Sonntag, 14. April 2013

Zwischen den (Ge)Zeiten

summary: The Moutukiekie Beach in the near of Greymouth was absolutely charming! Long Beach, waterfalls, caves, wonderful weather, rocks, star fishs and no sandflies! (Slide Show) the coal creek falls after it were worth the walk too, but the Beach was hard to top. We also visited some Mining Sites, but only the Brunner Mining Site was worth a look. The next day we carved our own bone chains in 6 hours in Hokitika. That was really good.
In the evening we drove to the Glowworm Dell. Easy to find, next to the street and wonderful! The next day we went to Shanty Town an open air museum. It was interesting, but we think the price is to high. Anyway we spend the hole day in there. Our next destination was Punkaiki. The first stop was at the Truman Track with a nice little beach with a waterfall. The following day we went to the Pancake Rocks. It looks really nice there, but we had not to much waves and no fountains. The 1 hr Pororari River Canyon Track was a very nice walk along the River. The next town we visited was Westport or rather Cape Fouldwind. That was also a really nice beach with a crazy landscape und low tide bays and waves! The next few days we spent around Karamea. We saw the huge Oparara Arch and made the loop walk to the Moria Gates and a mirror lake, both nice and cosy places. We also explored the crazy pave cave and the big box canyon cave, a little bit scary. We also made the caves loop with three caves. While we passed one of the caves we made a Dinner in the Dark next to a waterfall and under the glowworms. All caves were really fascinating. Only that we lost our camera bag and David had to go the hole loop again was not so nice. But he found it and we were happy. The next day started with searching again. I lost my bone chain, but finally we found it on the campground. Unfortunatly rain started in the morning, so we had to go the Charming creek walkway in the rain. But it was nice, only a little bit wet. Back in Westport we had to repair our car, because the bearing broke on one of the bad gravel roads. But we had to go to Murchison for it. We made a drive through the Nelson Lakes National Park before we went to Nelson. The first day we go in the city, to the Christ Church, the Queenspark and the Museum. On Saturday we went to the market and bought a lot of fruits and vegetables. After shopping in Pack'n'Save we drove to Motueka to see Mi Ran.


Am Donnerstag war es dann wieder sonnig, richtig wunderbares Wetter. Wir mussten uns ein wenig beeilen, da wir zur Ebbe am Moutukiekie Beach sein wollten. Dort sollte es fantastisch sein. Angekommen, gingen wir zunächst am 'normalen' Strand entlang bis zu dem Bereich der bei Hochwasser nicht begehbar ist. Und es war einfach genial. Die tobende See, der frische Wind, die warme Sonne, Sand, Fels oder Steine unter unseren Füßen und die steilen Klippen mit den grünen exotischem Regenwald drauf und Höhlen und Wasserfälle. Am Ende haben wir sogar noch Seesterne gesehen. Und das Beste war: keine Sandflies! Worte können das alles sowieso nicht beschreiben und auch die Fotos sind nicht so aussagekräftig wie wir es gerne hätten, aber es ist zumindest ein Anfang.

das Fotoalbum dazu: https://plus.google.com/photos/118270735358053592688/albums/5868392749735603761?authkey=COf-gNSXjY-rtAE

