summary:After our vulcano exploration, we continued with thermal Pools and Parks around Taupo and Rotorua. Very nice was for example the Tokaanu Thermal Park, where we boiled eggs in a geyser. 'The Craters of the Moon' in Taupo costs 8$, but were nice too. We found a Maori carving at the shore of Lake Taupo, very cool. Also in Taupo are hot pools for free, very clean and with waterfalls. Very expensive was Orakei Korako, a thermal walk, but free camping. Around Rotorua we visited mud pools, a unnamed hot waterfall and kerosene creek. There are also some free thermal walks in Rotorua near the Sulphur Bay, the Kairau Park and a Lookout, where you can see a Geysir. We also walked to the summit of the Rainbow Mountain, but we saw nothing than clouds. The Rotorua Museum was very nice, especially the part about the Maori history. After this we stayed a night in commercial hot pools. The weather of the next day was wonderful and we decided to go back to Taupo for skydiving. It was absolutely amazing! The feeling, the views, everything! We made a walk on a Hill after this, but this experience was hard to top.
Am nächsten Tag hatte es zwar morgens etwas aufgehört zu regnen fing dann aber bald wieder an. Deshalb konnten wir den Ort, an dem das Haka geschrieben wurde, welches die all blacks vor jedem Spiel performen( http://youtu.be/cle20lQg0Qs), nicht wirklich erkunden. Naja der eigentliche Ort ist eine Insel in einem See, welche mal eine Halbinsel war, vor einem Erdbeben und wir waren in dem dazugehörigen Pa(Dorf) auf der Landseite. Auf dem See waren außerdem ganz viele schwarze Schwäne.
Danach wollten zum Tokaanu Thermal Park. Dort gibt es einmal kommerzielle Hot Pools, aber auch einen freien Wanderweg durch die heißen Seen und Schlammpools. Das meiste war umzäunt, aber angenehmerweise zogen oft warme Wasserdampfwolken vorbei oder durch die Brücken um die kalten Füße. Neben den heißen Quellen und Flüsschen gab es auch Schlammpools, die blubten und pupsten. Schön eklig. Am Ende des Weges gab es dann die Hauptattraktion einen kleinen Geysir dessen Wasser in einen gemauerten Pool geleitet wurde, in dem man sich mit Eimer oder sonstigem noch kaltes Wasser vom Fluss abschöpfen konnte, da das Wasser kochend heiß ist. Außerdem gab es noch weitere heiße Quellen und Schlammpools.
Wir gingen aber nicht baden, sondern kochten uns stattdessen 2 Eier im Geysir. Eier am Stiel sozusagen. Dabei kam dann ein Maori vorbei, um im Pool zu baden und sagte uns dass wir aufpassen sollen, wenn er so vor sich hin sprudelt, da er sich schon Menschen dort verbrühen hat sehn und dass der Geysir als er ein Kind war 50 Fuß(ca 17m) hoch war. Danach ließen wir uns dann unsere perfekt geratenen Eier beim Mittag schmecken.
Danach ging es nach Taupo. Unser erster Eindruck: Es muss wohl Feuer-Saison sein, so viele Feuer wie hier brennen. Nachher ist uns dann eingefallen, dass die "Rauchwolken" in Wirklichkeit Wasserdampfwolken sind, die aus der Erde kommen. Genau wie bei den 'Craters of the Moon', wo wir als erstes waren. Ganze 8$ kostete der Rundweg, wir kommen eindeutig wieder in die Touristen-Gegend. Der Weg führte meistens auf Bohlen durch Hunderte dampfende Löcher und Krater. Einige machten Geräusche wie alte Kaffeemaschinen, einige waren weitere Schlammlöcher oder andere machten riesige Wasserdampfwolken. Ziemlich verrückte Landschaft. Leider mussten wir uns ein bisschen beeilen weil die Zugangsstraße um halb 6 zu gemacht wurde und der Weg damit auch.
Als wir dann kurz vor halb rausgehuscht kamen wurden wir schon erwartet und alles war schon zu. Die Sirene ging ja auch schon ständig seit um 5. Naja wir kamen aber heil raus und fuhren zu einem Freedom Camping Platz in der Nähe von den Huka Falls. Diese waren auch unser erstes Ziel als wir ziemlich früh am nächsten Tag losfuhren. Dafür waren wir auch schön allein, bei den meist überlaufenem Wasserfall.
Dann fuhren wir zurück in die Stadt und danach zu den Aratiatia Rapids, ein Damm der alle zwei Stunden geöffnet wird. Dabei strömt ein Menge Wasser in den Fluss dahinter und lässt diesen extrem ansteigen, Wasserfälle verschwinden, neue entstehen. Ich hätte mir das ganze echt nicht so spektakulär vorgestellt.
