Wir wollten Soljanka, Kartoffelpuffer mit Apfelmus und Birnen&Klöße machen. Da wir nur einen Herd haben bereiteten wir schonmal Apfelmus vor und die Soljanka, die ja sowieso einen Tag ziehen soll. Chen half uns dabei und als wir mittendrin waren, kam die Nachricht, dass es um 7 nochmal losgehen soll. Hach. Somit mussten wir uns ziemlich beeilen, haben aber gerade so alles fertig gekriegt und es schmeckte gut. Danke für die Rezepte an Davids Mama! Dann ging's also nochmal 2 Stunden an die Blaubeeren.
Freitag haben wir wieder früh angefangen, aber auch früh aufgehört. Da die Kirsch-Leute heute frei hatten, waren alle bei den Blaubeeren und sie hatten genug gepflückt bis es zu heiß wurde. Aber uns kam es nicht so ungelegen, so hatten wir wenigstens Zeit fürs kochen. Während Leo Olivia von Cromwell abholte, spielten wir Karten mit Chen und Mi Ran und brachten ihnen Haufen und Schummellieschen bei, was sehr spaßig war und ewig gedauert hat, weil Chens höchste Priorität war die anderen zu ärgern, in dem sie die Haufen der anderen vergrößerte, anstatt ihren eigenen loszuwerden. Gegen 6 fingen wir schonmal damit an Birnensuppe zu machen, obwohl Leo und Olivia noch nicht da waren, weil Chen Hunger bekam. Eigentlich ist sie immer hungrig. Die Entscheidung war richtig, da Olivia aus für uns unerklärlichen Gründen supermegasauer war, uns nicht hallo sagte und mit den Türen knallte und sie somit nicht mit uns taiwanisch kochte und nur später zum Essen kurz kam, aber nichts sagte. Passte aber da wir natürlich viel zu viel gemacht hatten. Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß zusammen. Nachdem wir alle kugelrund waren, spielten wir nochmal Karten, um das Essen sacken zu lassen, da wir noch nicht die Birnen&Klöße gegessen hatten. Nachdem wir das dann getan hatten, holte ich noch eine Tafel milka Schokolade und den Rest der Haribotüte. Trotz des Streits zwischen Olivia und Leo und dem Umstand, dass Mi Ran nicht ihre Zigaretten bekam, die Olivia im Duty Free kaufen sollte und Yumiko keine Zeit hatte, weil sie einen Flug buchen musste, hatten wir einen echt schönen Abend.
Als wir am nächsten Tag arbeiten gingen, wurden wir aufgeteilt. 8 Top Picker sollten einen Bereich machen, die anderen einen anderen Block. Endlich hatte sich also das Qualitätsbewusste picken ausgezahlt, da die Reihen sehr gut waren und wir länger arbeiteten und sogar nochmal am Abend wiederkommen sollten, als es mittags mal wieder zu heiß wurde. Heimlich uns keinem sollten wir was erzählen, da nicht genug Arbeit da war für alle arbeitshungrigen Picker. Leo und Olivia mussten wir es aber sagen, da wir um die Zeit eigentlich taiwanisch kochen wollten. Aber sie erklärten sich bereit zu kochen, während wir arbeiten. Am Nachmittag fuhren wir noch nach Roxburg Zigaretten für Mi Ran kaufen, Olivia verlangte irgendwie zu viel Geld, und Eis. Zurück auf dem Orchard teilten wir uns dann eine Riesen Packung Vanilleeis und aßen dazu natürlich Kirschen. Das war super in der Hitze. Später sind wir (Chen, Mi Ran, David und ich) dann zur Arbeit 'geschlichen' und haben länger als gedacht gearbeitet und waren erst um 10 zurück. Wir hatten schon ein bisschen Angst vor Olivia, aber Leo wartete bereits mit dem Essen. Es gab Reis mit einer speziellen BBQ Sauce und Wurst und Schinken, sowie Rüheei mit Tomaten. Sehr lecker. nur schade dass wir sehr müde waren und Mi Ran nicht dabei war, wegen der Zigaretten.
