Mittwoch, 2. Januar 2013

weniger ist mehr

Zusammenfassung:

27.12: einkaufen
28.12: Natur pur: Tunnel beach, Sandymount, Albatros center, Sandfly bay; alles sehr schön und schön windig, mal wieder Pinguine
29.12: Chinesischer Garten, Glenfalloch Garten, Lanarch Castle; alles recht schick aber auch teuer; Küchenspaß
30.12: Cadburyworld(Schokladenfabrik) schmackhaft; Settlersmuseum groß modern kostenlos, aber hat auch unsehenswerte Ecken.
31.12: Otago Museum: groß, sehr verschiedene Sachen,kostenlos, interessant, aber bisschen viel; Silvester: Knall bumm
01+02.01 Küchenspäße

Hallo Freunde
Nachdem wir unseren Weihnachtsschlaf beendet hatten und unseren Van aus der Grube, die er in den Campingplatzboden gestanden hat, in die Stadt buxiert hatten, wollten wir nun mal die Stadt auf eigene Faust erkunden. Als wir einen Parkplatz gefunden hatten gingen wir Richtung Oktagon, dem Achteck, das das Stadtzentrum bildet. So weit kamen wir jedoch erstmal gar nicht, da wir einen Fotoladen sahen und ich noch ein Kabel für meinen Fotoapparat brauche um ihn evtl. doch noch hier zu retten. Nun folgte ein ähnliches Szenario, wie bei der Feuerschale: wir wurden von Laden zu Laden geschickt und außer einer Badewanne voll Mitleid hatten wir am Ende nichts. So gibt’s vorerst weiterhin nur Niedrigqualitätfotos für euch(ganz ehrlich auf diesen Fotos kommt das ganze Ausmaß der Pracht Neuseeländischer Landschaft nicht rüber).
Im Oktagon angekommen haben wir erstmal den letzten Blogeintrag fertig gestellt. Dann sind wir in die Kirche, die während der Führung zu war. Wir kamen genau zum Ende des Orgelkonzerts, welches extra für die Cruise ship(Kreuzfahrtschiff) Touristen stattfand. Die Orgel der Kirche war wirklich mal was Anderes als die, die man sonst sieht.
 Nun wollten wir wie uns bei der Stadtführung empfohlen wurde das Theater von innen ansehen. Dies war nicht das einzige Mal an diesem Tag, wo wir vor verschlossenen Türen standen. Dies liegt an der Weihnachts/Neujahreszeit, in der das Land wohl kollektiv Bäumchen wechsel dich spielt und die Neuseeländer an einen anderen Ort im Land sind. Ganze Betriebe machen hier in der Zeit zu. Ein Beispiel welches uns betrifft, ist Cadbury World. Cadbury ist hier was bei uns Milka ist und produziert in Dunedin. Wir wollten eine große(inklusive Produktion) Führung machen, was aber nicht möglich ist bis zum 7. Januar, da 24-26. Weihnachten ist, danach Donnerstag und Freitag dann gleich mit frei ist. Die Woche danach sieht es ähnlich aus, da der 2. Januar auch gesetzlich frei ist.
Auch deshalb wird das mit unserer Warrant of Fitness (TÜV) hier nichts.
Jedenfalls wollten wir dann weiter Richtung Uni Gelände. Der Weg dorthin führte uns durch die Einkaufsstraße, wo wir dann letztendlich auch hängen blieben. Für Pauline gab es neue Schuhe, da einer beim Schuhwechsel mal aus dem Auto gefallen sein muss und ich hab mich ein wenig im Regal der Merino Produkte bedient. Merino ist Wolle, die auch wenn sie nass ist warm hält.
Danach ging’s dann gleich noch in den Supermarkt, weil wir uns auf die Cadbury world Führung vorbereiten wollten, heißt Schokolade kaufen. Als wir dann vor dem Schokoladenregal standen und uns die Vielfältigkeit der Cadbury Produktpalette zu erschlagen drohte, sprach uns ein Mann an und sagte uns die Whittaker Schokolade sei besser. Deshalb beschlossen wir die Standard Schokoladen der beiden Anbieter zu testen:
Preis: Cadbury ist billiger, aber auch ein bisschen weniger drin.