Bezaubert von den vielen Eindrücken torkelten wir zurück zum Auto und aßen Mittag. Dann ging es noch zu den Coal Creek Falls, die doch eine beeindruckende Menge an Wasser hatten, durch den vielen Regen. Doch toppen konnte den Tag sowieso nichts mehr. Danach fuhren wir zur Brunner Mining Site, die Gegend hier ist bekannt für Kohle und Gold. Bei der Brunner Mine wurde hauptsächlich Kohle abgebaut und Ziegel hergestellt. Benannt wurde sie nach einem Erkunder der mit Hilfe eines Maori die Westküste erkundete und die Kohlevorkommen entdeckte. Zu riechen ist es auch heute noch, dass Kohle in der Nähe ist, besonders vor den Mineneingängen Der Platz wurde neu aufgearbeitet und mit vielen Info-Schildern und Häuschen und Hör-Berichten aufwendig veranschaulicht. Das war dann gar nicht so öde wie ich vermutet hatte, da normalerweise historische Plätze in Neuseeland klapprige alte unbegehbare Brücken oder eine Infotafel in der Wildnis sind, mit der Information, was hier einmal war, wovon aber nur noch der Ofen übrig ist, wenn überhaupt. Danach waren wir schon ziemlich kaputt, fuhren aber noch zu einer anderen Mine. Der Rundweg fing zunächst ganz spannend an mit Tunnel und Hängebrücke verlief sich dann aber in irgendwelchen Irrwegen in einem dunklen Wald und Infos zu der Mine oder gar die Mine selber haben wir nicht gefunden. David versuchte dann nochmal einen anderen Weg, aber so richtig riss uns das alles nicht mit nach der Brunner Mine. Jedoch hatte sich der Weg für ihn gelohnt,weil er einen Weka(flügelloser brauner Vögel, nicht der Kiwi) gesehen hat.
Dann fuhren wir hungrig zu Dominos Pizza und danach Richtung Hokitika auf einen DOC Platz, der gleichzeitig auch an einer historischen Mine ist und spielten noch 'Words, Words, Words' eine billige Variante von scrabble, da uns der Preis für scrabble leicht aus den Socken gehauen hat: 80$!
Den nächsten Morgen verschliefen wir, da wir den Wecker vergessen hatten. Also ließen wir den Minenwalk aus und fuhren gleich nach Hokitika. Dort wollten wir heute nämlich schnitzen. Hokitika ist Jade-Hauptstadt und Zentrum der Greenstone-Verarbeitung, da Greenstone häufig in der Gegend vorkommt. Hier gibt es etliche Galerien und Künstler und Läden, die Jadeskulpturen ausstellen/herstellen/verkaufen oder alles zusammen, vorwiegend den Schnitzereien der Maoris nachempfundener Schmuck, den es aber in jedem normalem Touri-Laden zu kaufen gibt. Die gängigsten Formen sind der tiki (ein Mensch/Maori), koru (ein gerolltes Farnblatt, sieht aus wie ein Kringel), ein twist (ein Kreis wie eine acht gedreht) oder ein fishhook (Fischerhaken, wie die Maori sie benutzt haben) aus Jade, Knochen oder Paua (Muschel). Tatsächlich laufen ziemlich viele Leute mit so einem Anhänger rum, aber kaufen kann ja jeder. Eigentlich wollten wir ja schon letztes Mal in Hokitika unseren eigenen Anhänger schnitzen, aber am Karfreitag war der Laden, wo man dies machen konnte geschlossen. Ich wollte eine relativ einfache Form des Twist aus Knochen machen, David hatte sich etwas spezielleres überlegt. Er wollte ein tiki mit dem Kopf des Mecklenburg Stiers herstellen. Zunächst bekamen wir ein passendes Stück Knochen. Dann schnitten wir unsere Skizzen aus und malten die Umrisse darauf. Als nächstes wurde mit einer Säge das gröbste weggesägt und dann auch nochmal grob mit einer großen Schleifmaschine umrissen. Dann ging's an die Feinarbeit, die ewig gedauert hat mit einer Art Mini-Schleifmaschine mit verschieden Aufsätzen für grobe oder weniger grobe Arbeit oder für Löcher. Danach wurde mit Schleifpapier nochmal alles geschliffen und danach mit einen Schrubber(so wie die Schlabberdinger in der Autowäsche in klein) und Glanz glänzend gemacht. David bekam netterweise Hilfe von dem Inhaber bei seinem komplizierten Vorhaben. Zum Schluss wurde dann der Anhänger mit ein wenig Öl geschmeidig gemacht und bekam sein Band. Ich nahm ein dünnes zum verstellen, David ein geflochtenes. Schnell noch im Spiegel bewundert, dann bezahlt (und noch Rabatt bekommen, da wir einmal zwischendurch ziemlich lange auf ihn warten mussten) und raus, denn es war inzwischen 5 Uhr. Fast 6 Stunden hat das ganze gedauert, aber es war ziemlich cool.
Danach aßen wir erstmal was, da wir nichts mitgenommen hatten und fuhren einkaufen. Im Holiday Park arbeiteten wir an unserem Blog und machten Milchreis. Aber der Tag war noch nicht vorbei bzw. die Nacht. Wir wollten nämlich noch zu den Glühwürmchen, die wir das letzte Mal vergessen hatten. Ganz warm angezogen, da es ziemlich kalt war fuhren wir zum Glowworm Dell. Zunächst nahmen wir im Dunkeln den falschen Abzweig und hielten schon entfernte Straßenlichter und Sterne für Glühwürmchen, doch als wir den Weg gefunden hatten waren sie nicht zu übersehen. Die Wand war über und über mit kleinen Lichtchen besetzt, viel mehr als im Clifden Cave. Wie ein Nachthimmel, nur ist der Nachthimmel heller und die helleren Punkte sind nicht dichter dran sondern hungriger. In Wirklichkeit sind die wunderschönen Lichter nämlich hässliche kleine Insekten, die leuchtende Nieren haben, um ihre Beute in ihre klebrigen Fäden zu locken und sie zu verspeisen.
Eigentlich hatten wir letztes Mal in Hokitika schon vorgehabt die Galerien und Künstler anzuschauen, doch da war Karfreitag. Gestern haben wir so lange im Studio gebraucht, dass alles schon zu hatte. Heute wollten wir das also machen, bis wir feststellten, dass Sonntag war und das meiste zu hatte, bis auf den Glaser, der ein paar nette Staubfänger zu bieten hatte. Doch beim schlendern durch die Stadt entdeckten wir stattdessen Mt. Cook und Mt. Tasman am Horizont. Bisher hatten sie sich ja immer hinter den Wolken verborgen, aber heute war die Sicht so klar, dass wir sie sogar von Hokitika aus sehen konnten, wo das Wetter bisher eher mistig war.
Bei wunderbaren Wetter machten wir uns wieder auf in Richtung Norden. Zuerst machten wir aber noch den Rundweg in Goldsborough, den wir neulich aufgeschoben hatten. Hier ging es mal wieder um Tunnel und Goldminen, jedoch das Highlight waren die mysteriösen Vogelgeräusche aus dem Busch, die wir bald nochmal hören sollten. Danach fuhren wir nach Shantytown, einem Freilichtmuseum, das ein bisschen aufgepeppt wurde für die Touristen mit Dampflok etc. Daher war es auch gar nicht so billig. Es erinnerte und ein bisschen an das Freilichtmuseum bei Christchurch. Zuerst sind wir mit der Lok durch dichten Busch bis zum Ende der Strecke gefahren, wo man sich das Führerhäuschen genau angucken und Fragen stellen konnte.
Auf der Rücktour sind wir dann beim Sägewerk ausgestiegen. Dort erfuhr man etwas über die Maschinen, die benutzt wurden, das riskante Leben der Arbeiter damals und es war sogar ein Dorf nachgestellt mit Personen, die anfingen zu sprechen, wenn man vorbei kam. Danach kam man durch den Bereich, wo man für Geld Gold sieben konnte und danach ging man durch einen langen Weg mit vielen Infos an den Seiten über Leben und Goldgräberei etc. So erfuhren wir das die Westküste 1866 mit einem Zehntel der Bevölkerung 25% des Alkoholkonsums ausmachte, damals Bushranger umherzogen und Leute umbrachten, es Erkunder gab, die die Bedingungen an der Westcoast erforschten und ein Lebensretter, der knapp hundert leben rettete, indem er Schiffbrüchige an Land brachte.
Auf dem Weg kamen wir in das eigentliche Dorf/Städtchen. Dort gab es dann ein Café, eine Kirche, ein Kino, einen Fotograf, eine Schule, eine Polizei, ein Krankenhaus und vieles mehr aus der Zeit vor über 100 Jahren. Wir kauften uns zunächst ein Obstsalat im Café und beobachteten draußen eine Hochzeit(also privat von heute) in der Kirche.
Danach gingen wir den Film "Tote erzählen keine Geschichten" im dorfeigenen Hologramm Kino gucken.Hier ging es um eine wahre Begebenheit, wo einer der die Wege durch den Busch abläuft und kontrolliert, überfallen wurde im Busch, die Räuber jedoch eigentlich seinen Kumpanen, der nicht mitgekommen war, wollten, und ihn dann trotzdem aus dem Grund des Filmtitels getötet haben.
Die Besichtigung der anderen Gebäude war ganz interessant, doch für den Preis hat uns das ganze nicht so vom Hocker gehauen.
Danach sind wir via Greymouth nach Punakaiki gefahren. Die Strecke war ein sehr schönes Stück Küste.
Weil wir noch ein bisschen Zeit hatten sind wir noch den Truman Track gegangen. Das ist ein kurzer Weg zu einen Aussichtspunkt, von dem man zu einem kleinen, feinen(dies bezieht sich nicht auf die Steine, die da umher lagen) Strand absteigen kann. Dort fällt ein kleiner Wasserfall frei eine eingebogene Klippe herunter und bei Ebbe kann man noch ein wenig weiter auf die Steine dort klettern.
Als die Flut und Sandflies kamen gingen wir wieder zurück und suchten uns einen Schlafplatz und aßen draußen bei Sonnenuntergang und Blick auf den Westcoastbusch in dem in dieser nördlichen Lage erstmals Nikau Palmen auftauchten Nudeln mit Käsesoße. Zurzeit wird es immer schon so früh dunkel, dass wir oft erst im Dunkeln ankommen, früher sind wir nie im Dunkeln gefahren und nun wird auch noch die Zeit umgestellt. Immerhin kriegen wir eine Stunde geschenkt und wir versuchen in der alten zeit zu bleiben also stehen eine Stunde früher auf und gehen eine Stunde früher ins Bett, um mehr vom Tag zu haben. Na ob das was wird.
Bei Hochwasser wollten wir bei den Pancake Rocks sein, das war halb 9. So schafften wir es also heute vor um 7 aufzustehen. Pünktlich zur Hightide konnten wir die Pancake Rocks bei wunderbaren Wetter bewundern. Leider aber nicht die für hier bekannten Wellen die durch die Blaslöcher in Fontänen hochgedrückt werden, wobei sogar die Erde beben soll. Auch wenn das ein bisschen schade war, war die Landschaft sehr beeindruckend.
Danach sind wir den Pororari River Canyon Weg gegangen, der wie der Name schon sagt am Fluss durch eine Schlucht führt. Dabei geht man durch den Busch der hier in der Gegend viele Palmen beheimatet und sehr exotisch wirkt. Ein wirklich schöner Weg.Außerdem ist uns noch ein Weka im wahrsten Sinne des Wortes vor die Linse gelaufen.
Danach sind wir gleich nach Westport durchgefahren und haben den Cave in der Nähe weggelassen, weil einfach zu gutes Wetter war. Dafür sind wir zum Cape Foulwind und haben dort die verrückte Landschaft erkundet.(das Steinkunstwerk haben wir gemacht)
Zuerst sind wir über einen normalen Strand gegangen bis es felsig wurde und der Untergrund wie versteinerte Wellen aussah. Dahinter kamen dann zwei Tunnel die nur bei niedrigem Wasser zu durchqueren sind.
Dahinter gab es dann wieder verrückte Steinlandschaften und Mini-Wasserfälle. Außerdem gab es wieder ganz viele Seesterne und von einem der Felsen konnte man richtig nass werden durch die starken Wellen die pufften und pafften wegen irgendwelchen Luftlöchern und Tunnel im Fels.
So hatten wir unsere Pancake Rocks doch noch ein bisschen. Weiter am Strand entlang ging es an steilen Klippen, die teilweise sehr fragil wirkten. Es gab einen riesigen Geröll/ Sandhaufen der frisch von ganz oben runter gefallen sein muss, da dort normalerweise Wasser ist bei Flut bei totaler Ebbe gingen wir dann noch ganz kurz eine Bucht weiter durch knöcheltiefes Wasser.
Alles wirkte sehr unberührt und wild, doch wir mussten schnell wieder zurück bevor das Wasser zu hoch wurde. Dann ging es den ganzen Weg zurück und wir entdeckten noch ein paar bunte Korallen oder Anemonen und große Krebse.
Zurück im Auto fühlten wir uns wie abends um 8 doch es war erst kurz vor 5. So gingen wir noch einkaufen und kauften lecker Fisch und Gemüsefinger, die wir später im Holiday Park aßen, wo wir die dritte Deutsche trafen, die nicht aus dem Süden kam. Echt verrückt wie wenig Norddeutsche hier sind. Junge Nordostdeutsche haben wir aber noch nicht getroffen nur jemand aus Berlin.
Am folgenden Tag wollten wir nach Karamea, das dead end der Westküstenstraße. Morgens regnete es noch, doch angekommen sahen wir zwar düstere Regenwolken, aber es kam nichts an. Um zu den Oparara Arches (Gewölbe/Bogen) zu kommen, mussten wir zunächst eine echt kurvige, hügelige und schlechte Sandstraße überwinden, was uns auf weniger als 20 km fast eine Stunde gekostet hat. Doch irgendwann sind wir angekommen und nach einem kurzen Weg bei den Oparara Arches die wirklich extrem groß waren und absolut nicht auf ein Foto zu kriegen. Sehr beeindruckend.
Durch das Gewölbe floss ein Fluss und an den Seiten gab es Stalagmiten/Stalaktiten. Danach gingen wir zu den Moria Gates (Morias Tore). Moria ist eine Zwergenstadt in Der Herr der Ringe, doch wurden die Moria Gates schon so benannt bevor der Film gedreht wurde. Der Weg hierher war etwas länger und man gelangte durch einen steilen Felstunnel bei dem man sich an einer in der Wand befestigten Kette festhielt in die Höhle durch der der Fluss ebenfalls floss. An den Seitenwänden gab es außerdem kleine Höhlen, die man erkunden konnte und am Uferrand aßen wir ein spätes Mittag.