Sonntag war also unser letzter Arbeitstag. Ich war ziemlich unmotiviert bei der Sache, die Reihen waren sehr schlecht und mein zweiter Container, der bis zum Rand voll war, ist umgekippt und in den Dreck gefallen. Aber zum Glück haben wir wieder früh aufgehört. Danach sind wir wieder ins Zimmer zu Chen, Mi ran und Yumiko und haben Ukulele und Karten gespielt, genascht und geplant, dass wir mit Chen und Mi Ran zusammen einen Great Walk gehen wollen und vielleicht ein bisschen zusammen reisen, nachdem sie fertig gearbeitet haben. Den Kepler Track können sie nicht mit uns gehen, weil Neujahr in Asien am 9. ist, was sie natürlich feiern wollen und wir da unterwegs sind. Außerdem haben sie noch meine super soften blonden Haare bewundert und Davids Naturlocken. Außerdem wollen die meisten Asiaten keinen Teint im Gegensatz zu den Europäern und laufen deshalb oft vermummt oder mit Sonnenschirm durch die Gegend. Zudem hatten wir den beiden in den letzten Tagen viel deutsche Musik gezeigt, wie z.B. 'Lunchtime' und 'Eatapotato' (Rammstein und Etepete). Dann wollten wir aufräumen und noch Fish&Chips in Roxburgh kaufen und nach Alexandra. Doch schließlich war es so spät, dass wir uns entschieden nach langem hin und her noch ne Nacht zu bleiben und zusammen zu essen. Dann haben wir mit Chen das Essen geholt und mit ein paar Bier gemütlich zusammen gesessen, bis sich meine Augen verdreht haben vor lauter Müdigkeit. Wir beschlossen trotzdem am nächsten Tag früh aufzustehen, um allen tschüss zu sagen und ein Abschiedsfoto zu machen.
Verrückterweise wachte ich am nächsten Tag sogar vor dem Wecker auf, ich hab also doch eine innere Uhr. Dann trommelten wir alle zusammen, um ein Foto zu machen. Als wir gerade fertig waren, kündigte Musik Alisha an, Manager und Chef von den Blaubeeren. Sie hört ununterbrochen laut Musik mit ihrem Auto, so weiß man immer wo sie gerade ist. Sie sprang also aus dem Auto und wollte auch ein Foto von ihren Blaubeerpflückern. Dann hat sie uns noch gedrückt, uns gelobt und viel Glück gewünscht für alles. Das war sehr rührend. Danach haben wir noch alle anderen gedrückt und verabschiedet, aber das war alles nicht so schlimm, bis wir dann ein paar Stunden später endgültig vom Gelände rollten. Hier wird immer alles gleich heimisch, wenn man länger als 5 Tage an einem Ort bleibt. Aber ich bin wirklich ziemlich froh, dass wir so einen Glückstreffer mit unserem ersten Job gelandet haben und die Zeit einfach superschön war.
Wir wollten am Montag also gleich bis zum Mt Cook, hielten vorher aber nochmal im Cromwell, um einzukaufen und eigentlich in die Bibliothek zu gehen, doch gab es kein freies Wifi dort. Dann fuhren wir weiter bis zum Lake Pukaki und hielten an einem Parkplatz mit wunderbaren Blick über den See zum Mt Cook. Danach fuhren wir noch ein wenig weiter zum Camping Platz.
Wir machten heute Spaghetti Bolognese und Vanille Pudding mit Kirschen drin, die wir uns mitgenommen hatten.
Am nächsten Tag frühstückten wir mit Blick auf Mt Cook, obwohl unsere Augen wohl mehr oder weniger noch zu waren.
Dann buchten wir noch eine Kajak Tour auf dem Tasman Lake und gingen den Hooker Valley Track.