Verpackung: Whittakers sieht einfach edler stilvoller und seriöser aus.
Fairtrade: sind beide
Nährwert: Cadbury hat mehr Zucker, aber Whittakers mehr Fett
Geschmack: Pauline findet Cadbury besser, weil sie süßlicher ist, ich mag lieber den Geschmack von Whittakers, weil diese doch mehr schokoladig schmeckt
Wiederverschließbarkeit: bei beiden gut
Geschmack nach ein paar Tagen: immernoch eins a
So kam es dann zu einem Unentschieden.

Der nächste Tag sollte uns nun in die Natur führen. Hier in der Umgebung sind nämlich einige Ziele unseres superduper Nz Frenzy Reiseführers.
Zuerst sind wir dann nach Tunnel Beach gefahren, wo ein Herr Cargill(war wohl ein politischer Anführer mal, man liest den Namen hier oft) einen Tunnel durch Sandstein bauen ließ, damit seine Tochter an den Strand konnte. Dafür ist der Strand eigentlich bekannt, deshalb waren wir aber nicht unbedingt da. Viel beeindruckender dort waren die Sandsteinfelsen und die Wellen die an der Küste brandeten. Deshalb saßen wir dort auch eine Weile und haben Wellen beobachtet, wie sie durch die Landbrücke, gegeneinander, oder einfach gegen einen Felsen brausten.
Dann fuhren wir wieder ein Stück zurück auf die Otago Peninsula zum Sandfly Bay, wo wir aber Abends sowieso noch einmal Pinguine gucken wollten und deshalb gleich ein Stück weiter zum Sandymount gefahren sind. Sandymount ist wie der Name schon sagt ein Berg aus Sand, genauer gesagt feiner Sandstrand. Deshalb ließ es sich auch recht schlecht dort hoch gehen. Aber für uns war er nur das Ende des Rundweges, der die Selbstmordklippe der Verliebten(lovers leap) und den Abgrund(chasm) beeinhaltete. Das war ein wirklich netter kleiner Rundweg und meine Güte die Schluchten waren echt ganz schön heftig. Nicht umsonst haben sie da Aussichtsplattformen hin gebaut. Vor allem bei dem Wind waren sie schon recht praktisch an dem Tag.
Als wir ein wenig geschafft vom Sandymount wieder am Parkplatz waren, fuhren wir weiter zum Royal Albatross Center, welches ein ultratouriziel darstellte. Das Center sollte kostenlos sein, im Gegensatz zum Besuch der Kolonie, welcher sehr teuer sein sollte. Außerdem sollte es dort eine blue penguin colony geben, wie in Oamaru nur kostenlos.
Als wir ankamen, war wirklich viel los, vor allem Menschen, aber auch Massen an Möwen. Ich habe mich auch gefragt, was ist so toll an einem Albatros und vor allem wo der Unterschied ist zu den Möwen, aber als dann einer vor unseren Augen durch die Luft glitt, wusste ich es. Während die Möwen sich einen Abzappelten mit ihren Flügeln, haben wir den Albatros nicht einen Flügelschlag machen sehen. Ziemlich faszinierende Wesen. Was nicht so faszinierend war, war dass das Albatrosscenter etwas kostete und die Pinguinkolonie auch. Aber so ist das eben mit Touristenzielen. Gefühlt trifft man auch, je teurer eine Sehenswürdigkeit ist, umso mehr Touristen. Von diesem Phänomen habe ich auch schon im NzFrenzy(hab ich schon erwähnt, dass der die besten Ziele kennt, wo man meist fast allein ist) gelesen. 
 Da wir sowieso ein wenig in Eile waren, weil wir ja noch Gelbaugenpinguine gucken wollten, sahen wir uns noch die Kolonie schwarzer shags(ein Vogel, den es hier in verschiedenen Variationen gibt(auch shag point ist danach benannt)) an und beobachteten den einen oder anderen Albatros der vorüber flog.