Danach kletterten wir wieder zurück und gingen den Rundweg über die Höhle,vorbei an einem Mirror Lake (Spiegelsee), an dem wir noch ein wenig verweilten um den merkwürdigen Vogelgesängen von letztens, die wie sich heraus stellte der Tui von sich gibt, wieder zurück zum Parkplatz.
Ein kleines Stück weiter ging es noch zu zwei Höhlen den Crazy Pave Cave und dem Box Canyon Cave. Der erstere hat seinen Namen durch seinen wie zersplitterten Boden. Der zweite ist wesentlich größer gewesen und war ziemlich unheimlich,weil wir diese riesige Halle nicht mit unseren Kopflampen ausleuchten konnten.
Eigentlich wollten wir noch weiter zum Höhlenrundweg, doch es war schon ziemlich spät und die Sonne geht einfach verflixt früh unter. Wir fuhren die fürchterliche Gravelroad zurück und sahen noch ein paar wilde Bergziegen, die von uns aufgescheucht die Klippe runtersprangen. Zurück auf der Hauptstraße zum DOC Platz in der Nähe. Dort hörten wir ein neues Geräusch vorne links, besonders wenn wir lenkten, an unserem Auto. Jetzt noch irgendwo hinzufahren hatte aber keinen Zweck und so fuhren wir weiter. Zum Campingplatz, wo wir unseren letzten Südinselsonnenuntergang über dem Meer betrachteten.


Am nächsten Tag ging David gleich morgens noch ein Stück vom Heaphy Track, dem längsten der "Great Walks" durch den größten Nationalpark Neuseelands. Hier gab es sehr sehr viele Nikau(palmen).
Danach fuhren wir los zu den Höhlen. Der Hinweg dauerte länger als gedacht doch ging relativ einfach. Der eigentliche Loop war wesentlich schwieriger hoch und runter über Wurzeln und durch Matsch. Zunächst kam man an eine kleine Höhle in die man kurz runtergehen konnte. Dann ging es durch eine Höhle mit Wasserfall und Glühwürmchen, wo wir ein Dinner in the Dark machten, also im dunkeln aßen.
. Beim Ausgang des Tracks merkten wir jedoch das unsere Kameratasche fehlte. Also ging David nochmal zurück und suchte im Cave, doch fand er nichts. Schön doof. Wir gingen den Rundweg zu Ende und passierten eine weitere Höhle, die ziemlich groß war und ziemlich gruselige Geräusche machte sodass wir wieder umkehrten. Am Ende trennten wir uns, David wollte nochmal nach der Tasche suchen und ich ging vor um einen Eintrag in das Gäste Buch zu schreiben, dass wir unsere Kameratasche verloren hatten. Doch eine halbe Stunde später traf ein kaputter, aber zufriedener David ein mit der Kameratasche ein, puh. Der ganze Spaß hatte uns aber wesentlich mehr Zeit und Kraft geraubt als gedacht und so beschlossen wir gleich zum Campground zu fahren und nicht mehr zu wandern.
Unsere Bleibe in Seddonville war die günstigste, die wir je hatten mit heißen Duschen, Aufenthaltsraum mit TV und Büchern und einer voll ausgestatteten Küche MIT Ofen, besser gesagt Öfen, was viele teure Holiday Parks nicht haben. So konnten wir sogar unser Brot backen und machten Nudeln mit Ei und spielten scrabble. Dummerweise regnete es am nächsten Morgen und wir ärgerten uns nicht gestern schon den Charming Creek Walkway gegangen zu sein. Doch seit dem Kepler Track sind wir ja gut ausgerüstet mit Regenhosen etc. Doch vermissen wir zunehmend meinen Regenschirm, den Papa aus Versehen nach Hause geschmuggelt hatte.
Doch merkte ich beim aufräumen, dass meine Kette fehlte. Auch weiteres aufräumen brachte nichts und im und um den Campingplatz war nichts. Da ich sie auf der Fahrt zum Campingplatz definitiv noch hatte, war die einzige Möglichkeit, dass sie beim Pub im Ort war, wo wir für den Holiday park bezahlt hatten. Als sie dort aber auch nicht war, war ich ziemlich verzweifelt. Gerade mal eine Woche hatte ich sie. Und sie war ja nicht nur teuer sondern auch selbstgemacht. Wir machten aber wieder Vermisstenanzeigen mit einer Skizze des Anhängers und ließen sie beim Pub und beim Platz und fragten die Leute. David und ein Mann guckten nochmal dort, wo wir das erste mal angehalten hatten und siehe da fand der Mann meine Kette. Sehr sehr glücklich zogen wir los zum Charming Creek auf den ehemaligen Schienen der Kohlebahn an steilen Klippen und durch Tunnel. Von den historischen Minenplätzen einer der besten, außerdem gab es noch einen großen Wasserfall und viele Informationen. Doch mit Regen ist es draußen einfach nicht so spaßig.
Nach der Wanderung fuhren wir zurück nach Westport in eine Werkstatt. Der Mechaniker war super nett. Obwohl er viel zu tun hatte, durften wir schnell reinfahren. Er stemmte unser Auto hoch, baute unser Rad ab , kroch hinein und erklärte uns, dass es kein Stein oder sowas in den Bremsen ist, dass aber unser Radlager dahin ist und der unbedingt schnellstmöglich ausgetauscht werden muss. Er hatte aber kein Ersatzteil da und schickte uns weiter nach Nelson evtl. Murchison oder Motueka und nahm kein Geld. Puh. Nachdem wir uns bei Subway von dem Schreck erholt hatten, fuhren wir nach Murchison in die Werkstatt 5 Minuten vor Ladenschluss. Ein Glück, denn so konnte er das benötigte Radlager noch ordern und wir konnten am nächsten Tag um 10 unser Wagen abgeben. Da wir ja nun wussten, dass wir nicht noch den ganzen weg nach Nelson mussten fuhren wir noch zu den Maruia Falls, die eigentlich gigantisch sein soll, doch durch den insgesamt extrem niedrigen Niederschlag in diesem Sommer/Herbst konnte auch ein Tag Regen nichts an dem eher kleinen Wasserfall ändern. Das eigentlich interessante an diesem ist seine Geschichte: vor 100 Jahren existierte dieser Wasserfall noch gar nicht. Erst nach einem Erdbeben 1929 blockierte ein Erdrutsch den Fluss zu dem der Wasserfall gehört und änderte seine Fließrichtung. Diese passiert eine Koppel auf der die Erde des neuen Flussbettes abgetragen wurde, sodass ein Wasserfall zum Vorschein kam, wie er schon millionen Jahre früher existiert hatte.
Zum Abend wollten wir in die andere Richtung auf einen DOC Platz. An der Kreuzung angekommen suchten und suchten wir alles ab, doch außer einem Klo, wo man aber nicht stehen konnte fanden wir nichts. Wir suchten ewig in alle Richtungen bis wir total entnervt zurück fuhren und bei einem ominösen Motel einen Stellplatz bezahlten. Es gab wieder Watties Spaghetti auf Brot und dann ging's ins Bett.
Bevor wir am nächsten Tag unser Auto in die Werkstatt brachten gingen wir noch in ein paar Läden unter anderem einem extrem teurem Second Hand Shop. Während unser Auto dann in der Werkstatt war, gingen wir in ein Café gegenüber und planten die Golden Bay, Abel Tasman national Park und Nelson. Kurz nach 1 war unser Van dann fertig. Nachdem wir den heftigen Preis bezahlt haben, fuhren wir nach Nelson, machten vorher noch einen Umweg in den Nelson Lakes National Park. Dafür mussten wir an der Stelle abbiegen, wo auch der DOC Platz war. Wir fuhren und fuhren und plötzlich hörte die Straße auf und wir kamen an einen See mit schwarzen Schwänen. So sollte es aber nicht sein und da merkten wir dass wir natürlich an der falschen Kreuzung, eine zu früh, gesucht hatten. Hach, trotzdem machten wir dort eine kurze Rast und fuhren dann zum richtigen Nelson Lakes National Park, wo wir einen kleinen Spaziergang machten und erfuhren, dass es hier so viele deutsche Wespen, die in der Zeit des 2. Weltkrieges ins Land kamen, gibt , dass diese schon anfänden Insekten und Vögel zu knabbern. Gruselig.
Dann fuhren wir zur iSite in Nelson, die aber schon zu war. Auf dem erstem Campingplatz gab es aber mal wieder keinen Ofen so fuhren wir zum nächsten. Am Morgen backten wir dann unser Brot. Eigentlich sollte es heute regnen, doch die Sonne schien und es regnete den ganzen Tag nicht einen Tropfen. Darauf waren wir gar nicht eingestellt, da wir planen mussten und einkaufen und in die Bibliothek. So sind wir erstmal zur iSite und beim DOC, sind danach durch die Innenstadt geschlendert und haben Saiten für Davids Gitarre und Apfel für 99ct pro Kilo gekauft, haben uns die Christ Church und den Queenspark angeguckt, waren im Museum zu einer Rom-Austellung und danach noch in der Bibliothek.
In der Ausstellung ging es im speziellen um die Meisterleistungen der Ingenieure im Antiken Rom. Zum einen lief ein Film dazu und zum anderen waren nachgebaute Geräte zu sehen. Außerdem ein wenig über die Kriegskunst und bemerkenswerte Persönlichkeiten(auf dem Foto Cicero und David). Zum Abendbrot haben wir uns noch Hack für Spaghetti bolognese gekauft und diese dann abends auf einem super billigem camping Platz gemacht.
Am nächsten morgen sind wir dann zum Wochenmarkt in Nelson gefahren und haben extrem viel Obst und Gemüse gekauft und eine Kiste, um alles verstauen zu können. Dach sind wir dann zum Pack'n'Save für unseren Großeinkauf. Nachdem wir alles verpackt hatten, fing es dann an zu regnen und es regnete die ganze Fahrt nach Motueka und dort bis zum nächsten Morgen. Wir machten es uns aber im TV Raum gemütlich und danach gingen wir in die Küche um Kartoffelpuffer und Apfelmus zu machen. Wir begonnen als erste mit unserem Abendmahl und waren auch die letzten in der Küche. Was für eine Arbeit, aber lecker.


