Mittwoch, 2. Januar 2013

weniger ist mehr

Zusammenfassung:

27.12: einkaufen
28.12: Natur pur: Tunnel beach, Sandymount, Albatros center, Sandfly bay; alles sehr schön und schön windig, mal wieder Pinguine
29.12: Chinesischer Garten, Glenfalloch Garten, Lanarch Castle; alles recht schick aber auch teuer; Küchenspaß
30.12: Cadburyworld(Schokladenfabrik) schmackhaft; Settlersmuseum groß modern kostenlos, aber hat auch unsehenswerte Ecken.
31.12: Otago Museum: groß, sehr verschiedene Sachen,kostenlos, interessant, aber bisschen viel; Silvester: Knall bumm
01+02.01 Küchenspäße

Hallo Freunde
Nachdem wir unseren Weihnachtsschlaf beendet hatten und unseren Van aus der Grube, die er in den Campingplatzboden gestanden hat, in die Stadt buxiert hatten, wollten wir nun mal die Stadt auf eigene Faust erkunden. Als wir einen Parkplatz gefunden hatten gingen wir Richtung Oktagon, dem Achteck, das das Stadtzentrum bildet. So weit kamen wir jedoch erstmal gar nicht, da wir einen Fotoladen sahen und ich noch ein Kabel für meinen Fotoapparat brauche um ihn evtl. doch noch hier zu retten. Nun folgte ein ähnliches Szenario, wie bei der Feuerschale: wir wurden von Laden zu Laden geschickt und außer einer Badewanne voll Mitleid hatten wir am Ende nichts. So gibt’s vorerst weiterhin nur Niedrigqualitätfotos für euch(ganz ehrlich auf diesen Fotos kommt das ganze Ausmaß der Pracht Neuseeländischer Landschaft nicht rüber).
Im Oktagon angekommen haben wir erstmal den letzten Blogeintrag fertig gestellt. Dann sind wir in die Kirche, die während der Führung zu war. Wir kamen genau zum Ende des Orgelkonzerts, welches extra für die Cruise ship(Kreuzfahrtschiff) Touristen stattfand. Die Orgel der Kirche war wirklich mal was Anderes als die, die man sonst sieht.
 Nun wollten wir wie uns bei der Stadtführung empfohlen wurde das Theater von innen ansehen. Dies war nicht das einzige Mal an diesem Tag, wo wir vor verschlossenen Türen standen. Dies liegt an der Weihnachts/Neujahreszeit, in der das Land wohl kollektiv Bäumchen wechsel dich spielt und die Neuseeländer an einen anderen Ort im Land sind. Ganze Betriebe machen hier in der Zeit zu. Ein Beispiel welches uns betrifft, ist Cadbury World. Cadbury ist hier was bei uns Milka ist und produziert in Dunedin. Wir wollten eine große(inklusive Produktion) Führung machen, was aber nicht möglich ist bis zum 7. Januar, da 24-26. Weihnachten ist, danach Donnerstag und Freitag dann gleich mit frei ist. Die Woche danach sieht es ähnlich aus, da der 2. Januar auch gesetzlich frei ist.
Auch deshalb wird das mit unserer Warrant of Fitness (TÜV) hier nichts.
Jedenfalls wollten wir dann weiter Richtung Uni Gelände. Der Weg dorthin führte uns durch die Einkaufsstraße, wo wir dann letztendlich auch hängen blieben. Für Pauline gab es neue Schuhe, da einer beim Schuhwechsel mal aus dem Auto gefallen sein muss und ich hab mich ein wenig im Regal der Merino Produkte bedient. Merino ist Wolle, die auch wenn sie nass ist warm hält.
Danach ging’s dann gleich noch in den Supermarkt, weil wir uns auf die Cadbury world Führung vorbereiten wollten, heißt Schokolade kaufen. Als wir dann vor dem Schokoladenregal standen und uns die Vielfältigkeit der Cadbury Produktpalette zu erschlagen drohte, sprach uns ein Mann an und sagte uns die Whittaker Schokolade sei besser. Deshalb beschlossen wir die Standard Schokoladen der beiden Anbieter zu testen:
Preis: Cadbury ist billiger, aber auch ein bisschen weniger drin.
Verpackung: Whittakers sieht einfach edler stilvoller und seriöser aus.
Fairtrade: sind beide
Nährwert: Cadbury hat mehr Zucker, aber Whittakers mehr Fett
Geschmack: Pauline findet Cadbury besser, weil sie süßlicher ist, ich mag lieber den Geschmack von Whittakers, weil diese doch mehr schokoladig schmeckt
Wiederverschließbarkeit: bei beiden gut
Geschmack nach ein paar Tagen: immernoch eins a
So kam es dann zu einem Unentschieden.