Heute war einer der wenigen Tage, wo mt Cook nicht mit Wolken verhangen war und man durchweg einfach superschöne Aussicht hatte. Außerdem überquert man 2 mehr oder weniger Hängebrücken. Es war zwar super heiß, aber der Wind war kühl und ab und zu kam auch ein eiskalter Gletscherfluss vorbei.
Am Ende kamen wir dann zum Hooker Lake mit Gletscher und auch Eisbergen. Dort aßen wir dann Eibrot im Schatten eines großen Steins. Der Gletscher ist mit einer dicken Schicht Staub überzogen, weshalb auch der See mehr cappuccinofarbend ist.
Zurück auf dem DOC Platz machten wir uns noch Bratkartoffeln auf unserem Gasherd und gingen ins Bett.
Am nächsten Tag mussten wir nämlich relativ früh aufstehen da wir viertel vor 10 beim Treffpunkt zum Kajak fahren verabredet waren. Angekommen wurde uns die Grundtechnik nochmal vorgeführt, wir füllten noch einen Zettel aus und dann ging's los mit dem Auto Richtung Tasman Glacier, und waren mal wieder die einzigen. Also Privatvorstellung mit sogar zwei Guides. Der eine macht auch work und Travel hier und überlegt evtl, auch länger zu bleiben, wie auch der Kajak-Guide in Akaroa. Am Parkplatz angekommen trennte uns noch ein halbstündiger Fußweg von den Kajaks. Dann wurden wir mit Rock und Schwimmweste ausgerüstet und nochmal kurz eingewiesen. Dann ging es mit einem Schwung ins eiskalte Wasser und wir fuhren zum ersten Eisberg. Wir sollten erst ein wenig Abstand halten weil man ja immer nur 10% des Berges sieht, weil der Großteil unter Wasser liegt. Dann fuhren unserer beiden Guides mit Schwung gegen den Eisberg, brachen ein Stück ab und brachten ihn schließlich zum drehen, woran die beiden sichtlich Spaß hatten. Dieses Spiel wiederholten sie auch bei den nächsten und wir dürften natürlich auch einen anfassen und 2000 Jahre altes Eis lutschen. Zum richtigen Gletscher konnten am Ende leider nicht mehr, da der Wind zu stark wurde. Er ist der längste Gletscher Neuseelands und 300 m hoch, wobei 200 m unter Wasser liegen. Aber mit dem Kajak muss man sowieso 2 km Abstand halten, falls etwas abbricht und starke Wellen verursacht. Am Schluss gab es dann 20 Jahre alten Whiskey mit 2000 Jahre altem Eiswürfeln, die sie während der Tour mitgenommen hatten. Ich trank unseren Saft mit dem Eis und David fand doch Gefallen am Whiskey. Auf dem Rückweg schlurften wir dann noch unser Resteis mit dem Restsaft, was die Strecke zurück sehr erträglich machte.
Am nächsten Tag wollten wir dann als ersten noch zum Tasman Glacier View Point und zu den Blue Lakes. Der Weg war ziemlich steil, es war mal wieder ziemlich warm und wir mussten uns ziemlich beeilen, weil wir danach noch auf unseren Camping Platz wollten einen Helikopter Flug buchen und Duschen, bevor wir uns mit meinen Eltern am Lake Pukaki treffen wollten.
Nachdem wir etwas zu spät dort angekommen waren, beschlossen wir aber doch erstmal auf den Camping Platz zu fahren und auszuladen, damit wir mit ins Auto passen. Zu sechst und mit neuem Fotoapparat ging es dann nach Lake Tekapo. Zuerst zur God Shepherd Kirche mit See-Blick-Altar und dann stippten wir unsere Füße noch in den See.
Danach fuhren wir dann noch zum Café der Sternwarte auf den Mt John mit wunderbarer Aussicht.
Zum Sterne gucken blieben wir aber nicht, da die Kinder fertig waren und wir beschlossen dann BBQ zu machen, ganz kiwimäßig auf einem Gasgrill. David war der Mann am Grill und wir zauberten Burger, Chicken und Lammstreifen zu Baguette, Toast und Salat. Sehr lecker und sättigend.