Größere Kartenansicht

Freitag, 5. April 2013

Heiß und Eis

Summary: After we made a lookout walk on the Iron Mountain, we left Wanaka and arrived at Fox glacier village. On the way we made some stops at waterfalls. Near the glacier was a track in the Southern Alps to some natural hot pools. When we were back at Fox we took part at a guided Tour on the glacier. Pretty awesome place. The next days we relaxed, because it was raining. When the rain stoped we made some tracks to the glaciers, Fox and Franz Josef. Then we drove to Okarito, where we rented a kayak and explored the Okarito Lagoon and made a nice walk with bush, bridge and beach. After Okarito we stoped at Hokitika and visited Hokitika Gorge, Dorothy Falls and Lake Kaniere. We viewed also the sunset at the sunset point in Hokitika and ate delicious pizza at fat pipi pizzas, yum. Because the weather forecast for the westcoast was bad, we went to Athur's Pass (we made some walks, but the cave stream was awesome!) and Hanmer Springs, where we celebrated easter and spent a nice day at a lonely lake. Then we drove back to the westcoast to Greymouth via Reefton.


Bevor wir Wanaka verließen gingen wir zunächst noch einkaufen und in ein Recycling Laden und kauften neue Tassen, da unsere kaputt gegangen war, ein Schneidemesser und ein Toaster. Danach bestiegen wir den Iron Mt, ein Hügel, der wesentlich niedlicher ist als sich der Name anhört, von dem man aber eine gute Sicht auf Wanaka und Puzzling World, dort waren wir während unseres letzten Wanakabesuches waren, hat. Man hatte einen schönen Rundumblick.

Danach suchten wir noch nach einer Mütze für David, es wird ja hier auch immer kälter, bevor es dann losging Richtung Westküste. In der Nähe vom Haast Pass übernachteten wir auf einem DOC Platz. Vorher hielten wir noch beim Blue Pools Walk. Dort gelangte man zu sehr sehr blauen Gewässern, viel spannender war aber ein Platz daneben der komplett mit Steintürmen übersät war, die Leute bauen, wenn sie dort waren. Die Fantail Falls und der Thunder Creek Fall sparten wir uns für die nächsten Tag auf, da es schon spät war.
 Das war also am nächsten Tag unser erstes Ziel. Zunächst den Thunder Creek, ein großer schöner Wasserfall, dann die Fantail Falls. Auch ganz nett und gut zum rumklettern wie David ausgiebig herausfand. So kletterte er mit meinen Wasserschuhen in der Tasche bis ganz oben und kam mit einem Schuh weniger wieder. Deshalb suchte er bis oben noch einmal alles ab, um dann festzustellen, dass er den vermissten Gegenstand vor dem Wasserfall verloren hatte.
Dann schlüpfte ich in die Wasserschuhe, denn wir wollten zu einem Chasm (Einer Kluft) 200 Meter flussaufwärts. Dafür musste man öfter durch eisiges Wasser und an ziemlich unfesten Stein- und Geröllhaufen oder steilen Felswänden entlang durch eine riesige Schlucht klettern. Dadurch war das ganze aber schon ziemlich abenteuerlich, doch hat es sich wirklich gelohnt. Am Ende erwartete uns eine Verengung der Schlucht, dadurch aber nicht weniger spektakulär nur besser ins Auge zu fassen. Hinunter stürzte eine riesige Menge Wasser an einem riesigem Stein der in der Spalte festgeklemmt war vorbei.
Weiter ging's mit Wasserfällen mit den Roaring Billy Falls, an die man aber nicht wirklich dicht herankam, wo wir nur Steine übers Wasser hüpfen übten.
 Gegen Mittag fuhren wir nach Haast und aßen Whitebait eine Spezialität für diese Region. Whitebait sind kleine Jungfische in Rührei oder Kartoffelpuffer. Auf der Strecke zum Fox Glacier hielten wir noch an zwei sehr schönen Aussichtspunkten und wanderten zum Monro Beach. Wunderschöne Orte, doch war es nie lange auszuhalten durch Millionen von Sandflies.