Der nächste Tag sollte uns nun in die Natur führen. Hier in der Umgebung sind nämlich einige Ziele unseres superduper Nz Frenzy Reiseführers.
Zuerst sind wir dann nach Tunnel Beach gefahren, wo ein Herr Cargill(war wohl ein politischer Anführer mal, man liest den Namen hier oft) einen Tunnel durch Sandstein bauen ließ, damit seine Tochter an den Strand konnte. Dafür ist der Strand eigentlich bekannt, deshalb waren wir aber nicht unbedingt da. Viel beeindruckender dort waren die Sandsteinfelsen und die Wellen die an der Küste brandeten. Deshalb saßen wir dort auch eine Weile und haben Wellen beobachtet, wie sie durch die Landbrücke, gegeneinander, oder einfach gegen einen Felsen brausten.
Dann fuhren wir wieder ein Stück zurück auf die Otago Peninsula zum Sandfly Bay, wo wir aber Abends sowieso noch einmal Pinguine gucken wollten und deshalb gleich ein Stück weiter zum Sandymount gefahren sind. Sandymount ist wie der Name schon sagt ein Berg aus Sand, genauer gesagt feiner Sandstrand. Deshalb ließ es sich auch recht schlecht dort hoch gehen. Aber für uns war er nur das Ende des Rundweges, der die Selbstmordklippe der Verliebten(lovers leap) und den Abgrund(chasm) beeinhaltete. Das war ein wirklich netter kleiner Rundweg und meine Güte die Schluchten waren echt ganz schön heftig. Nicht umsonst haben sie da Aussichtsplattformen hin gebaut. Vor allem bei dem Wind waren sie schon recht praktisch an dem Tag.
Als wir ein wenig geschafft vom Sandymount wieder am Parkplatz waren, fuhren wir weiter zum Royal Albatross Center, welches ein ultratouriziel darstellte. Das Center sollte kostenlos sein, im Gegensatz zum Besuch der Kolonie, welcher sehr teuer sein sollte. Außerdem sollte es dort eine blue penguin colony geben, wie in Oamaru nur kostenlos.
Als wir ankamen, war wirklich viel los, vor allem Menschen, aber auch Massen an Möwen. Ich habe mich auch gefragt, was ist so toll an einem Albatros und vor allem wo der Unterschied ist zu den Möwen, aber als dann einer vor unseren Augen durch die Luft glitt, wusste ich es. Während die Möwen sich einen Abzappelten mit ihren Flügeln, haben wir den Albatros nicht einen Flügelschlag machen sehen. Ziemlich faszinierende Wesen. Was nicht so faszinierend war, war dass das Albatrosscenter etwas kostete und die Pinguinkolonie auch. Aber so ist das eben mit Touristenzielen. Gefühlt trifft man auch, je teurer eine Sehenswürdigkeit ist, umso mehr Touristen. Von diesem Phänomen habe ich auch schon im NzFrenzy(hab ich schon erwähnt, dass der die besten Ziele kennt, wo man meist fast allein ist) gelesen. 
 Da wir sowieso ein wenig in Eile waren, weil wir ja noch Gelbaugenpinguine gucken wollten, sahen wir uns noch die Kolonie schwarzer shags(ein Vogel, den es hier in verschiedenen Variationen gibt(auch shag point ist danach benannt)) an und beobachteten den einen oder anderen Albatros der vorüber flog.
Mit einem Klostop am Campingplatz ging’s dann nach Sandfly Bay. Sandfly Bay ist nicht nach diesen lieblichen kleinen Mistviechern benannt, die einen stechen, ohne dass man sie hört, wir werden spätestens in Fiordland noch über sie schreiben, sondern weil dort Sand umher fliegt.
Vom Parkplatz geht’s zu einer Aussichtsplattform, wo sich wie so oft in Neuseeland ein wunderschöner Anblick bot. Keine Angst wir sind immer wieder begeistert, daran kann man sich nicht übergucken. Nur Urwald haben wir mittlerweile eigentlich genug gehabt und auch wenn wir keine Fotos von Farnbäumen mehr hochladen sehen wir sie noch oft genug.
Die Plattform war auf einem Hügel oder einer recht hohen Düne gelegen, die es nun zum Strand herabzusteigen galt. Da der Sand so fein war stand man auch schnell mal recht tief drin und ist mehr herab gerutscht als gestiegen.
Die Versteckhütte zum Pinguine beobachten lag am anderen Ende des Strands. Wie wir später erfuhren, hat man von dort nicht mehr ganz den besten Blick auf die ankommenden Pinguine, weil sie mittlerweile in den Dünen am Strand brüten und nicht mehr so viel auf dem Berg in dessen Richtung man blickte. Am besten wäre eine Hütte dort, wo wir zum Strand herunter kamen, jedoch ist der Sand dort zu weich.
Da die Pinguine auf ihrem Weg in die Dünen, den Weg der Menschen zur Hütte kreuzen, haben wir uns auf dem Weg dorthin auch schon nach ihnen umgesehen. Während des Gehens bemerkten wir bereits, dass der Strand seinem Namen verdient. Glücklicherweise, stand der Wind  günstig, dass die Bucht relativ windgeschützt war, obwohl an dem Tag der Wind ganz schön gepustet hat. Immer wieder sah man die Sandwolken auf einen zu fliegen und dann gegen die Sonnen(sandschutz)brille klatschen. Ein weiteres Phänomen des Sandes war das er quietschte. Wenn man ein wenig über ihn geschlürft ist klang es als ob man gerade Fenster putzt. Bevor wir bemerkt hatten, dass wir die Auslöser dieses Geräusches sind dachten wir jedoch Pinguine zu hören und immer als wir stehen blieben verstummte das mysteriöse Geräusch…
Nachdem wir eine Weile den Strand entlang gewandert waren sahen wir, dass in einiger Entfernung sich Menschen auf einmal einfach hinsetzten, andere, auf der gleichen Höhe auch. Dies konnte nur eins heißen: Pinguine
So setzten wir uns dann auch zu ihnen und beobachteten aus angemessener Entfernung die schüchternen Wesen.
Nachdem sie in die Dünen verschwunden waren ging’s dann zur Versteckhütte, wo schon einige Bewunderer der kleinen Watschler hockten. Aus der Ferne(ohne gute Kamera oder Fernglas) konnten wir dann noch 2 beobachten. Wohlgemerkt haben wir dort 1,5 Stunden gesessen, aber das ist nötig, wenn man Pinguine auf natürlichste und billigste Weise sehen will. Außerdem waren auch noch viele Seelöwen da, die uns mittlerweile auch fast wie Farnbäume vorkommen. Ein weiteres Tier welches wir auch oft sehen ist der Austernfischer. Ein schwarzer Vogel mit einem roten Schnabel, der total lustig quietscht. Er ist eigentlich harmlos, außer jemand kommt seinem Nest zu nahe. Dies ist nicht so gut zu erkennen und baut er aber trotzdem gern an Menschenwegen.
Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg den Strand entlang, dem Sonnenuntergang entgegen. Der Wind kam vom Land Richtung Wellen, dass die Wellen sogar einen Richtigen Schweif bekamen, wir sahen sogar ein paar Seelöwen wie sie sich im Wasser bewegten. Ja der Weg zurück schon schön… halt, wer aufgepasst hat wird merken, dass ja noch dieser sandige Hügel kam, der zudem noch recht steil ist. Also das war wirklich eine Quälerei dort hoch zu kommen, weil man immer wenn man einen Schritt gemacht hat, wieder halb zurück gerutscht ist.
Danach konnten wir dann gut schlafen.