Am nächsten morgen aßen wir zunächst zusammen Frühstück, endlich wieder getoastetes Toast und andere Leckereien. Danach gingen wir dann los zu den Helicoptern, die von unserem Camping Platz aus starten. Ein bisschen mussten wir noch warten, bis wir dann alle in den Helikopter krabbelten. David und ich vorne, die anderen vier hinten angeschnallt und mit Kopfhörern ausgestattet. Dann ging es entgegen unsere Befürchtungen ganz sachte hoch Richtung Mt Cook / Tasman Glacier. Unglaubliche Aussicht. Highlight der Tour war eine Landung auf dem Eis, was verrückterweise ziemlich glatt war. Dann ging es wieder in die Luft und ein paar Rundumdrehungen weiter ging es wieder Richtung Camping Platz, was aber nicht unschönere Aussicht bedeutete. Wirklich Schick.
Danach überlegten wir nochmal wegen Sterne gucken, entschieden uns aber erneut fürs BBQ. Wir gingen aber noch über den Zugang des Campingplatzes zum Lake Pukaki und David ging sogar baden, mehr oder weniger freiwillig der Fotos wegen, weswegen er extra früher los ist, um den Mt Cook noch bei Sonnenuntergang zu erhaschen, sodass wir ihr ihn dann ziemlich fröstelnd in nassen Sachen vorfanden.
Am nächsten Tag sollte es weitergehen nach Wanaka. Aber vorher stoppten wir noch in Cromwell zum Eis essen. In Wanaka wollten wir dann noch baden fahren und unser Reiseführer kannte da noch ein Paar Wasserfälle in denen man baden kann. Jedoch waren diese wirklich abseits der Touristischen Pfade, deshalb war der Weg dorthin nicht ganz einfach und nur David und Amelie kämpften sich bis zum Wasserfall durch, während wir die Füße weiter unten ins kalte Wasser stippten. Die Geschwindigkeit und Temperatur des herabfallenden Wassers ließen das Duschen im Wasserfall nur für einige Sekunden zuAbends gingen wir dann noch etwas kleines in einer Bar essen.
Am Sonntag ließen wir den Tag ruhig angehen und fuhren später noch zum Strand planschen, lesen und Blog schreiben. Danach ging's noch ins Puzzling World mit vielen optischen Täuschungen und verwirrenden Räumen und schließlich einem Labyrinth, in dem wir doch tatsächlich fast eine Stunde herumirrten.
Abends haben wir uns dann noch den ersten Teil der Herr der Ringe angeschaut.
Tags darauf haben wir uns trotz Regen noch nach Queenstown aufgemacht. Dort haben wir 2 Gaststätten ausprobiert, ich hab mir neue Chucks besorgt(die anderen Schuhe haben nicht mal einen Monat gehalten) und wir haben uns das Hafenwasser mal von unten angesehen. Abends haben wir dann im Red Star Wanaka den wohlmöglich besten Burger Neuseelands gegessen.
hawaii five o
Summary
We enjoyed our last days on the orchard with wonderful people, good food and only a few hours of work. After we leave the orchard, we drove through Cromwell, to a scenic lookout at lake Pukaki to Mt Cook, a beautiful place. Here we made the Hooker Valley Track (really nice walk) and a kajaktour on the glacial lake next to the Tasman glacier. On thursday we meet my parents and my sisters at lake Pukaki and drove with them to lake Tekapo to the God Shepherd Church and the Café on the Top of Mt John. On the next day we made a helicopter flight with a landing on the ice. Wonderful views! In the afternoon my parents made a glacier tour and we walked a little bit. In the light of the sunset, the mt. cook looked really nice, so David went to the lake to take some photos of it. Half an hour later we found him freezing, because he took a swim in the lake. Then we spend some days in Wanaka enjoying the beach and the awesome weather, taking waterfall showers and getting confused at puzzling world!
The last day with my fam, we made a short trip to Queenstown.
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