27.12:
einkaufen
28.12: Natur
pur: Tunnel beach, Sandymount, Albatros center, Sandfly bay; alles sehr schön
und schön windig, mal wieder Pinguine
29.12:
Chinesischer Garten, Glenfalloch Garten, Lanarch Castle; alles recht schick
aber auch teuer; Küchenspaß
30.12:
Cadburyworld(Schokladenfabrik) schmackhaft; Settlersmuseum groß modern
kostenlos, aber hat auch unsehenswerte Ecken.
31.12: Otago
Museum: groß, sehr verschiedene Sachen,kostenlos, interessant, aber bisschen
viel; Silvester: Knall bumm
01+02.01
Küchenspäße
Hallo
Freunde
Nachdem wir
unseren Weihnachtsschlaf beendet hatten und unseren Van aus der Grube, die er
in den Campingplatzboden gestanden hat, in die Stadt buxiert hatten, wollten
wir nun mal die Stadt auf eigene Faust erkunden. Als wir einen Parkplatz
gefunden hatten gingen wir Richtung Oktagon, dem Achteck, das das Stadtzentrum
bildet. So weit kamen wir jedoch erstmal gar nicht, da wir einen Fotoladen
sahen und ich noch ein Kabel für meinen Fotoapparat brauche um ihn evtl. doch
noch hier zu retten. Nun folgte ein ähnliches Szenario, wie bei der
Feuerschale: wir wurden von Laden zu Laden geschickt und außer einer Badewanne
voll Mitleid hatten wir am Ende nichts. So gibt’s vorerst weiterhin nur
Niedrigqualitätfotos für euch(ganz ehrlich auf diesen Fotos kommt das ganze
Ausmaß der Pracht Neuseeländischer Landschaft nicht rüber).
Im Oktagon
angekommen haben wir erstmal den letzten Blogeintrag fertig gestellt. Dann sind
wir in die Kirche, die während der Führung zu war. Wir kamen genau zum Ende des
Orgelkonzerts, welches extra für die Cruise ship(Kreuzfahrtschiff) Touristen
stattfand. Die Orgel der Kirche war wirklich mal was Anderes als die, die man
sonst sieht.
Nun wollten wir wie uns bei der Stadtführung empfohlen wurde das Theater von innen ansehen. Dies war nicht das einzige Mal an diesem Tag, wo wir vor verschlossenen Türen standen. Dies liegt an der Weihnachts/Neujahreszeit, in der das Land wohl kollektiv Bäumchen wechsel dich spielt und die Neuseeländer an einen anderen Ort im Land sind. Ganze Betriebe machen hier in der Zeit zu. Ein Beispiel welches uns betrifft, ist Cadbury World. Cadbury ist hier was bei uns Milka ist und produziert in Dunedin. Wir wollten eine große(inklusive Produktion) Führung machen, was aber nicht möglich ist bis zum 7. Januar, da 24-26. Weihnachten ist, danach Donnerstag und Freitag dann gleich mit frei ist. Die Woche danach sieht es ähnlich aus, da der 2. Januar auch gesetzlich frei ist.
Nun wollten wir wie uns bei der Stadtführung empfohlen wurde das Theater von innen ansehen. Dies war nicht das einzige Mal an diesem Tag, wo wir vor verschlossenen Türen standen. Dies liegt an der Weihnachts/Neujahreszeit, in der das Land wohl kollektiv Bäumchen wechsel dich spielt und die Neuseeländer an einen anderen Ort im Land sind. Ganze Betriebe machen hier in der Zeit zu. Ein Beispiel welches uns betrifft, ist Cadbury World. Cadbury ist hier was bei uns Milka ist und produziert in Dunedin. Wir wollten eine große(inklusive Produktion) Führung machen, was aber nicht möglich ist bis zum 7. Januar, da 24-26. Weihnachten ist, danach Donnerstag und Freitag dann gleich mit frei ist. Die Woche danach sieht es ähnlich aus, da der 2. Januar auch gesetzlich frei ist.
Auch deshalb
wird das mit unserer Warrant of Fitness (TÜV) hier nichts.
Jedenfalls
wollten wir dann weiter Richtung Uni Gelände. Der Weg dorthin führte uns durch
die Einkaufsstraße, wo wir dann letztendlich auch hängen blieben. Für Pauline
gab es neue Schuhe, da einer beim Schuhwechsel mal aus dem Auto gefallen sein
muss und ich hab mich ein wenig im Regal der Merino Produkte bedient. Merino
ist Wolle, die auch wenn sie nass ist warm hält.