Nach dem Schauspiel fing es dann an zu regnen und wir gingen ins Vulcanic Activity Center. Dort gab es viel zu viele Informationen über Vulkane und Erdbeben und ihre Gefahren. Es gab außerdem ein Erdbeben-Simulator, ein Geysir, einen Tornado und ein Kino und viele Filmchen zur Erläuterung.
Später fuhren wir auf einen Holiday Park und machten Pancakes zum Mittag. Ansonsten taten wir übliche organisatorische Dinge und abends gab es leckere Fettucini Carbonara.
Am nächsten morgen ging's zuerst zur Post und dann zum Whatamoenga Point am See Lake Taupo. Es gibt in der Nähe eine große Maori-Steinschnitzerei. Doch diese ist nur mit Boot oder Kanu zu erreichen und wurde auch nur zu Ausstellungszwecken vor ein paar Jahren gemacht. Aber wir hatten gehört, dass es ganz in der Nähe eine echte Maori-Skulptur gibt. Wir hatten aber nicht mehr als den Punkt und ein Bild. So gingen wir einen Wanderweg lang, so weit wie es ging, heißt soweit es nicht privatisiert war. Doch wir fanden leider nichts. Auch unsere Hoffnung die kommerziellen zu sehen war vergebens, da man irgendwann nicht mehr weiter klettern konnte und diese in einer Bucht war. Wir gingen so nah wie möglich am Wasser, was extrem klar und blau war, und kletterten noch zu einer Wetterstation und guckten uns die Skydiver an. Wir wollten in Taupo ja nun eigentlich auch springen, doch das Wetter ist stets sehr wolkig und wenn wir schon so viel Geld ausgeben, wollen wir auch gute Sicht haben. Aber ob das im Winter noch was wird? Hoffentlich.
In einer Bucht fanden wir doch dann aber tatsächlich noch die Schnitzerei! Richtig cool. Nachdem wir sie genug beschaut hatten, ging's dann wieder zurück.
Nachdem wir nochmal in der ISite waren, fuhren wir zu einem heißen Wasserfall/Fluss ganz in der Nähe von Taupo. Ich hatte irgendwie nicht so richtig Lust und so ging nur David und ich mit den Füßen. Ich hab's aber bald bereut, aber der Weg zum Auto war so lang und kühl.
Als ich David dann irgendwann rausbekommen habe, es war schon spät, fuhren wir noch zu Pizza Hut und dann zum Orakei Korako, einen kommerziellen Wanderweg. Dort darf man umsonst übernachten, wenn man den Weg gehen will. Wir standen also so auf, dass wir gleich um 8 mit dem Boot übersetzen konnten zu dem Rundweg. Die Gegend durch die man geht ist Thermal aktiv. Zuerst kam der Diamond Geyser, der aber leider nicht ausbrach. Als nächstes ging es an weiteren Geysiren vorbei auf einer von dem Mineralwasser geformten Ebene. Als wir schon ein bisschen weiter waren, hörten wir dann etwas brodeln und der kleine Geysir war ausgebrochen. Na immerhin.
Nachher sahen wir noch einen zweiten der aber scheinbar ununterbrochen auf der 'Malerpalette' (durch die vielen Chemikalien nimmt der Boden ganz verschiedene Farben an, gelb z.B. Durch Schwefel aber auch rot, pink, grünlich-blau und schwarz) sprudelte. Dann kam man noch zu einer großen Höhle, in der ein See war und die durch Wasserkraft entstand. Zum Schluss ging es nur zu den Schlammpools die ordentlich blupten und spukten. Nach einem kurzen Buschweg mit vielen Farnen war man dann wieder am Anfang und wir warteten noch, ob der große Geysir ausbricht. Tat er aber nicht, dafür ein weiter kleiner, den man zwar nicht sah, aber der durch überschwappendes Wasser einen Wasserfall erzeugte. Dann holte uns das Boot wieder ab und David wollte eine heiße Schokolade trinken. Netterweise bekamen wir eine aufs Haus, damit wir nicht teilen müssen. Sehr lecker draußen am dampfenden Fluss ziemlich früh am Morgen.
Danach fuhren wir Richtung Rotorua zu einer Thermal sehr aktiven Gegend. Dort ging es dann erstmal zu den Schlammpools, die echt witzig sind wie sie so rumblubbern und sich gegenseitig bespucken. Man kann sich das Schauspiel ewig angucken.