Mit einem Klostop am Campingplatz ging’s dann nach Sandfly Bay. Sandfly Bay ist nicht nach diesen lieblichen kleinen Mistviechern benannt, die einen stechen, ohne dass man sie hört, wir werden spätestens in Fiordland noch über sie schreiben, sondern weil dort Sand umher fliegt.
Vom Parkplatz geht’s zu einer Aussichtsplattform, wo sich wie so oft in Neuseeland ein wunderschöner Anblick bot. Keine Angst wir sind immer wieder begeistert, daran kann man sich nicht übergucken. Nur Urwald haben wir mittlerweile eigentlich genug gehabt und auch wenn wir keine Fotos von Farnbäumen mehr hochladen sehen wir sie noch oft genug.
Die Plattform war auf einem Hügel oder einer recht hohen Düne gelegen, die es nun zum Strand herabzusteigen galt. Da der Sand so fein war stand man auch schnell mal recht tief drin und ist mehr herab gerutscht als gestiegen.
Die Versteckhütte zum Pinguine beobachten lag am anderen Ende des Strands. Wie wir später erfuhren, hat man von dort nicht mehr ganz den besten Blick auf die ankommenden Pinguine, weil sie mittlerweile in den Dünen am Strand brüten und nicht mehr so viel auf dem Berg in dessen Richtung man blickte. Am besten wäre eine Hütte dort, wo wir zum Strand herunter kamen, jedoch ist der Sand dort zu weich.
Da die Pinguine auf ihrem Weg in die Dünen, den Weg der Menschen zur Hütte kreuzen, haben wir uns auf dem Weg dorthin auch schon nach ihnen umgesehen. Während des Gehens bemerkten wir bereits, dass der Strand seinem Namen verdient. Glücklicherweise, stand der Wind  günstig, dass die Bucht relativ windgeschützt war, obwohl an dem Tag der Wind ganz schön gepustet hat. Immer wieder sah man die Sandwolken auf einen zu fliegen und dann gegen die Sonnen(sandschutz)brille klatschen. Ein weiteres Phänomen des Sandes war das er quietschte. Wenn man ein wenig über ihn geschlürft ist klang es als ob man gerade Fenster putzt. Bevor wir bemerkt hatten, dass wir die Auslöser dieses Geräusches sind dachten wir jedoch Pinguine zu hören und immer als wir stehen blieben verstummte das mysteriöse Geräusch…
Nachdem wir eine Weile den Strand entlang gewandert waren sahen wir, dass in einiger Entfernung sich Menschen auf einmal einfach hinsetzten, andere, auf der gleichen Höhe auch. Dies konnte nur eins heißen: Pinguine
So setzten wir uns dann auch zu ihnen und beobachteten aus angemessener Entfernung die schüchternen Wesen.
Nachdem sie in die Dünen verschwunden waren ging’s dann zur Versteckhütte, wo schon einige Bewunderer der kleinen Watschler hockten. Aus der Ferne(ohne gute Kamera oder Fernglas) konnten wir dann noch 2 beobachten. Wohlgemerkt haben wir dort 1,5 Stunden gesessen, aber das ist nötig, wenn man Pinguine auf natürlichste und billigste Weise sehen will. Außerdem waren auch noch viele Seelöwen da, die uns mittlerweile auch fast wie Farnbäume vorkommen. Ein weiteres Tier welches wir auch oft sehen ist der Austernfischer. Ein schwarzer Vogel mit einem roten Schnabel, der total lustig quietscht. Er ist eigentlich harmlos, außer jemand kommt seinem Nest zu nahe. Dies ist nicht so gut zu erkennen und baut er aber trotzdem gern an Menschenwegen.
Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg den Strand entlang, dem Sonnenuntergang entgegen. Der Wind kam vom Land Richtung Wellen, dass die Wellen sogar einen Richtigen Schweif bekamen, wir sahen sogar ein paar Seelöwen wie sie sich im Wasser bewegten. Ja der Weg zurück schon schön… halt, wer aufgepasst hat wird merken, dass ja noch dieser sandige Hügel kam, der zudem noch recht steil ist. Also das war wirklich eine Quälerei dort hoch zu kommen, weil man immer wenn man einen Schritt gemacht hat, wieder halb zurück gerutscht ist.
Danach konnten wir dann gut schlafen.


Morgens wollten wir dann noch Brot backen, weshalb wir mal wieder 10 Minuten vor Schluss auf dem Farmers Market ankamen. Diese Märkte sind hier einfach zu früh für uns.
Danach wollten wir in den Chinesischen Garten, der Dunedin von der Partnerstadt  Shanghai(ja genau das Shanghai, wir haben auch nicht schlecht gestaunt) geschenkt bekommen hat. Er war ganz nett, aber der Eintritt hätte nicht sein müssen. Die Steine die für seine Erbauung benötigt wurden kamen sogar aus China. Es gab auch einen Raum mit Spielen, Büchern und Kleidung zum anprobieren. Pauline und ich sind an den Puzzeln gnadenlos gescheitert und haben deshalb eine Runde Halma gespielt. Als wir uns mal die chinesischen Kappen aufsetzen wollten stellten wir fest, dass Chinesen sehr kleine Köpfe haben.
Weiter ging’s dann zu den Glenfalloch Gärten, kostete auch Eintritt, war auch schick und einen kleinen Nachmittagsspazíergang wert, aber nicht das Eintrittsgeld unbedingt. 
Zuletzt stand noch Lanarch Castle auf unserem Progamm. Dies ist Neuseelands einziges Schloss. Nachdem wir vom Eintritt so geschockt waren, dass wir fast wieder umgedreht wären, haben wir uns doch dazu durchgerungen zumindest uns den Garten und das Schloss von außen anzusehen.
Als wir es sahen, wurde uns mal wieder bewusst, dass wir wohl von Schwerin und Ludwigslust Schlosstechnisch ein wenig verwöhnt sind. Der Garten war auch schön, aber insgesamt hatte ich mir mehr erwartet.
 Da der Tag noch ein Highlight brauchte beschlossen wir für Silvester Quarkberliner zu machen. Deshalb stürzten wir uns in die Küche, die mal wieder ein wenig überfüllt war. Auch die Bedingungen hier etwas zuzubereiten sind nicht soo gut bei Gasherd und nur Oberhitze im Ofen. Trotzdem waren wir optimistisch. Der Teig war schnell angerührt und dann mussten sie ins gerade so kochende Fett. Sie sollten zwar 3-5 Minuten drin bleiben, waren aber nach einer Minute schon gut. Nachdem die ersten im Zucker gewälzt waren, wurden auch schon die Augen der Mitkochenden länger und einige fragten, was wir da machen.
 Wir hätten sie gleich so wegnaschen können. Um dies zu vermeiden machten wir uns mal wieder Eierkuchen nach Rezept, jedoch hatte dies noch Folgen für einen anderen Tag. Trotzdem schmeckten sie sehr gut, auch wenn ich beim halbieren des Rezepts vergessen hatte auch die Backpulvermenge zu halbieren und wir noch den Restquark beimischten. Dazu gab’s mal Apfelmus.
