richtiger schwarzer Strand - heißt schwarzer Sand. Durch den Vulkan ist der Eisenanteil sehr hoch. Die Dünen sahen dadurch auch ganz anders aus, da sie logischerweise auch schwarz waren und gelb bewachsen. Außerdem war die Geräuschkulisse extrem. Obwohl kein Wind wehte, war es unglaublich laut. Die Wellen hüpften mit Wasserstaubschleier nur so durch die Gegend. Insgesamt gab es ein total tolles Bild mit dem Farbverlauf der untergehenden Sonne am Himmel über dem Meer und den superdünnen Neumond und einem funkelnden großen Stern daneben.
Dort am Strand konnte man aber leider nicht übernachten, wie auch beim Nachbarstrand Aotea, doch wir fanden eine camping Platz mit Shop und Spülklo, für umsonst.
Am nächsten Tag fuhren wir zu den Marokopa Falls auf der Querstraße, die zu den Waitomo Caves führt. Dieser soll der 'Most picturesque' also am meisten fotogene Wasserfall der Insel sein und war dementsprechend auch echt schick.
Als nächstes auf der Strecke kam der Piripiri Cave, den wir eigentlich gedachten noch weiter zu erforschen, doch ganz offensichtlich wurde der Weg von einem neuen Brocken versperrt und so konnten wir nur ein wenig hinuntergehen in die Vorhalle.
Bevor wir umdrehten und wieder zurück zur Küste fuhren gingen wir noch den Mangapohue Natural Bridge walkway. Dieser führte zunächst zu einem großen Stein-Doppel-Bogen unter den man hindurch gehen konnte und dann zu Austerfossilien in großen Steinen auf Farmland, da diese Region mal unter Wasser stand.
Am Keritere Beach dann machten wir ein kleines Päuschen, da  wir noch Zeit bis zur Ebbe hatten und erkundeten noch den Strand und spielten mit einem Flussverlauf.
Die Dünen waren so steil, dass wir alle Mühe hatten wieder zurück zum Auto zu kommen und zum Tunnel Beach zu fahren.
Der Tunnel führt direkt zum Strand, der bei Flut nicht begehbar ist. Gebaut wurde der Tunnel ursprünglich um Schafe zu den Booten zu bringen. Bei Ebbe allerdings kann man zu beiden Seiten auf den Felsen herumklettern und brandende Wellen, entfernte Küsten oder einen Wasserfall entdecken.
Zum schlafen fuhren wir auf einen Holiday Park direkt am Mokau Beach, der der schwärzeste Strand sein soll und über dessen Meer sich wieder ein wunderschöner Sonnenuntergang abspielte.
Am nächsten Morgen sahen wir hinter dem Meer wiederum etwas völlig neues:Mt.  Taranaki, den Berg/Vulkan den man fast nie sieht (Abel Tasman hat ihn nie gesehen) Zwar mit einer kleinen Wolke an der Spitze, aber dafür dass Taranaki wirklich meistens nicht zu sehen ist doch schon was. Solche Momente soll man nutzen und so fuhren wir so schnell wie möglich dichter auf die Nordplattform.
Bevor wir in den Busch eintauchten, der den Taranaki aufgrund der hohen Regenrate umgibt war die kleine Wolke an der Spitze schon größer geworden. Zum Glück sahen wir wenigstens noch etwas vom Taranaki bevor sich eine riesige Wolke um ihn gedrängt hatte und man ihn gar nicht mehr sah, aber immerhin noch Tongariro und co weit weg zwischen den Wolken und ein wenig vom Umland.
Der Legende der Maoris nach wurde Taranaki von Tongariro im Kampf um einen weiblichen Berg verstoßen und somit von den anderen Vulkanen in der Mitte der Insel getrennt. Taranaki sei alt und verbittert heißt es. Außerdem gibt es ein Sprichwort, was so viel bedeutet wie "Wenn man Taranaki nicht sehen kann, regnet es. Wenn man Taranaki sehen kann, regnet es bald". Taranaki ist übrigens auch der größte Vulkan Neuseelands. Mt Ruapehu ist zwar insgesamt höher, liegt aber auch auf einem 300m hohem Plateau, während Taranaki quasi direkt vom Meeresspiegel in die Höhe ragt.