Außerdem begrüßte uns die Westcoast mit einem heftigem Schauer und mit noch heftigeren Regenbögen.
Außerdem sieht es hier auch nicht mehr herbstlich aus, sondern schön grün. Im Dunkeln kamen wir in Fox Glacier Village an und gingen auch gleich schlafen, da wir am nächsten Tag den Welcome/Copland Track gehen wollten.
 Dieser dauert zwei Tage, 7 Stunden zur Welcome Flat Hut und zurück. Die Hauptattraktion des Tracks sind die natürlichen heißen Quellen direkt neben der Hütte. Der Weg verläuft die ganze Zeit entlang des Copland Rivers. So überquert man von Anfang an ständig seine Millionen Zuflüssen je nach Größe mit großen Schritten, Rock-Hopping (Stein-Hüpfen) oder mit schwindelerregenden Hängebrücken. Auf und ab oder auf Steinen kletternd/wandernd geht es überwiegend durch den Busch, aber auch am Rand des Flusses entlang. Auffallend waren hier auch wieder die vielen Vögel, die teilweise einfach ein Stück immer mit uns mitgeflogen sind. Eine Wood Pigeon hat uns bei unserer ersten Rast, aber einen ganz schönen Schreck eingejagt. Sie hat sich scheinbar aber noch viel mehr erschreckt und hat gleich mal einen fahren gelassen.
6 1/2 Stunden gehen waren doch ziemlich anstrengend, aber sowohl Schweiß als auch Vogelscheiß konnten wir ja zum Glück in den Hot Pools abwaschen. Dorthin gingen wir auch gleich nachdem wir uns umgezogen, gegessen und den Safety Talk hinter uns gebracht hatten und guckten uns den Sonnenuntergang in den blauen Pools eingebettet in riesige Berge an. Das war echt ziemlich toll. Wir blieben noch lange nach Einbruch der Dunkelheit. Leider waren keine Sterne zu sehen, aber kalt konnte einem nicht werden. Im Gegenteil oft war uns viel zu warm, obwohl wir noch im kalten Pool waren, also dem letzen von dreien die zwischen 40 und 60°C heiß sind.
 Am nächsten Tag ging es den ganzen Weg dann wieder zurück. Am Ende fing es dann tatsächlich auch noch ein bisschen an zu regnen, hörte zum Glück aber bald auf. Obwohl es zurück ein bisschen schneller gehen soll, ließ das Ende sehr auf sich warten. Trotzdem genossen wir noch einmal die Blicke auf die heute nicht ganz so wolkenverhangenen Gipfel der Südalpen.
Zurück am Auto fuhren wir nochmal zum Maori Beach. Dort waren wir vor 2 Tagen schon einmal gewesen, doch war es dort nass und spät gewesen. Am Maori Beach hinterlassen viele Touristen Namen, Datum und Sprüche auf weißen Steinen, die man dort findet, als Andenken und häufen sie oder bauen Skulpturen mit den Steinen und dem vielen Treibholz.
Als wir wieder zurück in Fox Glacier Village waren, mussten wir noch einkaufen, Wäsche machen und aufräumen bevor wir ins Bett fallen konnten. Denn am nächsten Tag mussten wir wieder früh raus, da wir eine Gletscherwanderung machen wollten. Sechs bis sieben Stunden sollte das ganze dauern. Zunächst wurden wir ausgerüstet mit Boots, Wollsocken und Spikes zum unterschnallen und wer brauchte noch warme Sachen, Regenjacke oder Rucksack. Dann ging ein ganzer Bus voll Leute in den Nationalpark. Zum Glück wurden wir noch in zwei Gruppen geteilt, die trotzdem noch ziemlich groß waren. Ich folgte zielstrebig der asiatischen, da ich etwas Bedenken hatte mit meinen kurzen Beinen Schritt halten zu können, da die Tour für Leute mit guter Fitness ausgelegt ist. Das Tempo war auf jeden Fall sehr angenehm. Zuerst ging es durch einen extra angelegten Weg durch den Busch, an 'Abhängen' entlang bei denen man sich an Ketten festhalten musste, was wir ein bisschen affig fanden, da der Weg breit genug war und wir beim Welcome Track oder Kepler Track schon ganz andere Abhänge langgegangen sind. Auch sonst war die Buschwanderung für uns nicht so aufregend
Doch die Hauptsache kam ja erst noch kurz vor dem Gletscher bekamen wir noch Wanderstöcke und wir legten unsere Spikes an. Dann ging es eine Holz/Sand/Stein-Treppe runter und eine Eis-Treppe wieder hoch und da waren wir auf dem Gletscher. Das gehen mit den Spikes war zwar etwas ungewohnt aber man gewohnte sich schnell an sie.
 Erstmal ging es bergauf während unser Guide stets mit einer Spitzhacke Wege freibahnte und Treppen ins Eis schlug. Erstes Ziel war eine Windgeschützte Stelle für's Mittag.
Da gibt es nämlich keine dafür vorgesehen Stellen, obwohl die Tour mehrmals täglich gemacht wird, da sich der Gletscher jeden Tag verändert. 2 m schmelzen in 2 Wochen. Dass die Umgebung ständig in Bewegung ist, hat man auch öfters gemerkt, so sind mehrmals Steine von nahegelegenen Abhängen auf den Gletscher gerauscht oder vom Lookoutpoint konnte man sehen wie ein ganzes Stück Eis von der Front der Gletschers abgebrochen und in den Fluss geplatscht ist.
Als sich alle gestärkt hatten, wurde uns noch fix erklärt wie man am besten steile Stellen hoch und runter geht und als nächstes ging es zu einer Art Eisgrube mit Tor durch das man hinein in die Grube gehen konnte. Dann ging es weiter und weiter hoch zwischen riesigen Eisspitzen und -türmen oder durch große Eisspalten hindurch. Das war schon sehr spektakulär. Wir haben bis jetzt ja zwei weiter Gletscherfahrungen gemacht. Die Kajaktour beim Tasman Glacier war ganz nett, die Sicht auf den Rob Roy Glacier bei Wanaka war echt toll mit den vielen Wasserfällen, aber durch den Gletscher durchzuwandern ist echt nochmal viel besser. Das war wirklich ziemlich genial.
Die Tour ging bis zu einem Punkt an dem der Gletscher mit einer Klippe 200m in die Höhe geht und man nicht mehr weiter gehen kann. Zurück geht es nochmal auf der anderen Seite des Gletschers wieder mit Eislöchern und -seen gucken. Leider war es ein klein wenig zu sehr touristisch, weil David gerne mehr rumgeklettert wär, aber nicht durfte.
Als wir wieder auf sandigem Boden standen fing es auch ziemlich bald an zu nieseln und hörte auch nicht mehr auf bis wir zurück zum Bus und wieder im Ort waren.
Von dort aus fuhren wir zum Gillespies Beach, wo man auch übernachten kann. Das Wetter blieb uns trotz schlechter Vorhersage gesonnen, sodass wir im Sonnenuntergang draußen kochen konnten. Da dieser sehr voll war, sah es nachts, als die ganzen Zelte und Autos leuchteten, aus, wie eine kleine Stadt.