Am 30. Dezember dann ging es endlich zur Cadbury Fabrik. Zur Vorbereitung stimmten wir unsere Zungen schonmal mit der Tafel die wir gekauft hatten ein. Im Besucherzentrum dann war es total voll, weil mal wieder ein Kreuzfahrtschiff angekommen war. Die Führung ähnelte, wer hätte es erwartet, einer Verkaufsveranstaltung die im Shop endete. Aber sie enthielt doch schon ein paar nette Informationen und einige Proben. Das große Highlight  der Tour jedoch sollte der Schokoladen(wasser)fall sein, den ich mir wie eine Art riesigen Schokoladenspringbrunnen vorstellte. Es war jedoch nur eine Tonne (also 1000kg) Schokolade, die in  einen Turm hoch gepumpt und wieder runter krachen gelassen wurde. Dabei wurden Fotos gemacht die man für schlappe 10$ kaufen konnte…
Mal ein kleiner Ausflug in die Cadbury Geschichte: gegründet wurde die Firma in England, wo anfangs nur Trinkschokolade hergestellt wurde. Diese kaufte dann die Hudson Bäckerei in Dunedin am heutigen Standort auf. Mittlerweile gehört Cadbury zu Kraft foods(wie Milka und Toblerone). Wie Milka hat Cadbury auch die Farbe Lila. Dies war ein Tribut der Cadbury Brüder an Queen Victoria.
Neu für mich war, dass Schokolade überall anders schmeckt, aufgrund der Milchqualität und dass weiße Schokolade gar keine richtige Schokolade ist.
Nach der Führung mit dem Bauch voll Schokolade gingen wir ins neu eröffnete Settlers Museum. Dieses war hochmodern und muss Unmengen an Geld verschlungen haben und ist Riesengroß. Es hatte schon einige interessante Ecken, aber es ging halt um die noch nicht so alte Neuseeländische Kultur. Ausgestellt, waren einige Autos, sowie ein alter Stadtbus und die ehemals steilste Straßenbahn der Welt und der erste PC Dunedins, der gar nicht aufs Foto passen wollte.
Außerdem gab es viele Videos, z.B. eines aus den 50ern, wo Affen als Menschen verkleidet wurden und dann eine Geschichte dazu erzählt wurde.
Als wir das Museum grade verlassen wollten begann es enorm an zu regnen. Glücklicherweise hatte das Museum freies WIFI. In einer etwas unregnerischen Phase sind wir dann zum Auto geflitzt und nach Hause gedüst, wo es dann Rhabarber gab. Eine Frau sagte sogar zu uns, dass sie neidisch ist, weil es bei uns immer so gutes Essen gibt.
Silvester wollten wir den Tag in der Stadt noch für das Otago(der Landesteil in dem wir gerade sind) Museum nutzen, welches wir am Vortag nicht mehr geschafft haben und selbst an diesem Tag kaum erfassen konnten. Es gab eine Sonderausstellung über die Beben in Canterbury/Christchurch. Diese war sehr interessant und sehr gut bebildert. Das Ausmaß des Hauptbebens und der ganzen Nachbeben wurde einem sehr deutlich. Zudem war der ein wenig beschädigte Timeball der in Christchurchs Hafen Lyttleton sein sollte(laut der eigentlich aktualisierten lonely planet Ausgabe) und wir dort gesucht haben dort ausgestellt. So haben wir ihn also doch noch gesehen.
Außerdem haben wir damals in Sumner(wo wir unser Auto gekauft haben) an Klippen einige abgerutschte Häuser gesehen und am Straßenrand standen Container, die die Straße vor weiteren Erdrutschen schützen sollten, was auch alles im Erdbeben begründet lag.
Was uns auch beeindruckte war, dass es selbst in der Zeit in der wir da waren anscheinend Nachbeben gab, die wir nur nicht bemerkt haben. Von einem merkbaren hatte ich als wir in Timaru waren gelesen. 
Nach dem Beben gab es auch interessante Aktionen.  Eine kam von den örtlichen Skateboardern, die in den ganzen Erdspalten und Bodenanhebungen neue Herausforderungen sahen. Außerdem waren überall in der Stadt Warnhütchen aufgestellt, die zu Weihnachten geschmückt wurden.
Uns ist schon aufgefallen, dass die Neuseeländer anscheinend wirklich gerne diese Hütchen überall aufstellen. Erst dachten wir, wir sind so von Christchurch geprägt, dass wir immer wenn wir irgendwo eines sehen denken „ach diese Neuseeländer“ , aber hier in Dunedin stehen auch viele unnötig rum. Das brachte uns auch schon auf die Idee, uns auch eines zu besorgen und es mit einem anderen auszutauschen, dieses wiederum andernorts auszutauschen. Aber die Idee mit dem Schmücken fanden wir doch wesentlich cooler.