Danach ging’s
dann gleich noch in den Supermarkt, weil wir uns auf die Cadbury world Führung
vorbereiten wollten, heißt Schokolade kaufen. Als wir dann vor dem
Schokoladenregal standen und uns die Vielfältigkeit der Cadbury Produktpalette
zu erschlagen drohte, sprach uns ein Mann an und sagte uns die Whittaker
Schokolade sei besser. Deshalb beschlossen wir die Standard Schokoladen der
beiden Anbieter zu testen:
Preis:
Cadbury ist billiger, aber auch ein bisschen weniger drin.
Verpackung:
Whittakers sieht einfach edler stilvoller und seriöser aus.
Fairtrade:
sind beide
Nährwert:
Cadbury hat mehr Zucker, aber Whittakers mehr Fett
Geschmack:
Pauline findet Cadbury besser, weil sie süßlicher ist, ich mag lieber den
Geschmack von Whittakers, weil diese doch mehr schokoladig schmeckt
Wiederverschließbarkeit:
bei beiden gut
Geschmack
nach ein paar Tagen: immernoch eins a
So kam es
dann zu einem Unentschieden.
Der nächste
Tag sollte uns nun in die Natur führen. Hier in der Umgebung sind nämlich
einige Ziele unseres superduper Nz Frenzy Reiseführers.
Zuerst sind
wir dann nach Tunnel Beach gefahren, wo ein Herr Cargill(war wohl ein
politischer Anführer mal, man liest den Namen hier oft) einen Tunnel durch
Sandstein bauen ließ, damit seine Tochter an den Strand konnte. Dafür ist der
Strand eigentlich bekannt, deshalb waren wir aber nicht unbedingt da. Viel
beeindruckender dort waren die Sandsteinfelsen und die Wellen die an der Küste brandeten.
Deshalb saßen wir dort auch eine Weile und haben Wellen beobachtet, wie sie
durch die Landbrücke, gegeneinander, oder einfach gegen einen Felsen brausten.
Dann fuhren
wir wieder ein Stück zurück auf die Otago Peninsula zum Sandfly Bay, wo wir
aber Abends sowieso noch einmal Pinguine gucken wollten und deshalb gleich ein
Stück weiter zum Sandymount gefahren sind. Sandymount ist wie der Name schon
sagt ein Berg aus Sand, genauer gesagt feiner Sandstrand. Deshalb ließ es sich
auch recht schlecht dort hoch gehen. Aber für uns war er nur das Ende des
Rundweges, der die Selbstmordklippe der Verliebten(lovers leap) und den
Abgrund(chasm) beeinhaltete. Das war ein wirklich netter kleiner Rundweg und
meine Güte die Schluchten waren echt ganz schön heftig. Nicht umsonst haben sie
da Aussichtsplattformen hin gebaut. Vor allem bei dem Wind waren sie schon
recht praktisch an dem Tag.
Als wir ein
wenig geschafft vom Sandymount wieder am Parkplatz waren, fuhren wir weiter zum
Royal Albatross Center, welches ein ultratouriziel darstellte. Das Center
sollte kostenlos sein, im Gegensatz zum Besuch der Kolonie, welcher sehr teuer
sein sollte. Außerdem sollte es dort eine blue penguin colony geben, wie in
Oamaru nur kostenlos.
Als wir
ankamen, war wirklich viel los, vor allem Menschen, aber auch Massen an Möwen.
Ich habe mich auch gefragt, was ist so toll an einem Albatros und vor allem wo
der Unterschied ist zu den Möwen, aber als dann einer vor unseren Augen durch
die Luft glitt, wusste ich es. Während die Möwen sich einen Abzappelten mit
ihren Flügeln, haben wir den Albatros nicht einen Flügelschlag machen sehen.
Ziemlich faszinierende Wesen. Was nicht so faszinierend war, war dass das
Albatrosscenter etwas kostete und die Pinguinkolonie auch. Aber so ist das eben
mit Touristenzielen. Gefühlt trifft man auch, je teurer eine Sehenswürdigkeit
ist, umso mehr Touristen. Von diesem Phänomen habe ich auch schon im
NzFrenzy(hab ich schon erwähnt, dass der die besten Ziele kennt, wo man meist
fast allein ist) gelesen.