Morgens wollten wir dann noch Brot backen, weshalb wir mal wieder 10 Minuten vor Schluss auf dem Farmers Market ankamen. Diese Märkte sind hier einfach zu früh für uns.
Danach wollten wir in den Chinesischen Garten, der Dunedin von der Partnerstadt  Shanghai(ja genau das Shanghai, wir haben auch nicht schlecht gestaunt) geschenkt bekommen hat. Er war ganz nett, aber der Eintritt hätte nicht sein müssen. Die Steine die für seine Erbauung benötigt wurden kamen sogar aus China. Es gab auch einen Raum mit Spielen, Büchern und Kleidung zum anprobieren. Pauline und ich sind an den Puzzeln gnadenlos gescheitert und haben deshalb eine Runde Halma gespielt. Als wir uns mal die chinesischen Kappen aufsetzen wollten stellten wir fest, dass Chinesen sehr kleine Köpfe haben.
Weiter ging’s dann zu den Glenfalloch Gärten, kostete auch Eintritt, war auch schick und einen kleinen Nachmittagsspazíergang wert, aber nicht das Eintrittsgeld unbedingt. 
Zuletzt stand noch Lanarch Castle auf unserem Progamm. Dies ist Neuseelands einziges Schloss. Nachdem wir vom Eintritt so geschockt waren, dass wir fast wieder umgedreht wären, haben wir uns doch dazu durchgerungen zumindest uns den Garten und das Schloss von außen anzusehen.
Als wir es sahen, wurde uns mal wieder bewusst, dass wir wohl von Schwerin und Ludwigslust Schlosstechnisch ein wenig verwöhnt sind. Der Garten war auch schön, aber insgesamt hatte ich mir mehr erwartet.
 Da der Tag noch ein Highlight brauchte beschlossen wir für Silvester Quarkberliner zu machen. Deshalb stürzten wir uns in die Küche, die mal wieder ein wenig überfüllt war. Auch die Bedingungen hier etwas zuzubereiten sind nicht soo gut bei Gasherd und nur Oberhitze im Ofen. Trotzdem waren wir optimistisch. Der Teig war schnell angerührt und dann mussten sie ins gerade so kochende Fett. Sie sollten zwar 3-5 Minuten drin bleiben, waren aber nach einer Minute schon gut. Nachdem die ersten im Zucker gewälzt waren, wurden auch schon die Augen der Mitkochenden länger und einige fragten, was wir da machen.
 Wir hätten sie gleich so wegnaschen können. Um dies zu vermeiden machten wir uns mal wieder Eierkuchen nach Rezept, jedoch hatte dies noch Folgen für einen anderen Tag. Trotzdem schmeckten sie sehr gut, auch wenn ich beim halbieren des Rezepts vergessen hatte auch die Backpulvermenge zu halbieren und wir noch den Restquark beimischten. Dazu gab’s mal Apfelmus.
Am 30. Dezember dann ging es endlich zur Cadbury Fabrik. Zur Vorbereitung stimmten wir unsere Zungen schonmal mit der Tafel die wir gekauft hatten ein. Im Besucherzentrum dann war es total voll, weil mal wieder ein Kreuzfahrtschiff angekommen war. Die Führung ähnelte, wer hätte es erwartet, einer Verkaufsveranstaltung die im Shop endete. Aber sie enthielt doch schon ein paar nette Informationen und einige Proben. Das große Highlight  der Tour jedoch sollte der Schokoladen(wasser)fall sein, den ich mir wie eine Art riesigen Schokoladenspringbrunnen vorstellte. Es war jedoch nur eine Tonne (also 1000kg) Schokolade, die in  einen Turm hoch gepumpt und wieder runter krachen gelassen wurde. Dabei wurden Fotos gemacht die man für schlappe 10$ kaufen konnte…
Mal ein kleiner Ausflug in die Cadbury Geschichte: gegründet wurde die Firma in England, wo anfangs nur Trinkschokolade hergestellt wurde. Diese kaufte dann die Hudson Bäckerei in Dunedin am heutigen Standort auf. Mittlerweile gehört Cadbury zu Kraft foods(wie Milka und Toblerone). Wie Milka hat Cadbury auch die Farbe Lila. Dies war ein Tribut der Cadbury Brüder an Queen Victoria.
Neu für mich war, dass Schokolade überall anders schmeckt, aufgrund der Milchqualität und dass weiße Schokolade gar keine richtige Schokolade ist.
Nach der Führung mit dem Bauch voll Schokolade gingen wir ins neu eröffnete Settlers Museum. Dieses war hochmodern und muss Unmengen an Geld verschlungen haben und ist Riesengroß. Es hatte schon einige interessante Ecken, aber es ging halt um die noch nicht so alte Neuseeländische Kultur. Ausgestellt, waren einige Autos, sowie ein alter Stadtbus und die ehemals steilste Straßenbahn der Welt und der erste PC Dunedins, der gar nicht aufs Foto passen wollte.
Außerdem gab es viele Videos, z.B. eines aus den 50ern, wo Affen als Menschen verkleidet wurden und dann eine Geschichte dazu erzählt wurde.
Als wir das Museum grade verlassen wollten begann es enorm an zu regnen. Glücklicherweise hatte das Museum freies WIFI. In einer etwas unregnerischen Phase sind wir dann zum Auto geflitzt und nach Hause gedüst, wo es dann Rhabarber gab. Eine Frau sagte sogar zu uns, dass sie neidisch ist, weil es bei uns immer so gutes Essen gibt.
Silvester wollten wir den Tag in der Stadt noch für das Otago(der Landesteil in dem wir gerade sind) Museum nutzen, welches wir am Vortag nicht mehr geschafft haben und selbst an diesem Tag kaum erfassen konnten. Es gab eine Sonderausstellung über die Beben in Canterbury/Christchurch. Diese war sehr interessant und sehr gut bebildert. Das Ausmaß des Hauptbebens und der ganzen Nachbeben wurde einem sehr deutlich. Zudem war der ein wenig beschädigte Timeball der in Christchurchs Hafen Lyttleton sein sollte(laut der eigentlich aktualisierten lonely planet Ausgabe) und wir dort gesucht haben dort ausgestellt. So haben wir ihn also doch noch gesehen.
Außerdem haben wir damals in Sumner(wo wir unser Auto gekauft haben) an Klippen einige abgerutschte Häuser gesehen und am Straßenrand standen Container, die die Straße vor weiteren Erdrutschen schützen sollten, was auch alles im Erdbeben begründet lag.
Was uns auch beeindruckte war, dass es selbst in der Zeit in der wir da waren anscheinend Nachbeben gab, die wir nur nicht bemerkt haben. Von einem merkbaren hatte ich als wir in Timaru waren gelesen. 
Nach dem Beben gab es auch interessante Aktionen.  Eine kam von den örtlichen Skateboardern, die in den ganzen Erdspalten und Bodenanhebungen neue Herausforderungen sahen. Außerdem waren überall in der Stadt Warnhütchen aufgestellt, die zu Weihnachten geschmückt wurden.
Uns ist schon aufgefallen, dass die Neuseeländer anscheinend wirklich gerne diese Hütchen überall aufstellen. Erst dachten wir, wir sind so von Christchurch geprägt, dass wir immer wenn wir irgendwo eines sehen denken „ach diese Neuseeländer“ , aber hier in Dunedin stehen auch viele unnötig rum. Das brachte uns auch schon auf die Idee, uns auch eines zu besorgen und es mit einem anderen auszutauschen, dieses wiederum andernorts auszutauschen. Aber die Idee mit dem Schmücken fanden wir doch wesentlich cooler.
Im Museum ging es auch viel um andere Kulturen, z.B. gab es sehr viele Schnitzereien Masken und allerlei Kunsthandwerk von pazifischen Völkern, eine Sammlung mit Kram aus aller Welt(u.a. eine Mumie) und natürlich ging es auch noch um die Menschen Otagos.
Im Vordergrund stand eine Ausstellung über die Moriori, ein Volk welches auf den Chatham Islands lebt(e) und dort ankam, als auch die Maori in Neuseeland an Land gingen. Ursprünglich waren sie beide Polynesier, aber durch die Isolation entwickelte sich eine eigene Kultur. Nachdem es bei dem ersten Kontakt mit Europäern zu Kämpfen beim Versuch zu handeln kam und ein Moriori starb, beschlossen sie keine Gewalt mehr anzuwenden. Dies wurde ihnen zum Verhängnis, als sie von Maoristämmen überfallen wurden, welche von den Europäern verdrängt wurde. Sie wurden noch mehr dezimiert, bis 1933 der letzte „Vollblutmoriori“ starb. Lange Zeit wurde sogar gelehrt, dass sie nie existiert haben, aber seit den 90ern bekommen die Nachfahren der Moriori ihr Land auf den Chathams zurück und auch ihre Sprache wird wieder mehr gesprochen.
Ein großer Raum war auch der Maori Kultur gewidmet. Es ist erstaunlich was diese für Schnitzereien machen konnten, wenn man es mit ihren Höhlenmalereien vergleicht.
Auch die Geologie kam nicht zu kurz, aber diesen Teil kannten wir ja schon. Jedoch war hier das Skelett eines riesigen Wassserreptils ausgestellt, welches von shag point stammt.
So beim schreiben fällt mir erst auf wie interessant es eigentlich ist(zudem auch kostenlos). Jedoch waren es wohl einfach zu viele Informationen auf einmal. Trotzdem werde ich die enormen Moa Skelette wohl nicht vergessen, genauso wie das animal attic. Hier waren meist ausgestopfte Tiere von überall aus der Welt ausgestellt. Diese Sammlung ist wohl schon über 100 Jahre alt. Manche Tiere waren auch gleich in irgendeiner Flüssigkeit konserviert(z.B. ein Rattenkönig).
Zuletzt mussten wir wirklich alles nur noch überfliegen, weil wir es nicht mehr geschafft hätten alles in Ruhe anzusehen. Den Teil des Museums(der aber mehr für Kinder ist), den man bezahlen musste haben wir ganz ausgelassen.
Danach hatten wir bis zum Beginn des öffentlichen Silvesterkonzerts noch Zeit und schlenderten noch ein wenig übers Universitätsgelände. Als wir dann immer noch recht viel Zeit hatten gingen wir zu Velvet Burger, wo das essen zwar auf sich warten ließ, es aber umso besser schmeckte. Da wir am Fenster mit Blick zur Fußgängerzone saßen haben wir das Spiel: „sieht aus wie“ erfunden. Dabei haben wir uns gegenseitig Personen gezeigt und der andere musste überlegen, wie wer die Person aussieht.
Nachdem der Burger verspeist und wir noch ein wenig bekleideter waren, ging das Konzert auch los. Es begann mit den Foxy tones, 3 junge Damen im roten Glitzerkleid. Dies ließ uns dem weiteren Verlauf des Abends gegenüber sehr skeptisch werden. Jedoch machten sie ihre Sache gut und wir waren gut drauf. Auch die allgemeine Stimmung im Publikum fand ich den ganzen Abend über sehr angenehm. Was ein wenig ungewohnt war, dass keine Bierstände da waren. Trotzdem glaube ich nicht, dass wir die Einzigen waren, die an diesem Abend Spaß hatten. Die zweite Band coverte auch mehr Titel die uns mehr zu sagten, wie z.B. Red hot chili peppers, jason mraz oder sam sparro und die dritte waren dann eine Bluesband. Pünktlich um 12 war das Konzert dann zu Ende, die Turmuhr schlug, die Kanone knallte und das Feuerwerk begann. Bei diesem waren viele ohhhs und aaahs zu hören, was uns ein wenig verdutzte. Wir sind in Europa wohl schon ziemlich verwöhnt. Danach flanierten wir  noch ein wenig durch die feiernden glücklichen Menschen, bis es uns dann auch nach Hause zog. Das war das erste Mal dass ich hier im dunkeln Auto gefahren bin.
So und jetzt? Ums mal frei nach Rolf Zuckowski zu sagen: und jetzt und jetzt fängt das Ganze schon wieder von vorne an.
Jedoch wussten wir mal gar nichts mit dem neuen Anfang anzufangen. Weil es regnen sollte, was es letztendlich mal wieder nicht hat, haben wir beschlossen heute  den Honigkuchen ohne Honigkuchengewürz, welches die Neuseeländische Post wahrscheinlich noch in Gewahrsam hat, zu backen. Erinnert ihr euch noch, dass ich gesagt hab, dass das Eierkuchen machen folgen hat? Das war jetzt der Fall. Wir hatten keine Eier mehr und unsere Milch war auch fast aufgebraucht. Dies schränkt die Liste der Dinge, die wir Kochen oder Backen hätten können sehr ein. Aber wir fanden doch noch etwas passendes: Vanille Kipferl oder besser gesagt, wie backe ich etwas mit dem ich dick werden kann. Butter hatten wir sogar noch genug und mit Zucker und Mehl hatten wir uns auch eingedeckt. Mandeln Nüsse und ähnliches bot unsere Vorratskiste nicht, dafür smartiäquivalent, welches wir beschlossen in den Teig einfließen zu lassen. 
Heute wollten wir den Honigkuchen backen. Da wir nicht extra für die Einkäufe in die Stadt fahren wollten, haben wir uns ein paar Dinge überlegt die wir da auch noch machen können, wenn wir schon da sind. Als wir jedoch gesehen hatten, dass der Dorfladen hier auf hat, schmissen wir unsere Pläne über den Haufen, kauften was wir brauchten und gingen in die Küche. Heute regnet es sogar.
Der Teig hat unglaublich geklebt und wir dachten, dass wir den Sirup falsch abgemessen haben. Da wir keine Waage und nur begrenzte Volumenabmessmöglichkeiten haben hätte dies durchaus sein können. Das Volumen des Honigs haben wir abgemessen indem wir Wasser verdrängt haben. Danke Physikunterricht. Da wir nur eine Gewichtsangabe für den Sirup haben, haben wir nach der Dichte gegoogelt und so das Volumen errechnet.
Als der Teig dann aufs Backblech musste, stellten wir fest, dass uns das Backpapier ausgegangen war. Deshalb musste ich noch einmal fix zum örtlichen Laden fahren und glücklicherweise gab es dort auch welches. So konnte der Teig auch endlich in den Ofen war und hat danach auch endlich gut ausgesehen, gerochen und geschmeckt. Der Zuckerguß gab dem ganzen dann noch den letzten Schliff.
Nachdem dieser Text nun fertig ist, ist der Tag dann auch schon wieder rum, mal sehen was morgen schmackhaftes passiert.
Macht nicht so doll
Euer David