Wir fuhren also wieder zurück zum Tongaporutu Beach. Dorthin kam man nur mit etwas Kletterei und ohne trockene Füße, außer man wird von einem David getragen.
Am Strand selber gab es ganz viel zu erkunden. Es gab viele Höhlen, Tunnel, Bögen, Inseln und die angebliche Hauptattraktion die "Three Sisters", drei Felsen, von denen nur noch zwei stehen. Richtig, richtig schön.


Nachher fing auch die Sonne langsam an unter zu gehen und man konnte die White Cliffs sehen und siehe da Schlingel Taranaki ließ seine Spitze auch bescheinen. Dabei hatten wir mit Taranaki schon fast abgeschlossen. Das war ein Bild! Da machte es auch nichts, dass man den Fluss zur anderen Seite des Strandes, die auch sehr schön sein soll, immer noch zu tief war.
Danach suchten wir uns noch einen Schlafplatz in der Nähe von dem Schiffswrack, was wir am nächsten Morgen angucken wollten und schliefen schnell. Ganz früh mussten wir nämlich raus, da man das Wrack der Gairloch nur bei Ebbe sieht. Dafür war es auch das erste Schiffswrack, was man richtig sehen konnte und wo man sogar hingehen konnte. Auch der Boiler des Schiffes lag nicht weit entfernt im Meer. Das Schiff war damals bei schlechter Sicht mit seinem Schwesterschiff kollidiert und auf Grund gelaufen.
Danach machten wir unser Auto abfahrbereit und fuhren auf dem "Surfhighway" um den Taranaki. Es nieselte ein bisschen und Taranaki war absolut nicht zu sehen. Dabei machten wir ein Stop am Egmont Lighthouse, stellten aber später fest, dass wir bei irgendeinem anderen gewesen sein mussten.
Auf der Südseite des Taranaki lugte er dann aber tatsächlich nochmal heraus und machte sich frei. Doch Wölkchen blieben immer und je dichter wir kamen desto mehr Wolken bildeten sich und als wir schließlich oben waren fing es bald an zu regnen.
Jaja wenn man den Taranaki sieht, wird es bald regnen. Aber ich hab ja eine neue Regenjacke und nen neuen Regenschirm haben wir auch. Deswegen gingen wir trotzdem los zu den Wilkies Pools. Das war echt nass aber ok und der Goblin Forest, durch den es größtenteils ging, war echt urig, ein typischer Regenwald, der trotzdem noch ein bisschen cooler war als alle anderen.
Die Dawson Falls ließen wir aber weg, weil der Regen immer stärker wurde. Wir fuhren dann nach New Plymouth ins Te Ariki Museum, was auch wieder sehr schön war. Es gab eine extra Austellung über das fotografische Gedächtnis und es ging um die Maoris, um den Taranaki, die Geografie und Geschichte des Taranaki und die Tierwelt. Und in der nächsten Etage die neuere Geschichte z.B. übers surfen oder die Rugby Mannschaft und ihr Maskottchen.
Zurzeit spielen die All Blacks Testspiele und alles ist schwarz-weiß! Ob der Klamottenladen nur schwarz-weiße Klamotten und eine Fahne im Schaufenster hat, oder Wimpeln an der Straße, Ballons, selbstgebastelte Spieler im Fenster. Selbst der riesige Hai, der an der Decke des Te Ariki zwischen Fahnen baumelte trug einen schwarz-weißen Schal.
Am Abend buchten wir dann noch unseren Flug. 20. Juli, ziemlich bald.