Da wir sowieso ein wenig in Eile waren, weil wir ja noch Gelbaugenpinguine gucken wollten, sahen wir uns noch die Kolonie schwarzer shags(ein Vogel, den es hier in verschiedenen Variationen gibt(auch shag point ist danach benannt)) an und beobachteten den einen oder anderen Albatros der vorüber flog.
Da wir sowieso ein wenig in Eile waren, weil wir ja noch Gelbaugenpinguine gucken wollten, sahen wir uns noch die Kolonie schwarzer shags(ein Vogel, den es hier in verschiedenen Variationen gibt(auch shag point ist danach benannt)) an und beobachteten den einen oder anderen Albatros der vorüber flog.
Mit einem
Klostop am Campingplatz ging’s dann nach Sandfly Bay. Sandfly Bay ist nicht
nach diesen lieblichen kleinen Mistviechern benannt, die einen stechen, ohne
dass man sie hört, wir werden spätestens in Fiordland noch über sie schreiben,
sondern weil dort Sand umher fliegt.
Vom
Parkplatz geht’s zu einer Aussichtsplattform, wo sich wie so oft in Neuseeland
ein wunderschöner Anblick bot. Keine Angst wir sind immer wieder begeistert,
daran kann man sich nicht übergucken. Nur Urwald haben wir mittlerweile
eigentlich genug gehabt und auch wenn wir keine Fotos von Farnbäumen mehr
hochladen sehen wir sie noch oft genug.
Die
Plattform war auf einem Hügel oder einer recht hohen Düne gelegen, die es nun
zum Strand herabzusteigen galt. Da der Sand so fein war stand man auch schnell
mal recht tief drin und ist mehr herab gerutscht als gestiegen.
Die
Versteckhütte zum Pinguine beobachten lag am anderen Ende des Strands. Wie wir
später erfuhren, hat man von dort nicht mehr ganz den besten Blick auf die
ankommenden Pinguine, weil sie mittlerweile in den Dünen am Strand brüten und
nicht mehr so viel auf dem Berg in dessen Richtung man blickte. Am besten wäre
eine Hütte dort, wo wir zum Strand herunter kamen, jedoch ist der Sand dort zu
weich.
Da die
Pinguine auf ihrem Weg in die Dünen, den Weg der Menschen zur Hütte kreuzen,
haben wir uns auf dem Weg dorthin auch schon nach ihnen umgesehen. Während des
Gehens bemerkten wir bereits, dass der Strand seinem Namen verdient.
Glücklicherweise, stand der Wind
günstig, dass die Bucht relativ windgeschützt war, obwohl an dem Tag der
Wind ganz schön gepustet hat. Immer wieder sah man die Sandwolken auf einen zu
fliegen und dann gegen die Sonnen(sandschutz)brille klatschen. Ein weiteres
Phänomen des Sandes war das er quietschte. Wenn man ein wenig über ihn
geschlürft ist klang es als ob man gerade Fenster putzt. Bevor wir bemerkt
hatten, dass wir die Auslöser dieses Geräusches sind dachten wir jedoch
Pinguine zu hören und immer als wir stehen blieben verstummte das mysteriöse
Geräusch…
Nachdem wir
eine Weile den Strand entlang gewandert waren sahen wir, dass in einiger
Entfernung sich Menschen auf einmal einfach hinsetzten, andere, auf der
gleichen Höhe auch. Dies konnte nur eins heißen: Pinguine
So setzten
wir uns dann auch zu ihnen und beobachteten aus angemessener Entfernung die
schüchternen Wesen.
Nachdem sie
in die Dünen verschwunden waren ging’s dann zur Versteckhütte, wo schon einige
Bewunderer der kleinen Watschler hockten. Aus der Ferne(ohne gute Kamera oder
Fernglas) konnten wir dann noch 2 beobachten. Wohlgemerkt haben wir dort 1,5
Stunden gesessen, aber das ist nötig, wenn man Pinguine auf natürlichste und
billigste Weise sehen will. Außerdem waren auch noch viele Seelöwen da, die uns
mittlerweile auch fast wie Farnbäume vorkommen. Ein weiteres Tier welches wir
auch oft sehen ist der Austernfischer. Ein schwarzer Vogel mit einem roten
Schnabel, der total lustig quietscht. Er ist eigentlich harmlos, außer jemand
kommt seinem Nest zu nahe. Dies ist nicht so gut zu erkennen und baut er aber
trotzdem gern an Menschenwegen.
Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg
den Strand entlang, dem Sonnenuntergang entgegen. Der Wind kam vom Land
Richtung Wellen, dass die Wellen sogar einen Richtigen Schweif bekamen, wir
sahen sogar ein paar Seelöwen wie sie sich im Wasser bewegten. Ja der Weg
zurück schon schön… halt, wer aufgepasst hat wird merken, dass ja noch dieser
sandige Hügel kam, der zudem noch recht steil ist. Also das war wirklich eine
Quälerei dort hoch zu kommen, weil man immer wenn man einen Schritt gemacht
hat, wieder halb zurück gerutscht ist.
Danach
konnten wir dann gut schlafen.
Morgens
wollten wir dann noch Brot backen, weshalb wir mal wieder 10 Minuten vor
Schluss auf dem Farmers Market ankamen. Diese Märkte sind hier einfach zu früh
für uns.
Danach
wollten wir in den Chinesischen Garten, der Dunedin von der Partnerstadt Shanghai(ja genau das Shanghai, wir haben
auch nicht schlecht gestaunt) geschenkt bekommen hat. Er war ganz nett, aber
der Eintritt hätte nicht sein müssen. Die Steine die für seine Erbauung
benötigt wurden kamen sogar aus China. Es gab auch einen Raum mit Spielen,
Büchern und Kleidung zum anprobieren. Pauline und ich sind an den Puzzeln
gnadenlos gescheitert und haben deshalb eine Runde Halma gespielt. Als wir uns
mal die chinesischen Kappen aufsetzen wollten stellten wir fest, dass Chinesen
sehr kleine Köpfe haben.
Weiter ging’s
dann zu den Glenfalloch Gärten, kostete auch Eintritt, war auch schick und
einen kleinen Nachmittagsspazíergang wert, aber nicht das Eintrittsgeld
unbedingt.
Zuletzt
stand noch Lanarch Castle auf unserem Progamm. Dies ist Neuseelands einziges
Schloss. Nachdem wir vom Eintritt so geschockt waren, dass wir fast wieder
umgedreht wären, haben wir uns doch dazu durchgerungen zumindest uns den Garten
und das Schloss von außen anzusehen.
Als wir es
sahen, wurde uns mal wieder bewusst, dass wir wohl von Schwerin und Ludwigslust
Schlosstechnisch ein wenig verwöhnt sind. Der Garten war auch schön, aber
insgesamt hatte ich mir mehr erwartet.
Da der Tag noch ein Highlight brauchte beschlossen wir für Silvester Quarkberliner zu machen. Deshalb stürzten wir uns in die Küche, die mal wieder ein wenig überfüllt war. Auch die Bedingungen hier etwas zuzubereiten sind nicht soo gut bei Gasherd und nur Oberhitze im Ofen. Trotzdem waren wir optimistisch. Der Teig war schnell angerührt und dann mussten sie ins gerade so kochende Fett. Sie sollten zwar 3-5 Minuten drin bleiben, waren aber nach einer Minute schon gut. Nachdem die ersten im Zucker gewälzt waren, wurden auch schon die Augen der Mitkochenden länger und einige fragten, was wir da machen.
Wir hätten sie gleich so wegnaschen können. Um dies zu vermeiden machten wir uns mal wieder Eierkuchen nach Rezept, jedoch hatte dies noch Folgen für einen anderen Tag. Trotzdem schmeckten sie sehr gut, auch wenn ich beim halbieren des Rezepts vergessen hatte auch die Backpulvermenge zu halbieren und wir noch den Restquark beimischten. Dazu gab’s mal Apfelmus.
Da der Tag noch ein Highlight brauchte beschlossen wir für Silvester Quarkberliner zu machen. Deshalb stürzten wir uns in die Küche, die mal wieder ein wenig überfüllt war. Auch die Bedingungen hier etwas zuzubereiten sind nicht soo gut bei Gasherd und nur Oberhitze im Ofen. Trotzdem waren wir optimistisch. Der Teig war schnell angerührt und dann mussten sie ins gerade so kochende Fett. Sie sollten zwar 3-5 Minuten drin bleiben, waren aber nach einer Minute schon gut. Nachdem die ersten im Zucker gewälzt waren, wurden auch schon die Augen der Mitkochenden länger und einige fragten, was wir da machen.