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Wo sich Hase und Pinguin gute Nacht sagen


Am Mittwoch sind wir früh aufgestanden, da wir halb 10 in Oamaru sein wollten für die Stadtführung. Eine halbe Stunde Fahrt lag der nächste Campground entfernt, da wir nicht wieder auf den überteuerten Top 10 Park wollten. Doch in der iSite angekommen, erfuhren wir, dass es keine regelmäßige Stadtführungen gibt, aber wir uns mittels einer Broschüre selbst durch den historischen Stadtkern führen können. Oamaru ist bekannt für die vielen Limestone Gebäude, limestone wird deswegen auch Oamaru Stone genannt. Beginn der Tour stellte die National Bank und daneben die Forrester Gallery, die ehemalige Nationalbank. Die Gallerie war aber noch zu, so wechselten wir die Straßenseite und passierten eine Rakete, in die man sich setzen konnte und die für zwei Dollar rauchte und ein Fernseher zum laufen brachte.
Als nächstes gingen wir zum North Otago Museum. auch dieses war noch zu und so vertrieben wir uns noch ein bisschen Zeit in der Library nebenan, bevor wir ins Museum gingen. Danach ging es noch zur Post, Opera und wieder zur Forrester Gallery, zwei Kirchen und dann zu Annies Victorian Tea room, der aber leider in der Zeit nur abends auf hat und nur mit Reservierung. Außerdem gab es noch ein Viertel in dem viele alte Handwerke vertreten waren. Dort war eine Bakery, wo wir authentic german bread kauften, ein hat maker(Hutmacher), eine limestone Verarbeitung und ein Fotograf, bei dem man Fotos machen konnte, die aus viktorianischer Zeit stammen könnten. Außerdem gab es noch eine Ausstellung zum Streampunk, dem man hier ständig über den Weg läuft. Neben der Rakete sind mehrere Objekte wie z.B. Eine riesige Eisenbahn oder Motorrad, die Rauchen und Feuer spucken in der Stadt verteilt. Der Steampunk versetzt mit Humor das Victorianische Zeitalter in die Zukunft, wo Dampf die Hauptantriebsart ist und Jules Verne auf Monty Python trifft. Diese Kunstart entstand natürlich in Oamaru und auch erst 2009.
Danach fuhren wir noch zu einem Look Out Point, wonach es dann weiter zum Bushy Beach ging. Dort sahen wir fur seals von ganz nahem, und nach einer Weile gegen 6pm ließen sich auch yellow eyed pinguins blicken. Man darf nicht nahe an sie heran, um sie nicht zu verschrecken und der Strand ist ab um 3 gesperrt. Von weiter oben konnten wir 2 ziemlich gut sehen, ca. 4 waren weiter weg im Schatten. Dann fuhren wir los um etwas zu essen, denn wir hatten ja auch noch vor die Blue Pinguins Colony anzuschauen. Dort angekommen mussten wir noch ein bisschen warten bis wir
dann auf unsere Plätze konnten. Der Platz erinnerte uns an einen Zirkus mit Manege. Es gab zwei Preisklassen. Für 10$ mehr sollte man angeblich mehr sehen. Dann mussten wir weiter warten bis um 9, es wurde gesagt man kann ruhig drinnen warten bis dahin, aber natürlich sind trotzdem alle los, um sich einen guten Platz zu sichern. Wir hatten zum Glück dicke Sache mit. Dann um 9 begann das Viewing mit einigen Infos zu den Pinguinen und dann hieß es wieder warten, es dauerte eine Weile bis die ersten Pinguine sich aufrafften loszuziehen zu ihren Brutstellen. Sie rannten und rannten, fielen auf die Nase und rannten weiter bis zum Loch, wo sich ein Stau bildete. Total niedlich, aber sehr touristisch ausgelegt. Außerdem waren die vielen Leute nervig, die trotz mehrfacher Aufforderungen der Mitarbeiter einfach nicht ruhig waren, wenn keine Pinguine los sind. Dabei sollte man gerade dann sehr ruhig sein, damit sie sich trauen. Nach 3 Gruppen, gingen dann schon die ersten, weil es kalt war bzw. Kinder ins Bett mussten. Kurz darauf waren nur noch so wenige da, dass Mitarbeiter anboten an den Zaun nach vorne zu kommen. Von dort konnte man sehen, wie die Gruppen vom Ozean an Land kamen bzw. mehr oder weniger gespült wurden und sich sammelten. Einige kamen sogar bis zum Zaun, außerdem waren sie nun viel ruhiger, fielen nicht mehr hin und trauten sich auch teilweise einzeln zum Loch. Die Mitarbeiterin erzählte uns noch ein bisschen was über sie, dass es einen gibt, der ist verletzt und immer unten zwischen den Steinen schläft, dass die lauten Rufe nur während der Balz zu hören sind und dass sie immer nur Nickerchen machen über den ganzen Tag verteilt, auch im Wasser. Die Brutstätten sahen aus wie beim Hobbit kleine Höhlen mit rundem Eingang und Bäumchen davor. Außerdem hängen die Jugendlichen zusammen ab, weil sie noch nicht für Paarung bereit sind. Später kam noch ein Possum mit Baby auf dem Rücken vorbei, der auf den ersten Blick fast wie ein Koala aussah und ein Hase streunte durch die Pinguin-Stadt. Bis um 11 haben wir noch ausgeharrt und die Pinguine beobachtet bis uns dann vorsichtig gesagt wurde, dass der Shop bald schließt. Wir waren auch schon die Letzten.
 Dann fuhren wir halbe Stunde zum Holiday Park, den wir schon in der isite gebucht hatten, weil wir Angst hatten, dass so spät alles zu ist. In Oamaru war um diese Zeit natürlich die ganze Weihnachtsbeleuchtung an und auch die Opera wurde von bunten Lichtern angestrahlt, sodass es im Dunkeln tatsächlich alles sehr weihnachtlich wirkte. Im Holiday Park war tatsächlich noch 'Betrieb' und wir mussten am nächsten Tag zum Glück erst 11am auschecken.
Am Donnerstag Morgen nach dem Auschecken machten wir einen Spaziergang am dicht gelegenem Ozean, der uns, aufgrund der ganzen flachen Steine, ein bisschen an Fecamp in Frankreich erinnerte. Danach ging's wieder nach Oamaru, wo wir dann doch noch zu Annies Victorian Tearoom gingen, da wir doch das 'Open' Schild davor entdeckten. Dort ist natürlich alles im victorianischem Stil gehalten mit langen schwarzen Kleidern mit weißer Haube und Schürze und Musik. Wir aßen 7$ Pasta, was uns gegen einen Pot tea für 5$ billig erschien, die bis auf die Pilze auch sehr lecker war. Danach fuhren wir die Küstenstraße mit tollen Ausblicken nach Moeraki zu den moeraki boulders. Dort war es sehr voll, aber erwischten eine gute Zeit, bevor die Massen kamen. Die Steine waren wirklich skurril, aber sehr schön.
Nachdem wir die boulders ausführlich erkundet hatten, fuhren wir zu fleurs place in Moeraki Village, was überall empfohlen wird, um nach den Öffnungszeiten zu fragen. Man empfahl uns eine Tisch zu reservieren, was wir dann auch taten. Dann wollten wir wieder Pinguine gucken gehen und fuhren zum lighthouse. Nach kurzem Fußweg kamen wir zu einer Hütte mir Gucklöchern und praktischerweise auch Ferngläsern. Wir konnten auch zwei Pinguine entdecken und einen großen Haufen fur seals. Außerdem haben wir auch einen Pinguin sehr nah dicht neben seiner Brutstelle sehen können, als wir an dem abgesperrten Bereich zum Schutz der Pinguine entlang gingen. Dann fuhren wir zurück zu Fleurs Place. Unsere Befürchtung, dass die Preise ordentlich waren, bestätigten sich, aber nachdem wir vorbestellt hatten und nun am Tisch saßen, gab es kein zurück. Außerdem hatten wir uns auch ein bisschen schick gemacht, ich hatte nun endlich einen Anlass meine Kleid anzuziehen und wir hatten eine tolle Aussicht, da wir uns einen guten Platz gesichert hatten. So bestellten wir Fisch und Lamm, beides ziemlich typisch und es kamen zwei Gerichte, sehr fein anzusehen und zu essen. Wir bezahlten bevor uns die Desserkarte gereicht wurde und machten einen Verdauungsspaziergang, mit tollen Aussichten.
Nach dem Aufstehen am Freitag rührten wir wieder neues Brot an, unser eigenes Brot schmeckt wirklich richtig lecker, aber das aus von dem Bäcker aus Oamaru auch. Dann machten wir noch einen kurzen Bush Walk zu den Caves an unserem DOC Camp ground. Danach wollten wir zum Sculpture Garden in Hampden, der aber leider zu war. So fuhren wir nach Palmerston. Doch eine Tour durch die Goldmine hätte vorher gebucht werden müssen und der McKenzies Walk durch den beginnenden Regen auch nicht gerade sympathisch. So ging es zurück nach Shag Point, dort gibt es so etwas wie in Moeraki nur ist es nicht so populär. Wir brauchten auch ein bisschen bis wir die Pforte hinunter zum Kliff fanden. Dort erstreckte sich eine Felsenlandschaft, die man nur zu low tide sehen kann. Dadurch sind alle Löcher und Risse mit Wasser gefüllt und es entstehen viele Badewannen, Flüsschen, Taufbecken und Wasserfälle. Man kann bei gutem Wetter auch gut in einem der Pools baden, da sich das Wasser erwärmt und man von Wind und Wellen geschützt ist. Doch heute ist es bedeckt und kalt. Die Landschaft sieht noch skurriler aus und die tobende See schiebt immer wieder Wasser durch Steinrinnen. Außerdem sieht man viele Knochen Fossilien im Stein, fast wie ein Friedhof. Als wir wieder hochgehen sehen wir noch einen fur seal, der gerade an Land gekommen sein musste. Zum Glück hatten wir ihn nicht zufällig hinter einem Stein überrascht, weil das hätte gefährlich werden können.