Dann fuhren wir zu einem geheimen heißen Wasserfall, der nur als Rätsel in unserem Buch war. Der sah auch echt cool aus, war aber ziemlich schlammig, sodass wir noch unsere Wasserschuhe holten, damit es sich nicht so eklig anfühlte. Wir beschlossen aber noch zu anderen heißen Quellen zu fahren dem Kerosene Creek.
Das Wasser dort war sehr klar und der Boden sauber. Auch dort gibt es Wasserfälle, doch wir lagen meist in den Strömungen davor. Das war schön.
Dort lagen wir solange wie wir konnten und fuhren dann in ständig nach "faulen Eiern" stinkende Rotorua auf den Holiday Park, dessen Hot Pools leider nicht gingen.
Am nächsten Morgen kamen wir durchs Brot backen erst spät los und wollten dann einen Weg gehen von dem man den Pohutu Geyser sehen kann. Eigentlich sollte es zwar regnen, doch bis jetzt sah nichts danach aus. Der Geyser steht im Te Puia (60$) oder auch zu sehen vom Thermal Village (30$) oder eben hier für umsonst. Erstmal verliefen wir uns jedoch bis wir dann zu dem richtigen Lookout kamen. Und der Geysir fing grade an zu sprudeln, sprudelte immer weiter und wurde dann immer höher. Richtig beeindruckend, nur konnte man oft schlecht Wasser vom Wasserdampf unterscheiden. Wir schauten uns das Schauspiel lange an, aber der Geysir hörte nicht auf. So gingen wir dann irgendwann einfach und hatten statt 40 Minuten dann auch 2 Stunden gebraucht.
Da es immer noch nicht regnete, beschlossen wir nach Ohinemutu zu fahren. Dort leben viele Maori und es gibt ein Marae, also ein Versammlungshaus. Außerdem gab es noch eine Kirche mit Friedhof, andere Skulpturen und ein Kanu auf einem der kochenden Seen. Allgemein dampft es hier in der Gegend ja überall, aber hier dampfte wirklich jede Pfütze. Der See natürlich, eine Kochstelle gab es, aus den Gullis kam Dampf und selbst zwischen den Steinen des Bürgersteiges blubberte es.
Da es dann noch immer nicht regnete, obwohl es stets vorhergesagt wurde, fuhren wir noch zum Kairau Park einen thermalen Park. Auch dort gab es viele kochende Pfützen und Schlammpools, ganz nett anzusehen.
Da es auch jetzt noch nicht regnete, fuhren wir zur Sulphur Bay (Schwefel Bucht), die auch dementsprechend roch. Teilweise war es echt furchtbar. Dort entstanden damals die ersten kommerziellen Hot Pools, die nun dicht gedrängt nebeneinander stehen, damals allerdings noch mit Zelten neben den Pool. Es gab außerdem einen Pool aus dem Gas , welches den Effekt wie Lachgas hat, strömte, was im schlimmsten Fall Ohnmacht auslöste, was im Wasser durchaus gefährlich werden konnte. Und dann gab es noch den Coffee Pot Pool, einen Schlammpool der abfärbte. Und natürlich noch die üblichen thermalen Attraktionen mit besonders vielen gelben Kristalle, die aus Schwefel entstehen.
Als wir danach am Auto ankamen, fing es dann tatsächlich an zu regnen. Wir fuhren noch zum Pak'n'save und dann auf einen Campground. Eigentlich wollten wir noch kochen, aber wir fanden im Dunkeln den unterstand nicht und aßen Watties Spaghetti auf frischem Brot.
Am nächsten Tag wollten wir auf den Rainbow Mountain klettern. Von der Spitze sollte man auch einen Geysir sehen, den man sonst nur auf kommerziellen Wege beobachten kann. Der Geysir wird künstlich durch Seife aktiviert immer um 10.15 Uhr. Da wir erst um 9 dort ankamen mussten wir uns ziemlich beeilen, weil man eigentlich 1 1/2 Stunden geht. Es war extrem anstrengend und nachher waren wir sogar zu früh da. So fühlte ich noch aber auch. Dummerweise lag die Spitze des Berges auch noch meistens in einer Wolke, man konnte also nur ab und zu mal was sehen und den Geysir haben wir auch nicht gefunden. Aber immerhin regnete es nicht, wie angekündigt - mal wieder. Als wir uns den Rainbow Mountain nochmal ordentlich angeguckt hatten - er heißt übrigens so, weil er durch die verschiedenen vulkanischen Chemikalien so bunt ist - und zum Kratersee gegangen waren, gingen wir zurück und fuhren nach Rotorua.