Wir hätten sie gleich so wegnaschen können. Um dies zu vermeiden machten wir uns mal wieder Eierkuchen nach Rezept, jedoch hatte dies noch Folgen für einen anderen Tag. Trotzdem schmeckten sie sehr gut, auch wenn ich beim halbieren des Rezepts vergessen hatte auch die Backpulvermenge zu halbieren und wir noch den Restquark beimischten. Dazu gab’s mal Apfelmus.
Am 30. Dezember
dann ging es endlich zur Cadbury Fabrik. Zur Vorbereitung stimmten wir unsere
Zungen schonmal mit der Tafel die wir gekauft hatten ein. Im Besucherzentrum
dann war es total voll, weil mal wieder ein Kreuzfahrtschiff angekommen war.
Die Führung ähnelte, wer hätte es erwartet, einer Verkaufsveranstaltung die im
Shop endete. Aber sie enthielt doch schon ein paar nette Informationen und
einige Proben. Das große Highlight der
Tour jedoch sollte der Schokoladen(wasser)fall sein, den ich mir wie eine Art
riesigen Schokoladenspringbrunnen vorstellte. Es war jedoch nur eine Tonne
(also 1000kg) Schokolade, die in einen
Turm hoch gepumpt und wieder runter krachen gelassen wurde. Dabei wurden Fotos
gemacht die man für schlappe 10$ kaufen konnte…
Mal ein
kleiner Ausflug in die Cadbury Geschichte: gegründet wurde die Firma in
England, wo anfangs nur Trinkschokolade hergestellt wurde. Diese kaufte dann
die Hudson Bäckerei in Dunedin am heutigen Standort auf. Mittlerweile gehört
Cadbury zu Kraft foods(wie Milka und Toblerone). Wie Milka hat Cadbury auch die
Farbe Lila. Dies war ein Tribut der Cadbury Brüder an Queen Victoria.
Neu für mich
war, dass Schokolade überall anders schmeckt, aufgrund der Milchqualität und
dass weiße Schokolade gar keine richtige Schokolade ist.
Nach der
Führung mit dem Bauch voll Schokolade gingen wir ins neu eröffnete Settlers
Museum. Dieses war hochmodern und muss Unmengen an Geld verschlungen haben und
ist Riesengroß. Es hatte schon einige interessante Ecken, aber es ging halt um
die noch nicht so alte Neuseeländische Kultur. Ausgestellt, waren einige Autos,
sowie ein alter Stadtbus und die ehemals steilste Straßenbahn der Welt und der
erste PC Dunedins, der gar nicht aufs Foto passen wollte.
Außerdem gab
es viele Videos, z.B. eines aus den 50ern, wo Affen als Menschen verkleidet
wurden und dann eine Geschichte dazu erzählt wurde.
Als wir das
Museum grade verlassen wollten begann es enorm an zu regnen. Glücklicherweise
hatte das Museum freies WIFI. In einer etwas unregnerischen Phase sind wir dann
zum Auto geflitzt und nach Hause gedüst, wo es dann Rhabarber gab. Eine Frau
sagte sogar zu uns, dass sie neidisch ist, weil es bei uns immer so gutes Essen
gibt.
Silvester
wollten wir den Tag in der Stadt noch für das Otago(der Landesteil in dem wir
gerade sind) Museum nutzen, welches wir am Vortag nicht mehr geschafft haben
und selbst an diesem Tag kaum erfassen konnten. Es gab eine Sonderausstellung
über die Beben in Canterbury/Christchurch. Diese war sehr interessant und sehr
gut bebildert. Das Ausmaß des Hauptbebens und der ganzen Nachbeben wurde einem
sehr deutlich. Zudem war der ein wenig beschädigte Timeball der in
Christchurchs Hafen Lyttleton sein sollte(laut der eigentlich aktualisierten
lonely planet Ausgabe) und wir dort gesucht haben dort ausgestellt. So haben
wir ihn also doch noch gesehen.
Außerdem
haben wir damals in Sumner(wo wir unser Auto gekauft haben) an Klippen einige
abgerutschte Häuser gesehen und am Straßenrand standen Container, die die
Straße vor weiteren Erdrutschen schützen sollten, was auch alles im Erdbeben
begründet lag.
Was uns auch
beeindruckte war, dass es selbst in der Zeit in der wir da waren anscheinend
Nachbeben gab, die wir nur nicht bemerkt haben. Von einem merkbaren hatte ich
als wir in Timaru waren gelesen.
Nach dem
Beben gab es auch interessante Aktionen.