Danach wärmten wir uns im Van und aßen etwas. Wir wollten auch hier etwas weiter nochmal nach Pinguinen gucken, doch inzwischen hatte es richtig angefangen zu regnen. Da ich inzwischen Pinguine und für seals fast ein wenig über habe, ging David allein, sah aber nur haufenweise fur seals auf ihren Felsen. Wir beschlossen auf einen holiday Park zu fahren, da wir noch Brot backen wollten. Doch hatte der camping Platz trotz ordentlichen Preis keinen Ofen, woraufhin wir es auf den nächsten Tag verschieben mussten.
Am nächsten Tag sind wir dann erstmal in die Bibliothek, weil wir auf low tide warteten. Später sind wir dann zur Baldwin Street nach Dunedin gefahren, die steilste Straße der Welt. Die haben wir unserem Van natürlich nicht zugemutet und haben uns selber raufgequält bei ner ziemlichen Hitze. Andere waren mutiger und haben ihr Auto im ersten Gang und mit viel Krach und Rauch die Straße hochgeprügelt. Runter war schon entspannter.
 Danach sind wir zu Doctors Point gefahren, wo man bei low tide schöne Strände begehen kann. Nachdem wir erst lange gebraucht haben den richtigen Weg zu finden und am Ende doch wieder an der Stelle vom Anfang standen, war es dann zumindest Ebbe. Und es war echt ein toller weißer Strand mit flachen blauen Wasser. Außerdem gab es Höhlen durch die man gehen konnte, die sonst Unterwasser stehen, und neben der Felsküste auch Felsgebilde die einfach mal in der Gegend rumstanden.
Als David gerade so einen Fels bestieg, luckte auch ein Robbe direkt neben mir aus dem Wasser. Doch die fiesen Möwen, die über ihren Kopf flogen, vertrieben sie, animierten sie aber auch zu ein paar akrobatischen Leistungen, bei den Versuchen zurückzuschnappen. Über eine größere Klippe ging es dann zu einem weiteren Strand, der auch schön war, aber bei dem es keine Felsformationen gab, dafür aber eine Bucht, die noch durch Wasser versperrt lag, zu der wir aber doch durch einige Kletterei und Abpassen der Wellen halbwegs trocken erreichten. Außerdem gab es noch einen großen Baum, an dem ein Seil mit Stock befestigt war, mit dem man sich von der Felswand aus in die Lüfte schwingen konnte.
Da es schon recht spät war und wir noch Brot backen wollten, fuhren wir zurück nach Dunedin. Doch badam als wir die Küche besichtigten war es halb 7 drei Stunden würde das Backen dauern und um 10 schloss die Küche, wobei nach Nachfrage auch kein Auge zugedrückt wird. Blöde Riesen Holiday Parks. Also verweigerten wir uns ganz der Küche und gingen Fish&Chips im Shop nebenan essen.
Am nächsten Tag wollten wir eine Stadtführung machen. Als wir in der iSite nachfragten, ging alles ganz schnell und auch gleich los mit uns beiden und unserer Führerin, also Privatvorstellung. 2 Stunden sollte die Führung gehen. Nach 3 Stunden saßen wir unverhofft bei zwei heißen Schokoladen, die inklusive waren, wovon wir aber nichts gewusst hatten, vollgedröhnt mit einer Menge Informationen. Mal ein kleiner Einblick in das was wir behalten haben: unsere Führerin konnte ganz gut deutsch und kannte Wismar und Schwerin, weil sie schon da war. Sie erkannte sogar Lüblow als slawischen Ortsnamen und erkundigte sich nach dem Ostampelmännchen. Trotzdem haben wir uns die Führung größtenteils auf Englisch angehört und wenn wir mal ein Wort nicht wussten, hat sie es mit ihrem iphone übersetzt. Gestartet sind wir im Oktagon, wo wir gleich viel über die schottische Seele Dunedins erfuhren. Diese haben bei der Besiedlung gleich mal Häuser auf einen Berg gebaut, wo sie mit ihren Pferdekarren gar nicht hoch kamen. Deshalb mussten sie eine Straße durch die Häuser buddeln und Treppen zu ihren Häusern bauen. Wir haben einer dieser Treppen gesehn und die war schon recht hoch und als Tunnel gebaut, denn damals war noch alles streng religiös hier und auf der Treppe hätte man sonst die Knöchel unter den Frauenkleidern sehen können. Außerdem hörten wir noch viel über die Beziehungen der Engländer und Schotten, und die der Prysbyter(vor allem Schotten) und der Katholiken. Im Oktagon steht trotzdem eine katholische Kirche, die durch einige Tricks gegen den Willen der Mehrheit der Stadt dort gebaut wurde. Darauf hin haben die Schotten eine Statue ihres Nationaldichters mit dem Rücken zu dieser Kirche davor gebaut, was höchst beleidigend ist. Andernorts steht eine weitere Statue fast mit dem Rücken zu einer der Queen. Deshalb wurde die Statue, die sicherlich nicht leicht ist, extra noch einmal ein wenig gedreht.
Geführt wurden wir durch den historischen Teil Dunedins, Neuseelands erster Großstadt. Dort ist heute nicht mehr viel los, weil sich das Leben Richtung Unigelände verlegt hat. Deshalb sind eigentlich wirklich schöne alte Gebäude recht runtergekommen. Sie wurden zwar gekauft von Leuten, die Hotels draus machen wollten, aber passiert ist noch nichts. Weiter gings in die First Church, wo uralte Flaggen hingen, da diese, einmal aufgehängt, nicht wieder abgenommen oder gewaschen werden dürfen. Auf dem Weg zum Bahnhof gingen wir durch Straßen, die früher unter Wasser lagen, Da die Stadtgebiete zum großen Teil aufgeschüttet ist. Wir bekamen auch gezeigt, wo, heute mitten in der Stadt, die Siedler mit ihren Booten gelandet sind. Der Bahnhof an sich ist wohl das wahrzeichen Dunedins und eines der meist fotografierten Gebäude neuseelandweit. hier gibt es den längsten Bahnsteig Neuseelands, der oft für Märkte genutzt wird. Geendet hat die Tour dann beim Settlers Museum, wo man nochmal sehen konnte, dass das Leben als Einwanderer nicht leicht war, aber die Menschen trotzdem blieben, weil die Schiffsreise noch schlimmer war. Dann haben wir uns noch ein wenig mit  unserer Führerin bei der heißen Schokolade über dies und das unterhalten. So erfuhren wir noch, dass Neuseeland ja allgemein und Dunedin noch viel mehr ein Problem hat, was sich bench drinking, zu Deutsch Komasaufen, nennt und dass die in den Bodenehrungen für Olympia meistens gar nicht aus Dunedin kommen sondern hier nur studiert haben
Danach wollten wir noch kurz ein paar Dinge einkaufen. Im new World hatten wir das letzte mal die Tortenböden entdeckt, also ging es erstmal dorthin. Planlos, wieder von einem ganz neuem Lagerkonzept konfrontiert, steuerten wir zielsicher zum internationalen Regal. Und was es da alles gab! Stollen, Pfeffernüsse, Marzipan, Brotgewürze, Apfelmus, Tortenguss von Dr. Oetker, Vanillezucker in Päckchen von RUF und natürlich Obstboden von Küchenmeister. Außerdem haben wir noch Rhabarber und Kwark (holländischer Quark), den es hier sonst nirgendwo gibt, gefunden. So dehnte sich der kurze Einkauf am Ende auf eineinhalb Stunden. Danach ging es dann aber zu unserem Holiday Park in Portobello, auf dem wir die nächsten neun Nächte nächtigen. Dort haben wir es endlich gebacken bekommen unser Brot zu backen und danach ging es ans Wäsche waschen. Abends gab's dann endlich mal wieder Nudeln mit Ei.
 Am nächsten Morgen schliefen wir aus und probierten unser Brot. Danach gammelten wir ein bisschen und sammelten unsere im ganzen Auto verteilte Wäsche ein, die durch ihre zu große Masse und zu wenig Trockner nicht mehr komplett trocken geworden war, bis wir uns kurzerhand entschlossen Plätzchen zu backen ganz einfach aus Eiern, Mehl, Zucker und Vanillezucker. Für den Weihnachtstouch ergänzten wir noch Zimt und es war sehr lecker. Später machten wir uns noch Milchreis diesmal mit Zimt&Zucker. Danach zogen wir uns noch ordentlich an und gingen in die örtliche prysbyterian Church auf dem Hügel hinter dem Friedhof. Aber sie sah nicht aus wie eine kleine Dorfkirche so klassischerweise bei uns aussieht. Es war mehr wie ein Haus, aus Holz und komplett in weiß und sehr hell durch viele klare Fenster. Die Einrichtung war hölzern und schlicht und hinten gab es eine Küche. Die Messe war aber doch sehr ähnlich nur wurde gefühlt mehr gelacht und gescherzt. Wir haben sogar 'Silent Night' (Stille Nacht, Heilige Nacht) gesungen. Die anderen kannten wir nicht. Oft wurde auch von Snow gesungen, was bei dem Sonnenschein kurz nach 7 doch irgendwie merkwürdig war. Danach gab es dann noch Suppe und restlichen Milchreis.
 Am nächsten Morgen haben wir uns dann mit dem Brief von Davids Mama beschert und dann mit Mama&Papa&Amelie&Neele geskypt. Am Nachmittag wollten wir noch an den Strand, aber einen guten haben wir nicht gefunden so sind wir zurück, um zu grillen. Das haben wir aber verschoben, da es viiel zu warm war, um zu grillen. Selbst mein iPhone teilte mir mit, dass es sich abkühlen müsse und weiter benutzt zu werden. Als die Sonne dann hinterm Hügel verschwunden war, gab es dann Lammklopse und Kräuterbaguette sehr lecker!
Auch den zweiten Weihnachtsfeiertag ließen wir ruhig angehen und machten uns zum Spätmittag bzw. Frühabendbrot guten Lammbraten und Kartoffelbrei. Zur Nachspeise gab es Rhabarber, alles sehr deliziös!