Ein blauer Himmel strahlte uns am nächsten Tag entgegen. Und ja! der Taranaki war in seiner vollen Größe sichtbar. Deswegen nahmen wir uns heute den Paritutu Rockvor, von dem man gute Sicht auf Plymouth und Taranaki hat. Dafür geht es auch fast senkrecht hoch, erst hohe steile Treppen, dann nur noch eine Felswand mit einer Kette zum festhalten. Oben dann endlich angekommen, schlängelte sich schon wieder eine Wolke um die Spitze und kurze Zeit später war der Taranaki gar nicht mehr zu sehen. Dafür sah man die Vulkane im Zentrum der Insel, also Ruapehu, Nghauhoe und Tongariro, extrem gut. Wir warteten noch ein bisschen, ob die Wolken sich noch verziehen, doch das passierte natürlich nicht. So kletterten wir wieder runter und gingen noch auf der Düne entlang die extrem steil zum Strand führte.
Danach schauten wir uns die Taranaki Cathedral an. Die heißt auch erst seit 2010 so. Mitte der 90er versuchten die Maoris durchzusetzen den Berg von Mt. Egmont zu Mt. Taranaki umbenannt wird, da er für sie heilig ist. Der Original-Egmont war schon tot als Cook den Berg nach ihm benannte und sein Sohn auf die Ehre angesprochen erwiderte nur, dass er dann vielleicht auch mal nach Afrika fährt. Der Berg hat heute zwar beide Namen, doch der Nationalpark ist noch nach Egmont benannt.
Danach fuhren wir zum Mackenzies Bluff, von dort konnte man Taranaki dann wieder gut sehen, wie auch die Klippen und die brandenden Wellen, die sogar die Erde erzittern ließen. Das doofe war, dass man dafür über eine Schaf/Kuhweide musste und die Kühe einem stets gefolgt sind. Wuah.
Obwohl ich ziemlich kaputt war, fuhren wir nochmal auf die andere Seite des Tongaporutu Beach, wo es Steine gab, die ähnlich der Moeraki Boulders sind nur fantasievoller. David erkundete noch den weiteren Strand mit seinen Höhlen und Gesteinen und kletterte auch am Ende an einer Wand hoch mithilfe eines Schlauches, um auf die dahinter liegende Landschaft schauen zu können.
Nach einem kleinem, aber lustigen, Abstecher zum schwärzsten der schwarzen Strände in Mokau und der Verabschiedung vom Taranaki ging die Sonne schon wieder unter.
Trotzdem fuhren wir noch zu den Omaru Falls, um evtl. im Dunkeln zu gehen oder dort zu schlafen und sie am nächsten Tag anzusehen, doch eine Stunde Gehzeit war uns doch zu lang und es gab leider kein Klo. So ging es zum nächstgelegenen Örtchen in der nächsten Stadt Te Kuiti.
Danach ging es Richtung Waitomo, doch biete sich leider keine gute Schlafstelle, sodass wir zur Ruakuri Höhle fuhren. Dort war der ganze Parkplatz gepflastert mit no camping schildern, doch wir waren so müde, dass wir trotzdem blieben, auch da wir noch zwei andere campervans in einer Bucht hinter Büschen entdeckten, wo keine Schilder standen.
Am nächsten Morgen ging es dann ganz früh hoch, um noch im Dunkeln Glühwürmchen zu sehen. Danach gingen wir nach einigen Orientierungsproblemen den Rundweg durch verschiedene Stellen der Höhle und seinen Wald und am zugehörigen Fluss entlang. In einem Höhlenunterstand aßen wir dann erstmal Frühstück.
Dann ging es zurück und in die nächstgrößere Stadt zur Bibliothek. Da es aber noch viel zu früh war, mussten wir noch warten bis sie aufmachte. Es war furchtbar kalt heute. Wir vertrieben und die Zeit in der warmen Bibliothek dann bis mittags und dann ging es zurück nach Waitomo zu unserer TubeIt!-Tour durch eine Höhle.
Als wir ankamen wurde uns gesagt, dass wir alleine heute sind. Kein Wunder bei den Temperaturen in noch kälteres Wasser.. Sowas will keiner. Aber kurzfristig kam noch eine Engländerin/Australierin mit. Wir fuhren zunächst mit unserem Guide Rich zum Umkleideraum. Dort gab es dann eiskalte Neoprenstrümpfe, -Nierenwärmer, -Anzug und -Jacke. Die wärmten wir dann erstmal unter der Dusche auf und zwängten uns hinein. Dazu gabs dann noch Neopren-Kappe, Helm und Gummistiefel. Dann ging es zur Höhle.