Eine kam von den örtlichen Skateboardern, die in den ganzen Erdspalten
und Bodenanhebungen neue Herausforderungen sahen. Außerdem waren überall in der
Stadt Warnhütchen aufgestellt, die zu Weihnachten geschmückt wurden.
Uns ist
schon aufgefallen, dass die Neuseeländer anscheinend wirklich gerne diese
Hütchen überall aufstellen. Erst dachten wir, wir sind so von Christchurch
geprägt, dass wir immer wenn wir irgendwo eines sehen denken „ach diese
Neuseeländer“ , aber hier in Dunedin stehen auch viele unnötig rum. Das brachte
uns auch schon auf die Idee, uns auch eines zu besorgen und es mit einem
anderen auszutauschen, dieses wiederum andernorts auszutauschen. Aber die Idee
mit dem Schmücken fanden wir doch wesentlich cooler.
Im Museum
ging es auch viel um andere Kulturen, z.B. gab es sehr viele Schnitzereien
Masken und allerlei Kunsthandwerk von pazifischen Völkern, eine Sammlung mit
Kram aus aller Welt(u.a. eine Mumie) und natürlich ging es auch noch um die
Menschen Otagos.
Im
Vordergrund stand eine Ausstellung über die Moriori, ein Volk welches auf den
Chatham Islands lebt(e) und dort ankam, als auch die Maori in Neuseeland an
Land gingen. Ursprünglich waren sie beide Polynesier, aber durch die Isolation
entwickelte sich eine eigene Kultur. Nachdem es bei dem ersten Kontakt mit
Europäern zu Kämpfen beim Versuch zu handeln kam und ein Moriori starb,
beschlossen sie keine Gewalt mehr anzuwenden. Dies wurde ihnen zum Verhängnis,
als sie von Maoristämmen überfallen wurden, welche von den Europäern verdrängt
wurde. Sie wurden noch mehr dezimiert, bis 1933 der letzte „Vollblutmoriori“
starb. Lange Zeit wurde sogar gelehrt, dass sie nie existiert haben, aber seit
den 90ern bekommen die Nachfahren der Moriori ihr Land auf den Chathams zurück
und auch ihre Sprache wird wieder mehr gesprochen.
Ein großer
Raum war auch der Maori Kultur gewidmet. Es ist erstaunlich was diese für
Schnitzereien machen konnten, wenn man es mit ihren Höhlenmalereien vergleicht.
Auch die Geologie
kam nicht zu kurz, aber diesen Teil kannten wir ja schon. Jedoch war hier das
Skelett eines riesigen Wassserreptils ausgestellt, welches von shag point
stammt.
So beim
schreiben fällt mir erst auf wie interessant es eigentlich ist(zudem auch
kostenlos). Jedoch waren es wohl einfach zu viele Informationen auf einmal.
Trotzdem werde ich die enormen Moa Skelette wohl nicht vergessen, genauso wie
das animal attic. Hier waren meist ausgestopfte Tiere von überall aus der Welt
ausgestellt. Diese Sammlung ist wohl schon über 100 Jahre alt. Manche Tiere
waren auch gleich in irgendeiner Flüssigkeit konserviert(z.B. ein Rattenkönig).
Zuletzt
mussten wir wirklich alles nur noch überfliegen, weil wir es nicht mehr
geschafft hätten alles in Ruhe anzusehen. Den Teil des Museums(der aber mehr
für Kinder ist), den man bezahlen musste haben wir ganz ausgelassen.
Danach
hatten wir bis zum Beginn des öffentlichen Silvesterkonzerts noch Zeit und
schlenderten noch ein wenig übers Universitätsgelände. Als wir dann immer noch
recht viel Zeit hatten gingen wir zu Velvet Burger, wo das essen zwar auf sich
warten ließ, es aber umso besser schmeckte. Da wir am Fenster mit Blick zur
Fußgängerzone saßen haben wir das Spiel: „sieht aus wie“ erfunden. Dabei haben
wir uns gegenseitig Personen gezeigt und der andere musste überlegen, wie wer
die Person aussieht.
Nachdem der
Burger verspeist und wir noch ein wenig bekleideter waren, ging das Konzert
auch los. Es begann mit den Foxy tones, 3 junge Damen im roten Glitzerkleid.
Dies ließ uns dem weiteren Verlauf des Abends gegenüber sehr skeptisch werden.