Euch allen noch eine schöne weitere Weihnachtszeit, und viel Glück mit euren Neujahresvorsätzen

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Dienstag, 18. Dezember 2012

Delikatessen delikat essen

Hallo Freunde

Wie beim letzten Eintrag, gingen wir auch dieses Mal abends ins Kino. Nur dieses Mal war es ein Standartkino inklusive Kleinstadtjugend und Popcorn. Wir dachten: "yeah endlich Popcorn". Da Pauline vor der Vorstellung noch mal auf die Toilette musste, wollte ich mir schon etwas stiebitzen.
Als sie wieder kam, war ich nur noch ein Häufchen Elend. Was war passiert? Als ich probierte wurde mir wieder bewusst, dass man beim Popcorn hier in das andere Fach im Gewürzregal greift, nämlich zum Salz. Für Pauline war die Sache nun gegessen bzw. nicht zu essen. Darum hatte ich nun eine große Tüte Salzpopcorn für mich und der Hobbit ist ja auch recht lang. Nach einer Weile hatte man sich dran gewöhnt. Trotzdem war mein Magen nach der halben Tüte am Ende. Der Film war interessant, jedoch fragt man sich manchmal, welche Stelle das im Buch sein soll. Außerdem reden die Tiere(im Gegensatz zum Buch) nicht.
Auf dem Heimweg wären wir fast noch in einen fast food Laden gelandet, weil uns einfiel, unsere Erdbeeren in der Küche im Holiday Park eingeschlossen sein müssten. Jedoch konnten wir uns diesem Drang erwähren und wider Erwarten war die Küche noch offen(weil wohl die Einweihungsfeier des neuen Büros die Mitarbeiter intensiv beschäftigte). So fand der Tag doch noch einen kulinarisch einwandfreien Abschluss.