Dort gingen wir ins Rotorua Museum, das auch in der Sulphur Bay liegt, da es ein ehemaliges Badehaus war oder eher ein Krankenhaus und Rehabilitationszentrum für Kriegsverletzte, wo man das Wasser bzw. den Schlamm gegen z.B. Hautkrankheiten, Rheuma oder Hysterie verwendete. Die Ausstellung über die ehemalige Nutzung des Hauses schauten wir uns zuerst an nach dem aktiven Film über die Anfänge Rotoruas und des Badehauses, wo wieder Sterne an der Decke erglommen oder die Bänke bei Erdbeben wackelten. Nichts für schwache Nerven, wie einem auch die vielen Warnschilder davor versuchen einzubläuen.
Danach gingen wir in eine Spiele-Ausstellung, die wie es sich herausstellte, die gleiche war, die wir ganz knapp im Te Papa verpasst hatten und wo David so gerne hinwollte. Dementsprechend tobte der Kleine sich auch an den vielen zu testenden Spielen aus. Alle hatten irgendwas mit Neuseeland zu tun. Es gab z.B. ein Spiel, wo man der Musikmanger von 5 verschiedenen echten neuseeländischen Bands sein konnte und sie durch die richtigen Entscheidungen zum Erfolg bringt. Dann gab es "flitter", wo es um die Entwicklungphasen des Schmetterlings ging durch die man ihn bringen musste, bis er ein schöner Schmetterling wird, was im mit Zusammenarbeit des Otago Museums (Dunedin) entwickelt und auf Richtigkeit geprüft wurde. Oder ein Spiel gegen Depressionen, bei dem man durch mehrere Level mit einem Avatar Probleme bewältigen muss, die man dann in der richtigen Welt übernehmen soll, welches einige wichtige neuseeländisch Preise bekommen hat.
In der nächsten Abteilung ging es um die Maorigeschichte, was super aufbereitet war. Am interessantesten waren einige Legenden z.B. Warum die Urahnen damals auf die Insel gekommen waren (es fing damit an, dass einer den Hund des anderen gefressen hatte) oder einige der wenigen Maori-Love-Stories (eine Häuptlingstochter verliebt sich im einen in Unehre geratenen Flöte-Spieler, soll aber einen anderen Häuptling heiraten, schwimmt dann aber zu ihrem Liebsten auf seine Insel, dann kommt der Vater und droht mit Krieg aber am Ende ist alles Friede Freude Eierkuchen und die beiden durften zusammen bleiben) Aber es ging auch um das Dorf, was 1886 komplett durch Asche zerstört wurde bei einem Vulkanausbruch und dadurch konserviert und bis heute erhalten. Bei dieser Eruption wurden auch die bis dahin weltberühmten pinken und weißen Terrassen zerstört. Zum Schluss guckten wir uns noch zwei interessante Kunstausstellungen an und dann waren wir durch.
Heute Nacht fuhren wir zu kommerziellen Hot Pools, wo man für 4$ mehr auch übernachten kann. Als erstes gingen wir dann natürlich zu den Pools, was bei der Kälte extrem angenehm war. Danach testeten wir ausgiebig nacheinander die drei verschieden Becken, bis wir Hunger bekamen und nach dem Essen ins Bett gingen.
Als wir am nächsten aus unserem Auto krochen strahlte uns ein eiskalter aber glasklarer Himmel an. Der Wetterbericht hatte über 5 Tage hinweg richtig gelegen. Das allein ist eine Sensation! Das bedeutete: Skydive! (Fallschirmspringen) Aber erst machten wir uns noch fertig und gingen einen kurzen Pfad an einem kochenden Fluss entlang zu seinem Ursprung: Neuseelands größter Pool mit kochendem Wasser. Das war echt faszinierend dieser große Bottich mit klarem kochendem Wasser. Zum Glück stand der Wind gut, denn sonst kann man vor lauter Wasserdampf oft gar nichts sehen.
Als wir dann nach Taupo aufbrachen, verfuhren wir uns erstmal und wir wurden ganz schön aufgeregt auf der Fahrt. Das Wetter war perfekt (man konnte die schneebedeckten Vulkane Mt. Ruapehu und Mt. Ngauruhoe(der Schicksalsberg- mt. Doom) sehr gut sehen, auch wenn Mt. Tongariro ziemlich rauchte und die Sicht ein wenig versperrte. Wir haben wohl aber bei unserer Vulkanwanderung den letzten möglichen Tag vor dem Winter erwischt, wo das noch möglich ist, da es seit dem dort immer geregnet hatte und nun Schnee liegt und man ohne Equipment nicht mehr rauf gehen sollte) und wir waren recht spät und hatten Angst, dass wir (k)einen Platz kriegen, da um 3 schon der letzte Flug geht.