Erst schnappten wir uns jeder einen Luftring uns stapften über eine Wiese zum Eingang. Zunächst wurden wir aufgeklärt, dass es unten Höhlenwetas (Insekten Mischung aus Käfer und Spinne) gibt die gerne ins Licht springen, wenn man sie mit der Kopflampe anleuchtet und dabei gerne das Ziel verfehlen und im Gesicht landen. Aale gibt es auch, gegen die wir durch das Neopren geschützt seien, und Glühwürmchen natürlich. Aha so so. Wai-tomo heißt übrigens Wasser-höhle.
Unten angelangt wurden uns erstmal Stalagmiten und Stalaktiten gezeigt, Fossilien in Wänden und Steinen und Moa Knochen. Moos sind oft in Löcher gefallen und kamen dann nicht mehr heraus. Außerdem lernten wir noch über die Glühwürmchen, dass die Fäden mit denen sie ihre Beute fangen aus ihren Mündern kommen, die bei Bedarf wieder eingezogen werden. Dabei essen sie nur als Larven, als Motte besitzen sie gar keinen Mund mehr und pflanzen sich nur fort.
Verrückte Lebensformen.
Puh ab da ging es dann immer tiefer ins Wasser bis zum Po etwa. Wir sahen sogar einen Aal.
 Einmal sollten sich alle einen Platz suchen und das Licht ausmachen (ich hab's irgendwie nicht rausgekriegt, wo ich wie anfassen muss, um es an und aus zu machen) und er erzählte von der Entdeckung des Caves. Dann knallte es laut, sodass mir die Ohren wehtaten. David bekam es mit der Angst zu tun, aber Rich hatte sich nur einen Spaß gemacht und den Reifen volle Wucht aufs Wasser geschlagen. Sofia hatte vor Schreck ihr Licht im Bruchteil einer Sekunde wieder an.
Dann zwängten wir uns umständlich in unsere Reifen und wurden in eine Schlange gereiht. Dann ging das Licht aus und wir wurden durch das Meer von Glühwürmchen gezogen. Woah. Ganz anders als wir es uns vorgestellt hatten aber woah! Dann ganze ging solange, bis wir zu einem Wasserfall kamen. Dort sollte man sich den Reifen untern Po Klemmen und sich rückwärts fallen lassen. David tat das natürlich gern, aber ich ließ mich nicht überreden und durfte die Leiter nehmen, wie auch die Australierin.
Dann schlüpften wir in unseren Reifen wie beim Schwimmring und wurden wieder gereiht. Das war doch schon kalter mit dem ganzen Körper im Wasser. Weiter ging es durch das dunkle Höhlenlabyrinth, geführt von den Glühwürmchen. Bei den tiefen Stellen zogen wir dann an einem Seil entlang, wobei unser Guide uns einmal fast verloren hätte. Dann kam auch schon die letzte Hürde: die Wasserrutsche. Leider vergaß ich beim schreien den Mund zuzumachen. Naja hatte ich letzte Hürde gesagt? Es kamen natürlich noch ganz viele Treppen zurück zur Oberfläche. Aber wenigstens wurde einem wieder warm dabei.
Es ging dann zurück unter die heiße Dusche und zum Office für eine heiße Schokolade und Fotos, die wir dank eines Gutscheins kostenlos bekamen. David fand es sehr schön, ich bis auf die Kälte auch ok.
Danach, es hatte auch schon angefangen zu nieseln, ging es gleich auf den Holiday Park. Abends guckten wir noch All Blacks gegen Frankreich mit drei Neuseeländern. Die All Blacks gewannen 30 zu 0. Ich glaube, die können's.
Für den nächsten Tag war für ganz Neuseeland Regen angesagt bis hin zu Unwetterwarnungen. Deswegen fuhren wir nur von einem auf den nächsten Holiday Park und machten Plan und Blog.

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