Tags darauf, Donnerstag, haben wir dann morgens noch kurz den Rosengarten,den book exchange und das te ana(Maori Höhlenmalereien Zentrum) besucht. Jedoch war alles 3 kein Knüller, weil der Rosengarten, nicht so schön war, im Book Exchange die meisten Bücher nicht so doll und das te ana zu teuer. Der Fehlschläge nicht genug, wurde uns beim Weingut, wo wir heute noch einmal nach der Karte zu den super Besonderen Maori Zeichnungen fragen wollten, gesagt, dass man dort nur mit Genehmigung vom Te Ana hin kann.
Wir wollten nicht nochmal zurück nach Timaru, deshalb fuhren wir weiter zu einer Maori Zeichnung, die wir letztes Mal ausgelassen hatten.
Der Weg dorthin führte uns durch einen Ort Namens Pleasant Point(übersetzt angenehmer, schöner Ort), auf dessen Ortsschild unter dem Ortsnamen etwas stand wie: der Name sagt alles.
Die Maorizeichnung an sich war dann sogar gut zugänglich und sogar mit Infotafel.
 
Darauf fuhren wir in die Erdbeer und Wallabistadt Waimate. Wallabis sind so etwas wie kleine Kängurus. Sie wurden einst zum jagen eingeführt. Leider ist uns keines über den Weg gelaufen.
Der andere Titel, den die Stadt trägt, war ganz besonders für Pauline wichtig, weil sie sich schon sehr darauf gefreut hat, den Tortenboden, den wir gekauft haben mit Erdbeeren zu belegen und zu verspeisen. Aber dazu später mehr...
Die Stadt an sich war ganz niedlich. In der Zeit in der wir da waren, haben wir uns sehr wohl gefühlt. Hier scheint die Welt echt noch in Ordnung zu sein. Nachdem wir uns in der I-Site informiert hatten, was so los ist im Ort, gingen wir ins Artrio Art Cafe. Pauline hatte davon gelesen und war gespannt, was es dort für Kunst gab. Ich stand der Sache eher skeptisch gegenüber, weil es doch so viele andere nette Cafes dort gab, die wir auf der Suche nach dem Artrio sahen. Als wir es dann gefunden haben, war das erste was ich sah Asiaten. Asiaten die ein Cafe betreiben, hatte ich noch nie gesehen. Wie es in Deutschland die Asiatischen Restaurants gibt, gibt es hier meist von Asiaten betriebene Fish&Chips&Burgers&Asian Food Restaurants, welche wohl maßgeblich zu der ziemlichen hohen Lebensmittelvergiftungsrate Neuseelands beitragen.
Wir setzten uns hin und bekamen eine Karte. Wo neben Kuchen und Kaffee Variationen auch Asiatisches Essen abgebildet war.
Wir bestellten einen Käsekuchen und 2 heiße Schokoladen. Zuerst kam dann jedoch ein Keks aufs Haus und Tee. Mittlerweile hatte sich meine Einstellung zum diesem Etablissement sehr geändert. Der Kellner war super freundlich und brachte uns auch eine aktuelle Tageszeitung und verbreitete eine gute Stimmung. Dem ersten Gratiskeks folgte ein Zweiter, und dann der (größenmäßig)Kinderfreundliche Käsekuchen. Dann kam Paulines heiße Schokolade mit einem Bild eines Schweins, dem ein Tropfen aus der Nase läuft. Nun wurde Pauline auch bewusst, dass es hier nicht Kaffee und Kunst gab, sondern Kunst auf Kaffee.
Als wir das Küchelchen aufgegessen hatten, war meine heiße Schokolade jedoch immernoch nicht da. Deshalb bestellten wir eine nach, auch da sie im Vergleich zu anderen heißen Schokoladen wirklich billig war für die Qualität. Dem Kellner war aufgefallen, dass er sie vergessen hatte, entschuldigte sich ganz oft und brachte kurze Zeit späte eine heiße Schokolade mit… ja seht selbst was das wohl sein könnte. Da bekommt der Begriff Milchbart gleich eine ganz andere Bedeutung.

Als wir gehen wollten, weil unsere Blasen vor lauter nachgeschenktem Tee gut gefüllt waren, bekamen wir noch Reisetipps für das Land und Stadtinformationen und ich weiß nicht ob ich noch irgendwas vergessen habe. Selbstverständlich wollten wir nun Trinkgeld geben, was uns nicht gelang, mit der Begründung, dass es doch nur seine Arbeit ist, aber er es zu schätzen weiß. Da das Cafe bald schloss und noch so viel Hähnchencurry da war, bekamen wir noch für den Abend etwas mit.
Das war was. Falls ihr irgendwann mal in Neuseeland seid, geht in dieses Cafe, es lohnt sich.
Die Leute hier sind im allgemein wirklich sehr angenehme Zeitgenossen. Nicht Einheimische erkennt man hier sofort daran, dass sie nicht grüßen und nicht das Wort danke kennen. Mittlerweile Grüße ich selbst beim Autofahren(vom Stadtverkehr und Highways mal abgesehen) die meisten Leute.
Waimate ist wie Geraldine auch ein eher kleinerer Ort, in dem man nach 2 Tagen schon jemanden sieht den man irgendwie mal kennengelernt und deshalb nun grüßen kann.

Abends haben wir dann vom Campingplatz noch einen kleinen Spaziergang gemacht und das Curry Hühnchen mit Reis gegessen. Lecker lecker!
Außerdem habe ich noch mein Tri alphametics Heft angefangen. In der Beschreibung vergleicht es sich selbst mit Sodoku, ist aber schon etwas Komplexer. Man hat hier 3 gleichungen aus Buchstaben, in denen für jeden Buchstaben eine Zahl zwischen 0 und 9 eingesetzt werden muss. Dies hat mich daran erinnert, wie sehr mir Mathe früher immer Spaß gemacht hat. Mittlerweile muss ich es dosieren, damit ich danach nicht süchtig werde.

Der Morgen darauf war aufgrund schlechten Schlafes, weil ich zur Zeit wieder zahne, nicht besonders aufstehfördernd, weshalb wir beschlossen nach dem Frühstück noch eine Runde weiter zu schlafen.
Als wir dann endlich aufgestanden sind sollte es zum white horse monument gehen. Dazu mussten wir erstmal einen Berg auf einer unbefestigten Straße herauffahren, was mittlerweile kein besonderes Problem mehr darstellt. Oben angekommen war kein weißes Pferd zu sehen. Auch während der Wanderung die wir auf der Suche machten nicht. Jedoch sahen wir die Schweißtropfen, die unsere Stirnen herunter liefen, da die Sonne mal wieder ihr bestes gab, Unmengen Fliegen(so richtig dicke nervige Brummer), und umherfliegende Pollen, die selbst bei mir allergische Reaktionen auslösten.
Was für ein Spaß. Immerhin war die Aussicht vom Berg gut. Auch die Aussicht auf die folgenden Dinge waren schön, da wir jetzt Erdbeeren kaufen gehen wollten.
Bei der Erdbeerfarm kauften wir uns Temperaturbedingt zu den Erdbeeren noch ein Eis mit frischen Erdbeeren drin. Kulinarisch leben wir zur Zeit wirklich gut.
Danach gingen wir ins Waimate Museum, wo die Teilnehmer des Weihnachtsbaumwettbewerbs ausgestellt waren. Man hätte zwar mit abstimmen können, aber die Wahl war einfach zu schwierig. Bei einem Spaziergang durch den Ort besichitigten wir noch die 3 Kirchen des Ortes und endeten im Artrio. Heute bekamen wir zu unseren Küchelchen auch noch einen Kuchen mit herzhafter Füllung. Außerdem gelang es uns Trinkgeld zu geben.