Über Nacht fing es dann an zu regnen und hörte den ganzen Tag nicht mehr auf. So schliefen wir erstmal aus und fuhren dann zum Franz Josef Glacier, der große & teurere Nachbar vom Fox, auf den Holidaypark.
Auch am nächsten Tag gab es kein Wolkenloch. Den Vormittag verbrachten wir damit ein Holiday Park zu finden der einen Ofen hat, wurden beim letzten und teuersten dann fündig. 5 Sterne und ein Klapperkasten von Ofen, scheinbar der einzige im Ort. Das wird ein teures Brot. So warten wir jetzt erstmal an einem der regnerischsten Orte der Welt auf besseres Wetter. Eigentlich wollten wir noch zu den mit Gletscherwasser gespeisten Hot Pools und ins Kiwi(Vögel) Centre, aber das haben wir uns gespart und dafür im Holidaypark eigenen Spa gespat. Außerdem hat noch jemand sich für 2 Dollar ne DVD ausgeliehen, die wir mitgucken.
Über Nacht hörte es dann tatsächlich auf zu regnen und wir konnten am nächsten Tag wieder losziehen. Als erstes ging es zum Lake Matheson beim Fox Glacier. Um den See führt ein Rundweg mit verschiedenen Aussichtspunkten. Das besondere ist, dass es oft sehr still ist und sich so Mt Cook, Mt Tasman und Mt. Fox darin spiegeln. Außerdem gibt es viele Takahe und große Aale dort. Einen haben wir sogar entdeckt, der sich durch Pflanzen schlängelte und interessiert an eine im Wasser hängenden Wespe stupste. Wann bekommt man schonmal einen Aal und eine Wespe auf ein Foto? Während alle anderen aufgeregt ein und dasselbe Bild von dem See und Mt. Fox, die beiden großen Berge waren wolkenverdeckt, schießen ohne den Aal auch nur zu bemerken.
 Im Anschluss fuhren wir nochmal zu einen Aussichtspunkt von dem man normalerweise die Berge sieht doch hüllten sie sich wieder in große Wolken. Ohne Wolken werden wir sie wohl nicht mehr sehen.
Dann gingen wir noch den Chalet Track zu einem Aussichtspunkt, bei dem man über den Regenwald hinweg den Fox Gletscher sieht, was sehr besonders ist, da es nicht viele Orte auf der Welt gibt an denen Gletscher auf Regenwald trifft.
Nachdem wir den Fox Gletscher dann abgehakt hatten, ging's zum Franz Josef Glacier, der, wie wir fanden, aber nicht so schön ist wie der Fox. Er ist zwar größer, aber auch schlechter zu erreichen. Gletscherwanderungen wie wir sie auf dem Fox gemacht haben gehen nur mit Hilfe von Helicoptern, die einen auf den Gletscher bringen. Auch kommt man ohne Führung nicht wirklich dicht an ihn heran. Dafür hat der Weg zum Gletscher ein paar schöne Wasserfälle zu bieten.
Nach den Gletschern fuhren wir nach Okarito und wollten dort einen Weg gehen der auch nochmal eine schöne Sicht auf Mt Cook und Tasman bieten soll, unsere letzte Chance die beiden ohne Wolken zu sehen. Zuerst geht es am Strand lang, der nur bei Ebbe begehbar ist. Wir gingen und gingen, sahen aber kein Ende und das Wasser war wild und schien immer dichter zu kommen. Dummerweise hatten wir beide Zweifel, die sich dann summierten als wir uns über sie austauschten. Also beschlossen wir da wir müde und nicht mehr so gut drauf waren, am nächsten Tag zu gehen und kehrten um.
Auf dem Camping Platz der Gemeinde, der wie ein DOC Platz funktioniert, man also Geld mit seinen Daten in ein Umschlag steckt und ein Zettel ans Auto hängt wer man ist, übernachteten wir. Nur war der Platz, obwohl er billig war, sehr viel besser ausgestattet mit Küche, Strom und Duschen. Außerdem gab es einen kleinen Sitzbereich mit Flyern, wo wir einen Kanuverleih im Ort entdeckten. Okarito ist nämlich eigentlich für seine Lagunen bekannt in denen man auch kayaken kann. Da man vorher buchen sollte, fuhren wir am nächsten Tag zunächst dorthin um zu fragen wir es aussieht, bevor wir den Track gehen wollten. Der Mann dort sagte aber dass die Zeit gerade perfekt ist weil noch keine Ebbe ist und die Strömungen günstig sind. So packten wir schnell unsere Sachen und bekamen danach noch ein paar Informationen und Tipps. Wir machten eine 2 Stunden Tour durch die Lagune. Dabei fährt man von der Mündung ins Meer weg durch makierte "Ströme" in der Lagune, die tief genug für das Kayak sind, in verschiedene Abzweige unter einer Brücke durch in den Wald und über eine Abkürzung durch das Gras(also trotdem im Wasser) wieder zurück. Dabei kommt man an verschiedenen Makierungen vorbei zu denen man Informationen aus einen Heft bekommt, das man neben der Karte, einen Vogel- und einem Pflanzenführer mit an Bord hat. Das Wasser hat sich dabei je näher man ins Zentrum der Lagune kam röter gefärbt. Trotzdem war es ganz rein, die Farbe kömmt durch die umliegende Vegetation. FYI: Das hellblaue Wasser, was wir scho oft bewundern durften, kommt durch Mineralien von den Bergen.
 In der Lagune leben viele seltene oder typische Vögel, aber auch Aale die bis zu 25kg schwer werden. Von denen haben wir zum Glück keine gesehen. Auch Vögel ließen sich zunächst kaum blicken, also fuhren wir erstmal unter der Brücke hindurch und befolgen den Rat des Mannes einfach mal ruhig im Wasser zwischen den urigen Bäumen zu warten und verbanden das mit einem Picknick. Außer ein paar kleinen Vögeln ließ sich aber nicht blicken, so beschlossen wir uns auf den Rückweg zu machen. Vorher machten wir noch einen Schlenker in einen weiteren Abzweig der Lagune und entdeckten tatsächlich ein Paar schwarze Schwäne, denen wir dann langsam hinterher fuhren, während sie echt verrückte Geräusche machten. Nachdem es ihnen zu bunt mit uns wurde und sie quakend davon flogen, folgten wir anderen verrückten Geräuschen näher an den Busch und sahen ein Paar Paradise Ducks, die wir zwar schon oft gesehen, aber nie gehört hatten, und wir sie auch noch aufscheuchten. Erheitert fuhren wir zurück und sahen dann noch einen White Heron der eigentlich total typisch für diese Lagune ist. David hat sogar einen Pukeko oder Tekahe gesehen und danach ließen sich auch noch andere Vögel und ein paar Shags blicken. Echt eine schöne Tour bei herrlichem Wetter. Fast eine Stunde später als die geplanten 2 Stunden kamen wir zurück und bekamen noch ein freien Tee in dem kleine Café im Kayakverleih.
Danach aßen wir noch Mittag und machten uns auf zum Three Miles Lagoon Track. Wir gingen zuerst den anstrengenderen Teil, den man bei Hochwasser geht. Dabei geht es ziemlich hoch, da man auf der Klippe entlang geht. Man hatte aber oft schöne Sicht aufs Meer. Am Ende erreicht man dann eine Brücke von der man eine perfekte Sicht auf die Berge haben soll - wenn nicht mal wieder eine Riesenwolke davor hängt und man die Berge nicht mal erahnen kann. Trotzdem war der Track sehr schön und da inzwischen Ebbe war, konnten wir den einfachen und schönen Weg am Strand lang gehen.
Am Auto angekommen ist uns einmal mehr aufgefallen, was wir für Wanderer geworden sind, da die Strecke rund 10 km lang war und wir uns noch an Zeiten erinnern können, wo wir uns gedacht haben: puh heute ganze 10 km gelaufen.
An dem Abend wollten wir auch noch nach Hokitika. Wir hatten leider vergessen, dass auch die Tankstellen an einer absoluten Touri Straße, die aber auch die einzige Diesseits der Berge ist, um 5 zumachen, doch sind wir doch noch langsam gerade so bis Hokitika gerollt. Nachdem wir getankt hatten und noch einen offenen Laden gefunden hatten, fuhren wir zum holiday Park und kochten eine Abwandlung von Spaghetti Carbonara mit Ei.
Am nächsten Morgen entdeckten wir nachdem es zwei Tage durchgeregnet hatte und es zwei Tage sehr warm gewesen war Schimmel an unseren Fenstern. Schön eklig. Daraufhin fuhren wir erstmal los und kaufen Schimmelentferner und wendeten ihn gleich an. Das Zeug raubte mir im wahrsten Sinne den Atem und entfärbte den Stoff der mit ihn in Berührung kam, aber es scheint zu wirken. Danach sind wir dann zum Hokitika Gorge gefahren. Eine Schlucht mit einer Brücke drüber, die aber mehr für das super super blaue Wasser bekannt ist. Leider schlagen einen die Sandflies dort aber schnell in die Flucht.
Danach sind wir dann noch zu den Dorothy Falls gefahren, an denen man auf einem mehr oder eher weniger Pfad hochklettern kann zu einen Pool weiter oben. Dort haben wir dann gegessen und David hat noch ein bisschen den Fuß eingestippt.
Später sind wir dann noch zum Lake Kaniere, den man von oben sehen konnte. Ein sehr lauschiges Plätzchen bei untergehender Sonne.
Den Sonnenuntergang wollten wir aber eigentlich vom Sunset Point in Hokitika aus sehen. Also fuhren wir schnell zurück und sahen die Sonne gerade so noch bevor sie hinter einer Wolke verschwand und unterging.
Dann spazierten wir noch ein bisschen am Strand und gingen bei Fat Pips Pizza eine große Pizza zur Hälfte Aloha! zur anderen Amigo, also quasi eine Aloha Amigo! Pizza, essen, die auch echt lecker war.
Dann fuhren wir auf einen DOC Platz und stellten am nächsten Tag fest, dass wir ganz vergessen hatten uns die Glühwürmchen bei Hokitika anzusehen. Wir wollten heute in die Library, da es regnen sollte und danach nach Athur's Pass Richtung Osten um dem Regen zu entfliehen. Die Bibliothek hatte aber zu, weil Karfreitag war und obwohl es als wir aus Hokitika raus waren merklich sonniger wurden, lagen Richtung Arthurs Pass tiefe Wolken, obwohl der Wetterbericht gutes Wetter angesagt hatte. Wir wollten aber unbedingt nochmal zum Cave Stream (waren dort ganz an Anfang unserer Reise, dort waren aber die Bedingungen nicht so gut gewesen), so fuhren wir weiter. Als erstes wollten wir einen Track zu einem Schneefeld gehen. Die Hälfte des Weges ist makiert, die andere nicht. Sie geht durch eine Schlucht mit Lawinen und Felssturz Gefahr. Wir wussten nicht genau, wo Weg lang geht und wie weit es noch ist bzw. wie gefährlich es ist, da es nun doch stärker angefangen hatte zu nieseln, was die Steine auf denen man langkletterte auch sehr glitschig machte, sodass wir irgendwann nass und um einige blaue Flecken reicher umkehrten und uns Tee, Brühe und Pancakes zum Aufwärmen machten