Jedoch machten sie ihre Sache gut und wir waren gut drauf. Auch die allgemeine
Stimmung im Publikum fand ich den ganzen Abend über sehr angenehm. Was ein
wenig ungewohnt war, dass keine Bierstände da waren. Trotzdem glaube ich nicht,
dass wir die Einzigen waren, die an diesem Abend Spaß hatten. Die zweite Band
coverte auch mehr Titel die uns mehr zu sagten, wie z.B. Red hot chili peppers,
jason mraz oder sam sparro und die dritte waren dann eine Bluesband. Pünktlich
um 12 war das Konzert dann zu Ende, die Turmuhr schlug, die Kanone knallte und
das Feuerwerk begann. Bei diesem waren viele ohhhs und aaahs zu hören, was uns
ein wenig verdutzte. Wir sind in Europa wohl schon ziemlich verwöhnt. Danach
flanierten wir noch ein wenig durch die
feiernden glücklichen Menschen, bis es uns dann auch nach Hause zog. Das war
das erste Mal dass ich hier im dunkeln Auto gefahren bin.
So und
jetzt? Ums mal frei nach Rolf Zuckowski zu sagen: und jetzt und jetzt fängt das
Ganze schon wieder von vorne an.
Jedoch
wussten wir mal gar nichts mit dem neuen Anfang anzufangen. Weil es regnen
sollte, was es letztendlich mal wieder nicht hat, haben wir beschlossen
heute den Honigkuchen ohne
Honigkuchengewürz, welches die Neuseeländische Post wahrscheinlich noch in Gewahrsam
hat, zu backen. Erinnert ihr euch noch, dass ich gesagt hab, dass das
Eierkuchen machen folgen hat? Das war jetzt der Fall. Wir hatten keine Eier
mehr und unsere Milch war auch fast aufgebraucht. Dies schränkt die Liste der
Dinge, die wir Kochen oder Backen hätten können sehr ein. Aber wir fanden doch
noch etwas passendes: Vanille Kipferl oder besser gesagt, wie backe ich etwas
mit dem ich dick werden kann. Butter hatten wir sogar noch genug und mit Zucker
und Mehl hatten wir uns auch eingedeckt. Mandeln Nüsse und ähnliches bot unsere
Vorratskiste nicht, dafür smartiäquivalent, welches wir beschlossen in den Teig
einfließen zu lassen.
Heute
wollten wir den Honigkuchen backen. Da wir nicht extra für die Einkäufe in die
Stadt fahren wollten, haben wir uns ein paar Dinge überlegt die wir da auch
noch machen können, wenn wir schon da sind. Als wir jedoch gesehen hatten, dass
der Dorfladen hier auf hat, schmissen wir unsere Pläne über den Haufen, kauften
was wir brauchten und gingen in die Küche. Heute regnet es sogar.
Der Teig hat
unglaublich geklebt und wir dachten, dass wir den Sirup falsch abgemessen
haben. Da wir keine Waage und nur begrenzte Volumenabmessmöglichkeiten haben
hätte dies durchaus sein können. Das Volumen des Honigs haben wir abgemessen
indem wir Wasser verdrängt haben. Danke Physikunterricht. Da wir nur eine
Gewichtsangabe für den Sirup haben, haben wir nach der Dichte gegoogelt und so
das Volumen errechnet.
Als der Teig
dann aufs Backblech musste, stellten wir fest, dass uns das Backpapier
ausgegangen war. Deshalb musste ich noch einmal fix zum örtlichen Laden fahren
und glücklicherweise gab es dort auch welches. So konnte der Teig auch endlich
in den Ofen war und hat danach auch endlich gut ausgesehen, gerochen und
geschmeckt. Der Zuckerguß gab dem ganzen dann noch den letzten Schliff.
Nachdem
dieser Text nun fertig ist, ist der Tag dann auch schon wieder rum, mal sehen
was morgen schmackhaftes passiert.
Macht nicht
so doll
Euer David















Der Physikteil zum Schluss war mein Favourite. Hab heute n Doku über Neuseeländische Bahn gesehehn, zumindest Teile davon. Ihr habt in Christchurch ansceinend voll die blühende Musikkultur in Bars und so verpasst =D
AntwortenLöschenMitgekriegt haben wir davon was, hatten uns das eigentlich auch immer mal vorgenommen, aber hat nicht gepasst. Sowas haben wir ja zu Hause auch noch genug.
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