Nachdem wir in der Stadt unseren Kontostand gecheckt hatten, fuhren wir zum ersten Anbieter, den wir sahen, stürmten rein und bekamen gesagt, dass wir genau zur richtigen Zeit kämen. Fix noch ein Zettel ausgefüllt, Sicherheitsvideo angeguckt, für die Höhe und das Merchandise entschieden, nochmal fix aufs Klo und dann ging's los. Alles ging ganz schnell. Ab in den Anzug, Geschirr an, Fliegermütze und Handschuhe und ab ins Flugzeug auf Bänken vor meinem Jumpmaster, neben David mit seinem Jumpmaster Damon. Dann ging's über die Hoppelwiese zur Startbahn. Der Flug dauerte angeblich 15 Minuten, kam mir aber eher vor wie 5. ich versuchte so gut es geht die tolle Sicht zu genießen, doch es gab ständig was zu zuppeln. Erst an das Flugzeug anketten, dann an den Jumpmaster (ich hab vor lauter Aufregung seinen Namen in dem Moment vergessen, als er aus seinem Mund kam) schnüren, dann die Brille aufsetzten, die echt unangenehm war. Ich will nicht wissen, wie ich aussah mit dieser Brille, die einem das Gesicht nur so zerknautscht. Und natürlich wurde einem ständig gesagt was zu tun ist, wenn was eintrat. Dann wurde die Tür aufgemacht, es wurde windiger und lauter, aber nicht so schlimm, wie sie es beschrieben hatten. Wir waren jetzt auf über 12000 Fuß (ca. 3660m). Ich war als letzter dran. Es machte immer ein pflop-Geräusch, wenn jemand rausgesprungen ist. Dann war ich dran: Beine unters Flugzeug, Kopf auf die Schulter meines Jumpmasters und pflop. Das erste was ich wahrnahm war dieses Schwerelosigkeitsgefühl. David meint noch Rollen in der Luft gemacht zu haben, bis er in waagerechter Position war. Ich kann mich an sowas nicht erinnern, doch wir beide können es nicht mehr beschwören, wie es nun wirklich war. Atmen konnte man jedenfalls ganz gut und Kälte war auch ok. Das änderte sich aber mit der Zunahme der Geschwindigkeit. Mein Gesicht flatterte mir nur so um die Ohren und ich hatte ziemlich Druck auf den Ohren, die erst als Schmerz vor Kälte interpretierte. Irgendwann war das dann aber zum Glück vorbei und der Fallschirm spannte. Ahh alles entschleunigte sich und ich konnte den Druck regulieren. Hoo war das schön!
Der Ausblick war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend. Viel zu schnell ging es natürlich dem Boden entgegen. Aber vorher gab es noch ein paar Showeinlagen: kreiseln und hin und her schweben und so. David durfte sogar lenken, wie er stolz berichtete. Außerdem wurde man noch ein wenig lockerer gemacht, was ohne Vorwarnungq ganz schön erschreckend sein kann. Dann probten wir noch die Stellung für die Landung und wir segelten dem Erdboden entgegen. Die Landung an sich war auch doll, so schnell wie das Gras unter ein hinweg gefegt ist, konnte man sich gut vorstellen, warum viele der Anzüge am Po ganz schön aufgerubbelt waren. Aber alles gut sanfte Landung im Gras und zurück zum Haus torkeln. Dann bezahlen und total von den Socken auf die Fotos von David warten und darüber lachen. Und fertig. Eine Stunde später und alles schon vorbei. Davids Fazit: "Hier hat sich das Geld ausgeben auf jeden Fall richtig gelohnt! Es hat gehalten was die Flyer versprochen haben."
Danach fuhren wir zu einem Lookoutpoint und verarbeiteten unsere Erlebnisse und aßen. Da so gutes Wetter beschlossen wir aber noch auf einen Hügel zu steigen bis zu einer Bank auf der Hälfte des Weges. Als erstes ging es dafür über eine Kuhwiese mit Jungbullen. Sowas passiert auch nur in Neuseeland. Danach ging's ans klettern und hangeln durch den Busch und es war teilweise ziemlich matschig. Als wir dann ziemlich kaputt bei dem Lookout ankamen wurden wir doch etwas enttäuscht von der Aussicht.
Doch da unsere Sich von der Luft sowieso nicht getoppt werden konnte und wir noch zur Bibliothek wollten gingen wir trotzdem wieder runter. Wir nutzten also noch ein bisschen das Wifi und das öffentliche Klo, bevor wir dann auf Taupos Freedom Camping Platz fuhren.
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