Zum Glück hatte es am nächsten Tag aufgehört zu regnen und wir fuhren zu einem Track von dem man eine gute Aussicht haben sollte, gingen ihn aber nur ein Stück hoch.
Dann krabbelte David noch zu dem Halpins Wasserfall, welcher sehr "off-the-beaten-track" sein sollte. Das war er auch auf jeden Fall. Der Weg dorthin führte David ein Flussbett hinauf. Der Weg war schon recht schlön, aber der Wasserfalll toppte nochmal alles. Umgeben von Schluchten fiel das Wasser 70m hinunter, in die Richtung die der Wind gerade vorgab.
Der Meinung dieses mal für den Cave Stream sehr gut vorbereitet und gerüstet zu sein und nahmen glatt den falschen Weg vom Parkplatz und waren fest der Überzeugung, dass sie wohl den Verlauf des Weges geändert haben und wir uns verliefen. Irgendwann kamen wir dann aber drauf, dass wir den falschen Abzweig genommen haben und eilten schnell zum Eingang des Cave Stream. Schon bei der Überquerung des Flusses vor dem Eingang merkten wir, dass das Wasser deutlich wärmer war, als damals und auch ein bisschen flacher. Für den ersten und tiefsten Pool hatten wir uns überlegt, dass ich ihn auf Davids Schultern überquere. (Das letzte mal konnte David kaum noch stehen, dieses mal ging es aber 'nur' bis zur Brust.) so kam ich also ziemlich trocken durch den ersten Pool.
 Weiter ging's flussaufwärts durch zwischen knöchel- bis knietiefes Wasser watend durch die Kalksteinhöhle. Es gab einige Abzweige in die man klettern konnte und mehrere Pools. Durch die ersten kam ich kletternd und an den Seiten abstemmend auch noch halbwegs trocken, aber irgendwann wurde ich dann doch nass bis zum Bauch, weil die Pools zu tief waren und keine flachen Stellen an der Seite mehr waren. Das war aber war nicht so schlimm, da das Wasser relativ warm war. Teilweise war es zwar schon ziemlich schwierig vor allem wenn man versuchte möglichst trocken zu bleiben z.B. bei Einengungen, wo das Wasser mit aller Wucht rausfließt und man selber entgegen der Richtung des Wassers muss. Der Cave Stream war wirklich cool, sehr schöne Kalksteinaushöhlungen und unten das klare Wasser mit den glatten Steinen drin. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt nochmal zurück zu kommen. Optisch ist der Cave Stream auf jeden Fall schöner und reiner als der Clifden Cave, aber dafür gabs keine
Glühwürmchen. Zum Ende gab es nochmal einen tiefen Pool, wo einem viel Wasser entgegen kam, bevor man die Leiter hochklettern konnte und kriechend/watschelnd an die Öffnung des Ausgangs kam. Netterweise war es draußen sehr warm, sodass wir schon auf dem Weg zum Auto gut trockneten. Übrigens hatten wir dieses mal die wasserfeste Kamera nicht vergessen.
Auf der Weiterfahrt hielten wir noch in Springfield und aßen endlich mal herzhafte Pies, was in Neuseeland häufig gegessen wird. Mein Ding ist es eher nicht so, aber David hat's geschmeckt. Dann ging es weiter nach Rangiora, dort hatte google Maps den nächsten Countdown (Supermarkt) geortet. Wir wollten nämlich noch Ostereinkäufe tätigen. Spät kamen wir dann wieder los, um in Hanmer Springs gerade so noch einen Platz auf einem Camping Platz zu ergattern der eigentlich restlos voll war, so wie alles in Hanmer, und wir neben der Rezeption unter einen Baum stehen konnten. Doch blöderweise war der Ofen kaputt, obwohl wir heute das Brot backen mussten und eigentlich auch noch Plätzchen backen wollten am nächsten Tag.
Am nächsten Tag gab es dann aber ein Superfrühstück mit heißer Schokolade, Eiern, Muffins, frisches iabatta und Gebäck vom Bäcker (der glücklicherweise auf hatte), Joghurt, Cornflakes und frisches Obst und natürlich Schoko-Ostereiern. Doch gerade als wir alles draußen aufgebaut hatten,
fing es an zu regnen, sodass wir alles schnell wieder in den Wagen stellen mussten. Geschmeckt hat es aber auch drinnen. Später machten wir noch unsere Wäsche und wollten Kuchen machen mit fertigen Obstboden. Als ich alles dafür holen wollte, entdeckte ich jedoch Mäuseköttel in unserer Vorratsbox. Damit bestätigte sich unser Verdacht, dass wir neuerdings einen weiteren Mitbewohner haben, der extrem auf Käsenudeln und Käsesoße steht. Das hieß alles ausräumen, säubern und umräumen in eine andere Kiste die kein Loch hat, da uns neulich erst eine Ecke abgebrochen war. Da wir vor kurzem schon einmal alles durchsucht hatten und sie im Wohnraum eigentlich nicht hausen kann, verdächtigten wir ein Loch im Boden durch das Kabel und Schläuche zu unserer Bettheizung gehen. Als wir es später nochmal untersuchten, sah ich sie sogar dort. Also stopften wir erstmal das Loch zu und tape-ten es fest. Nun hoffen wir zum einen, dass es das richtige Loch war und zum anderen, dass es einen weiteren Ausgang gibt und sie uns dort nicht verfault. Wir haben zur Sicherheit aber am nächsten Tag noch eine Mäusefalle gekauft. So langsam könnte man glauben uns ereilen hier eine Art biblische Plagen: die Maus, die Sandflys, der Regen,der Schimmel, keine Öfen(neuerdings finden wir viele Campingplätze ohne Ofen, weshalb wir das Brotmachen immer verschieben müssen): Hoffen wir, dass nicht noch mehr dazu kommen. Während unserer Säuberungsaktionen musste ich aber auch noch feststellen, dass der ganze Camping Platz voller Birken stand, die normalerweise in Neuseeland nicht wachsen und der Platz eigentlich Pines Holiday Park hieß (also Kiefern Holiday Park) und ich überall rote Quaddeln, zugeschwollene Augen und eine laufende Nase bekam. Naja den Kuchen haben wir aber noch fertig gemacht mit Vanillepudding und Ananas und er wurde echt lecker. Abends gab's dann noch Nudeln mit Ei, aber der Ostersonntag kommt glaube ich trotzdem nicht unter die besten Ostersonntage unseres Lebens.
Für den nächsten Tag hatten wir uns überlegt an einen See abseits der Zivilisation zu fahren und zu grillen, ganz New-Zealand-like. Davor fuhren wir noch einen Scenic-Drive den unser Reiseführer empfahl und von dem man einen guten Ausblick auf Hanmer Springs und die Umgebung hatte. Ganz schön rau empfanden wir die Straße mit einem großem Ford (Furt mit Wasser) nach dem es sehr steil hoch ging, großen Schlaglöchern und Spitzen Steinen. So wunderte uns nicht, dass wir am Ende der Straße, als wir ein Foto machen wollten, ein Schild entdeckten, dass die Straße absolut nur für Allradfahrzeuge tauglich sei und unser Auto tat uns ein bisschen leid. Deshalb hat der Mann in dem Jeep der uns entgegen kam auch so den Kopf geschüttelt. Es war auch ein wenig wie Ralley fahren, wo der Beifahrer dem Fahrer noch ein Hilfsaugenpaar ist.
Die Strecke zum See war besser, aber auch nicht richtig gut. Sie hatte wie viele abgelegene Gravelroads ganz viele kleine Wellen("Waschbrett") im Boden. Wenn man darauf langsam fährt wird man irre und man denkt das Auto oder man selbst klappert auseinander, aber wenn man irgendwas über 50 km/h fährt geht es ziemlich gut und man glaubt die Straße ist glatt.
Der See war wirklich beeindruckend schön. Außerdem waren wir die einzigen dort (bis auf eine riesige neuseeländische Familie mit 6 oder 7 Autos, die kurz einen Toilettenpause einlegten)
Anfangs haben wir noch Musik vom Telefon über die Boxen vom Auto abgespielt und die Zufallswiedergabe hat "an Tagen wie diesen" von den Toten Hosen ausgewählt und so nervig wie der Titel sein kann, hätte doch kaum ein anderer den Moment so perfektionieren können. So vertrieben wir uns den Nachmittag mit Ukulele spielen(bei der Gitarre ist wahrscheinlich durch die Bedingungen im Auto eine Saite gerissen), singen, malen, Lööffelei löffeln und schreiben und natürlich grillen.
Beim musizieren konnte David sogar mal so laut singen, wie er wollte und dabei herumlaufen, ohne irgendwen zu stören.
Es gab Käse-Kräuter-Baguette, vegetarische Würstchen und Käse-Frankfurter. David packte sich auch noch ein paar Möhren und Gurken dazu. Da die Sonne mittlerweile schon lange bei euch war(um 8 wird's schon dunkel, verdammter Herbst) schauten wir noch in den sternenklaren Himmel, bei dem man tausend mal mehr Sterne sieht als in Deutschland und sahen noch die ISS und viele viele Sternschnuppen, was am Ende fast schon ein wenig besorgniserregend war.
Am nächsten Tag schliefen wir lange und fuhren dann gegen Mittag die andere Hälfte der Scenic Route, die auch für normale Autos ist. Dabei machten wir noch einen Stopp beim Jacks Pass, wo aber nur David hochging, da der Weg super anstrengend ist. Man steht am Startpunkt und denkt:" hm welchen dieser Berge soll ich denn erklimmen?" Der Weg begann recht flach, wurde jedoch schnell steiler, sodass man nach 15 min den vermeintlichen Zielberg erklommen hat und sich fragt "und nu?"
Der Weg führt jedenfalls flach weiter auf der Bergkette entlang und so langsam schwant einem, dass der ultrasteile Berg, den man von unten noch nicht gesehen hat, das Ziel sein könnte. Drum kraxelt man ihn auch noch hinauf, mit dem Gefühl, dass die orangenen Wegmarkierungen sich über einen lustig machen, da man einfach nicht voran kommt. Oben angekommen wär man fast schon wieder herunter gepustet worden. Dann bestätigten einem die Augen, was die Uhr schon ahnen hat lassen: Das Ziel ist noch nicht erreicht, denn da hinten steht das Gipfelkreuz. Also im wahrsten Sinne des Wortes: Auf geht's. Nach 50 Minuten angekommen fällt auf, das der Reiseführerschreiber diesen Gipfel ausnahmsweise mal langsamer erklommen hat als man selbst.