Im Museum ging es auch viel um andere Kulturen, z.B. gab es sehr viele Schnitzereien Masken und allerlei Kunsthandwerk von pazifischen Völkern, eine Sammlung mit Kram aus aller Welt(u.a. eine Mumie) und natürlich ging es auch noch um die Menschen Otagos.
Im Vordergrund stand eine Ausstellung über die Moriori, ein Volk welches auf den Chatham Islands lebt(e) und dort ankam, als auch die Maori in Neuseeland an Land gingen. Ursprünglich waren sie beide Polynesier, aber durch die Isolation entwickelte sich eine eigene Kultur. Nachdem es bei dem ersten Kontakt mit Europäern zu Kämpfen beim Versuch zu handeln kam und ein Moriori starb, beschlossen sie keine Gewalt mehr anzuwenden. Dies wurde ihnen zum Verhängnis, als sie von Maoristämmen überfallen wurden, welche von den Europäern verdrängt wurde. Sie wurden noch mehr dezimiert, bis 1933 der letzte „Vollblutmoriori“ starb. Lange Zeit wurde sogar gelehrt, dass sie nie existiert haben, aber seit den 90ern bekommen die Nachfahren der Moriori ihr Land auf den Chathams zurück und auch ihre Sprache wird wieder mehr gesprochen.
Ein großer Raum war auch der Maori Kultur gewidmet. Es ist erstaunlich was diese für Schnitzereien machen konnten, wenn man es mit ihren Höhlenmalereien vergleicht.
Auch die Geologie kam nicht zu kurz, aber diesen Teil kannten wir ja schon. Jedoch war hier das Skelett eines riesigen Wassserreptils ausgestellt, welches von shag point stammt.
So beim schreiben fällt mir erst auf wie interessant es eigentlich ist(zudem auch kostenlos). Jedoch waren es wohl einfach zu viele Informationen auf einmal. Trotzdem werde ich die enormen Moa Skelette wohl nicht vergessen, genauso wie das animal attic. Hier waren meist ausgestopfte Tiere von überall aus der Welt ausgestellt. Diese Sammlung ist wohl schon über 100 Jahre alt. Manche Tiere waren auch gleich in irgendeiner Flüssigkeit konserviert(z.B. ein Rattenkönig).
Zuletzt mussten wir wirklich alles nur noch überfliegen, weil wir es nicht mehr geschafft hätten alles in Ruhe anzusehen. Den Teil des Museums(der aber mehr für Kinder ist), den man bezahlen musste haben wir ganz ausgelassen.
Danach hatten wir bis zum Beginn des öffentlichen Silvesterkonzerts noch Zeit und schlenderten noch ein wenig übers Universitätsgelände. Als wir dann immer noch recht viel Zeit hatten gingen wir zu Velvet Burger, wo das essen zwar auf sich warten ließ, es aber umso besser schmeckte. Da wir am Fenster mit Blick zur Fußgängerzone saßen haben wir das Spiel: „sieht aus wie“ erfunden. Dabei haben wir uns gegenseitig Personen gezeigt und der andere musste überlegen, wie wer die Person aussieht.
