Freitag, 4. Januar 2013

On the road again

Am Donnerstag wollten wir also auschecken und los aus Portobello Richtung Alexandra.Wir schossen noch ein paar Fotos und dann fuhren wir ab. Bevor wir Dunedin ganz verließen, hatten wir noch einiges auf dem Zettel: nach der Post wollten wir fragen bzw. klären wie es damit weiter geht, gucken ob die Werkstatt auf hat, in den Kameraladen wegen der Kamera,die plötzlich doch wieder Lebenszeichen von sich gab, zur Bank weil David sein Passwort verfallen lassen hat und einkaufen. Die Post war nicht da. Bis jetzt sind nur die Karte von Davids Mama und die von Lisa aus Australien da. Wir kriegen jetzt Bescheid, wenn was ankommt und fahren irgendwann nochmal vorbei. Einige unserer Karten sind auch noch nicht da, während einige schon seit Wochen da sind.
Dann wollten wir bei der Werkstatt vorbei gucken die doch tatsächlich auf war. Wir lugten hinein und wurden erstmal für eine ganze Weile ignoriert. Ich überlegte ernsthaft einfach wieder rauszugehen, nachdem wir ein paar Minuten dumm in der Werkstatt standen. Das war aber keineswegs böse gemeint, der Mechaniker war einfach ne Labertasche. Nachdem wir unseren Van vorgefahren hatten, sagte er, dass wir in ner halben Stunde wiederkommen sollen. Als wir dann wiederkamen sagte er uns, dass wir für's WOF vorne was an der Lenkung machen müssen, wäre aber kein Ding und hinten sei was mir der Bremse nicht in Ordnung, aber er kann noch nicht sagen, was da fehlt, er benötige nochmal Zeit. Nachdem diese rum war tigerten wir erneut zur Werkstatt. Er hatte das Problem gefunden, aber die Reparatur würde 100$ kosten insgesamt mit der anderen Sache und Warrant of Fitness 200$. Uff. Aber hilft ja nix. Nach einer weiteren Stunde nahmen wir dann also unseren geheilten Van wieder in Empfang. Immerhin ist jetzt alles wieder schick, ist sicher auch gut beim verkaufen und als er dann noch 20$ weniger verlangte und uns erklärte, dass wir auch Benzin sparen, da wir nun wieder ungebremst fahren, waren wir wieder glücklich. Da wir eigentlich nicht damit gerechnet hatten heute WOF zu machen, beschlossen wir auch heute gleich die Verlängerung der Lizenz abzuwickeln, die braucht man um legal auf den Straßen zu fahren und ist wie eine Vignette oder Maut. Aber vorher gingen wir noch zur Bank, bekamen ein neues Passwort und zum Kameraladen, die uns nicht mit unserer casio helfen konnten, da es die hier nicht gibt. Also beschlossen wir sie nach Lüblow zu schicken, um ihre Garantie nicht verfallen zu lassen. Dann guckten wir noch ein bisschen in die Läden bevor wir zur AA fuhren. Die Dame am Schalter sagte uns aber, dass wir ohne Adresse, das nicht sofort bekommen. Also fuhren wir zur Post, um die Unterlagen zur Poste Restante Adresse in Alexandra zu schicken und bekamen nachdem wir wieder viele Dollar locker machen mussten, überraschend doch den Zettel für die Windschutzscheibe in die Hand gedrückt. Somit ist automäßig für den Rest unseres Aufenthaltes ausgesorgt. Dann ging's noch einkaufen, tanken und Luftentfeuchter für unseren Van kaufen.
 Da es schon sehr spät war fuhren wir nur noch nach Middlemarch, einen Ort in der Nähe Dunedins. Der Campingplatz dort hatte einen Eisenbahnwagon als Küche(das rote in der Collage unten), weil sich eine Zuglinie durch Otago zog, die heute in Middlemarch endet. Der Rest der ehemaligen Bahnstrecke ist heute (Rad)Wanderweg.

Am nächsten Tag wollten wir curlen in Naseby, doch das hätte spätestens 24 Stunden vorher gebucht werden müssen. Somit buchten wir für Samstag und gucken uns um, was es in der Umgebung noch so gibt. So unternahmen wir eine Wanderung zum einzigen Salzwassersee Neuseelands, der an seiner tiefsten Stelle 30cm tief ist, manchmal aber auch ganz ausgetrocknet ist. Da es am letzten Tag viel geregnet hatte, waren wir zuversichtlich ihn anzutreffen, blieben aber manchmal ratlos an ein paar Pfützen am Wegesrand stehen. Aber auch der Weg war recht lohnenswert mit Steingebilden, die aus der Erde ragten und sehr an Herr der Ringe erinnerten. Danach fuhren wir noch über die suspension bridge zu den standing stone sheep yards und vorbei am smooth cone. Und dann ging's nochmal zum camp ground, da wir unsere Kühltasche im Kühlschrank stehen lassen haben. Unseren heutigen Weg beendeten wir in Ranfurly, wo wir in die 150 years gold - Feierlichkeiten platzten und uns dann einen Übernachtungsplatz suchten.
Einige haben uns geschrieben, dass sie es nicht geschafft haben uns etwas per Post nach Portobello zu schicken. Für die, die noch ein schlechtes Gewissen haben, haben wir eine weitere Adresse. Bitte schickt aber nichts später ab als den 20.01.13. Die Post erreicht uns möglicherweise dann eher als unsere eigentliche Weihnachtspost.

Pauline Friel/David Schmiede
Poste Restante
66 Tarbet Street
Alexandra 9320
Neuseeland (und!) New Zealand


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