 Danach überlegten wir echt lange hin und her ob wir noch in die Hanmer Springs (also die heißen Quellen) gehen oder doch in die natürlichen unkommerziellen an der Strecke zurück zur Westcoast. Wir entschieden uns für die natürlichen, da es interessanter, einzigartiger und eben billiger war. Wir fuhren zu einem DOC Platz und machten und Abendbrot und Dessert, da man zu den natürlichen Quellen unbedingt bei Nacht gehen soll, da einen sonst die Massen an Sandflies umbringen. Gesagt getan suchten wir bei Dunkelheit die heißen Quellen. Wir fanden die Abfahrt obwohl sie nicht mehr gekennzeichnet war, doch die heißen Quellen nicht. Zwar rochen wir sie und fanden auch lauwarme Pfützen doch nach den Bildern zu urteilen musste es einen Erdrutsch gegeben haben, der die Quellen halbwegs begraben hatte, weswegen wahrscheinlich auch das Schild weg war. Ach Neuseeland. Ungetaner Dinge aber trotzdem müde fuhren wir zurück.
Ganz aufgeben hatten wir das mit den heißen Quellen aber nicht und im Nachbarort sollte es ebenfalls kommerzielle heiße Quellen geben. Doch der Preis war derselbe wie in Hanmer nur gab es weniger fürs Geld, so fuhren wir doch weiter, was wir bei dem nicht endenden Regen aber bald bereuten. In Reefton legten wir noch einen Stop in der iSite ein und gingen ins anliegende Museum. Auch Reefton ist eine ehemalige Goldgräberstadt, hat aber auch viele Kohleminen drum herum und eine Nutzholzindustrie. Auch heute gibt es noch Gold- und Kohleminen. Außerdem war Reefton die erste Stadt in Neuseeland mit Elektrizität und elektrischem Licht.
Dann guckten wir noch bei den bearded miners vorbei und fuhren nach Greymouth, wo wir ein Aquatic Centre geortet hatten. Als wir davor standen entdeckten wir aber auf der Stadtkarte, dass unser Holiday Park neben freiem Wifi, einen freien Spa hat. Also machten wir wieder kehrt, kehrten auf den günstigen Camping Platz ein und gingen in den Spa, wo wir, da es so früh war, ganz allein waren. Glücklich uns doch noch richtig entschieden zu haben und wieder Spa gespart haben, haben wir unser uraltes Brot gebacken, was wir immer weiter gefüttert haben und riesig wurde. 
Größere Kartenansicht