Nachdem der Burger verspeist und wir noch ein wenig bekleideter waren, ging das Konzert auch los. Es begann mit den Foxy tones, 3 junge Damen im roten Glitzerkleid. Dies ließ uns dem weiteren Verlauf des Abends gegenüber sehr skeptisch werden. Jedoch machten sie ihre Sache gut und wir waren gut drauf. Auch die allgemeine Stimmung im Publikum fand ich den ganzen Abend über sehr angenehm. Was ein wenig ungewohnt war, dass keine Bierstände da waren. Trotzdem glaube ich nicht, dass wir die Einzigen waren, die an diesem Abend Spaß hatten. Die zweite Band coverte auch mehr Titel die uns mehr zu sagten, wie z.B. Red hot chili peppers, jason mraz oder sam sparro und die dritte waren dann eine Bluesband. Pünktlich um 12 war das Konzert dann zu Ende, die Turmuhr schlug, die Kanone knallte und das Feuerwerk begann. Bei diesem waren viele ohhhs und aaahs zu hören, was uns ein wenig verdutzte. Wir sind in Europa wohl schon ziemlich verwöhnt. Danach flanierten wir  noch ein wenig durch die feiernden glücklichen Menschen, bis es uns dann auch nach Hause zog. Das war das erste Mal dass ich hier im dunkeln Auto gefahren bin.
So und jetzt? Ums mal frei nach Rolf Zuckowski zu sagen: und jetzt und jetzt fängt das Ganze schon wieder von vorne an.
Jedoch wussten wir mal gar nichts mit dem neuen Anfang anzufangen. Weil es regnen sollte, was es letztendlich mal wieder nicht hat, haben wir beschlossen heute  den Honigkuchen ohne Honigkuchengewürz, welches die Neuseeländische Post wahrscheinlich noch in Gewahrsam hat, zu backen. Erinnert ihr euch noch, dass ich gesagt hab, dass das Eierkuchen machen folgen hat? Das war jetzt der Fall. Wir hatten keine Eier mehr und unsere Milch war auch fast aufgebraucht. Dies schränkt die Liste der Dinge, die wir Kochen oder Backen hätten können sehr ein. Aber wir fanden doch noch etwas passendes: Vanille Kipferl oder besser gesagt, wie backe ich etwas mit dem ich dick werden kann. Butter hatten wir sogar noch genug und mit Zucker und Mehl hatten wir uns auch eingedeckt. Mandeln Nüsse und ähnliches bot unsere Vorratskiste nicht, dafür smartiäquivalent, welches wir beschlossen in den Teig einfließen zu lassen. 
Heute wollten wir den Honigkuchen backen. Da wir nicht extra für die Einkäufe in die Stadt fahren wollten, haben wir uns ein paar Dinge überlegt die wir da auch noch machen können, wenn wir schon da sind. Als wir jedoch gesehen hatten, dass der Dorfladen hier auf hat, schmissen wir unsere Pläne über den Haufen, kauften was wir brauchten und gingen in die Küche. Heute regnet es sogar.
Der Teig hat unglaublich geklebt und wir dachten, dass wir den Sirup falsch abgemessen haben. Da wir keine Waage und nur begrenzte Volumenabmessmöglichkeiten haben hätte dies durchaus sein können. Das Volumen des Honigs haben wir abgemessen indem wir Wasser verdrängt haben. Danke Physikunterricht. Da wir nur eine Gewichtsangabe für den Sirup haben, haben wir nach der Dichte gegoogelt und so das Volumen errechnet.
Als der Teig dann aufs Backblech musste, stellten wir fest, dass uns das Backpapier ausgegangen war. Deshalb musste ich noch einmal fix zum örtlichen Laden fahren und glücklicherweise gab es dort auch welches. So konnte der Teig auch endlich in den Ofen war und hat danach auch endlich gut ausgesehen, gerochen und geschmeckt. Der Zuckerguß gab dem ganzen dann noch den letzten Schliff.
Nachdem dieser Text nun fertig ist, ist der Tag dann auch schon wieder rum, mal sehen was morgen schmackhaftes passiert.
Macht nicht so doll
Euer David

2 Kommentare:

  1. Der Physikteil zum Schluss war mein Favourite. Hab heute n Doku über Neuseeländische Bahn gesehehn, zumindest Teile davon. Ihr habt in Christchurch ansceinend voll die blühende Musikkultur in Bars und so verpasst =D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mitgekriegt haben wir davon was, hatten uns das eigentlich auch immer mal vorgenommen, aber hat nicht gepasst. Sowas haben wir ja zu Hause auch noch genug.

      Löschen