Jetzt sollte es an das Highlight des Tages gehen. Im Holiday park wollten wir Erdbeerkuchen zubereiten. Da wir keinen Tortenguss gefunden hatten, nahmen wir stattdessen Marmeladenzubereitungspulver.
Der Kuchen wurde bisauf diesen typischen Marmalde Geschmack wirklich deliziös und war am nächsten Morgen auch schon wieder Geschichte.

Mit der Kraft eines halben Kuchens in unseren Bäuchen ging es morgens in den kelceys bush. Pauline erklärte diesen kurzerhand zum besten Weg den wir bis jetzt gegangen sind.
Er hatte viele Bachüberquerungen, von denen einige recht tricky waren. Auf dem Rückweg passierte es dann: ich hörte einen Schrei und ein platsch. Pauline war ins Wasser gefallen. Glücklicherweise sind die Bächlein recht flach, deshalb war die Menge der nass gewordenen Bekleidungsstücke zu verschmerzen. Jedoch wurde dem Weg sein Titel sofort wieder aberkannt.
http://photosynth.net/view/c4214c7a-75a9-42bc-b0c1-858c79db50a0
(Kelceys Bush)

An diesem Tag wollten wir noch den Strawberry trail abfahren, der uns ein wenig ins Landesinnere führen sollte. Der Strawberry Trail hat jedoch nichts mit Erdbeeren zu tun sondern ist einer von vielen Heritage Trails, an denen geschichtsträchtige Orte und Gebäude abgefahren werden können. Das meiste davon ist (zumindest aus meinen europäischen Augen betrachtet) nicht besonders besuchenswert. Trotzdem führte er uns über eine sehr rustikale Brücke, an der wir picknickten. Dann fuhren wir vorbei an Staudämmen, die wir Tags drauf genauer betrachteten, nach Omarama(kamen übrigens durch den Ort Otematata und sind jetzt in Oamaru, verwirrend oder?) auf einen kostenlosen Campingplatz, den wir nach anfänglicher Freude ihn für uns allein zu haben, doch mit einigen teilen mussten.

Da es dort sehr schön war, sind wir noch ein wenig durch die Gegend gestreift und haben zum Abend unsere Kochstelle an einem kleinen Arm des Waitaki Stroms aufgebaut. Kochen mit Aussicht ist immer wieder schön. Es gab Pancakes aus der Schüttelflasche. Zudem hatten wir noch ein paar Erdbeeren aus Waimate mitgenommen, die nun ihren Platz mit der Nutella auf den Pancakes fanden.


Ein wenig später durften wir einen wunderschönen Sonnenuntergang miterleben. Omarama ist der Maori Name für place of moonlight, deshalb war auch was auf den Sonnenuntergang folgt sehr schön anzusehen.
http://photosynth.net/view/c0fd0c5a-6445-4f22-b033-5270d061de29
(DOC)
Zum Frühstück gingen wir dann auch wieder an den Waitaki. Dann fuhren wir ein paar Meter zu den clay cliffs, was eigentlich nur ein Haufen Schutt war, aber was für einer. Wir hatten wirklich Zweifel, dass das alles so hält. Auch dies lies unser Wow’o’meter schon sehr ausschlagen.
http://photosynth.net/view/7e240ba2-7f6c-45aa-83bc-193c9b48a899
(Clay Cliffs)

Im Reiseführer stand man sollte sich ruhig Zeit nehmen dort rumzulaufen. Deshalb gingen wir einen der vielen Wasserläufe Stück für Stück höher bis ich merkte es wird schwerer. Kurz darauf sagte Pauline die noch einige Meter unter/hinter mir war sie geht nicht weiter. Deshalb bin ich auch erstmal gestoppt und hab festgestellt, dass ich verdammt weit oben bin ,ungesichert und auch wieder runter muss. Dann rutschte auch noch ein Stein unter meinem Fuß weg und beschleunigte Richtung Pauline. Zum Glück flog er an ihr vorbei. Wir beschlossen, dass Pauline zu erst den Abstieg wagen sollte, bevor sie wirklich noch einen Stein von mir abbekommt. Nachdem Pauline es geschafft hatte, ging auch ich, ständig gefasst runter zu rutschen. Wir waren sehr erleichtert wieder unten zu sein. Es hätte noch sehr viel mehr zu erforschen gegeben dort, jedoch waren wir doch ein wenig geschafft und für die Dornenbüsche nicht ausgerüstet (bzw es war zu warm um sich anzuziehen), die durchquert werden hätten müssen.

 Auf dem Rückweg lief im Radio Billy Idols „dancing with myself“, was ganz gute Laune machte. Radio empfang hat man hier leider meist nur mäßig(daran können unsere superboxen im Auto auch nichts ändern) und wenn dann laufen meist keine Weihnachtslieder. Das einzige, was wir bis jetzt hören konnten, waren 3 moderne Versionen des little drummer boy(eine sogar mit Rap part). Es kann natürlich auch sein, dass die anderen Weihnachtslieder, die wir gehört haben so verwurstet waren, dass wir sie schlicht und einfach nicht erkannt haben. Solange das so ist, müssen wir in die Supermärkte gehen, um Weihnachtsmusik zu hören.
Die weitere Fahrt führte uns durch Ödland, welches Pauline an new mexico erinnerte. Zurück in Omarama wurde es Zeit zu tanken. Hier im abgelegenen Land kostet das Benzin nicht wie in der Stadt 2,12$ sondern ganze 2,22$. Umgerechnet jedoch nur 1,43€.
Heute ging es ungefähr den Weg des Vortages zurück. Nur machten wir heute einige Fotostops und genossen die Aussichten mehr. Am Benmore Damm, der zweitgrößte Erddamm der südlichen Hemisphäre, machten wir Halt am Infocenter. Die Führung durch den Damm war leider zur Zeit nicht möglich.
Hier war alles über Hydroenergie, den Benmoredamm an sich und den zu der Errichtung des Dammes Geschaffenen Ort sehr schön zum anfassen ausprobieren und mit Videos erklärt. Trotzdem waren wir die einzigen dort und der Betreuer des Besucherzentrums gab uns noch ein paar Reisetipps und erklärte uns einige Sachen.
So erzählte er uns, dass Neuseelands Energie zu 65% aus Wasserkraft kommt und der Benmoredamm anfangs sogar 25% aller Neuseeländischen Haushalte versorgte. Außerdem gibt’s eine Stromleitung zur Nordinsel, da im Sommer mehr Strom auf der Südinsel und im Winter mehr Strom auf der Nordinsel Produziert wird. Außerdem erzählte er uns, dass er in Bayern war und über die ganzen Solaranlagen erstaunt war und meint in Neuseeland lohnt sich das noch viel mehr. Aber die Wasserkraft wird wohl führend bleiben, wo sonst kann man mal eben ein Tal für einen Stausee überschwemmen, weil da einfach eh nichts ist außer der Fluss. Ich fühlte mich während des Besuches dort an meine FÖJ Seminare erinnert.
Abends gabs dann Nudeln mit Tomatensauce und wir haben den Sauerteig final vermehrt.


Montag sollte es dann mal wieder in die Stadt gehen, nach Oamaru. Dorthin fuhren wir auf dem Vanished world trail, ein weiterer Heritage Trail. Jedoch war dieser interessanter, da es mal um ein wenig älterer Geschichte ging.

Die erste Station waren recht populäre Maori Zeichnungen aus dem 19. Jh. Viele waren nicht mehr da, da (nur mit Teilerfolg) versucht wurde sie zu entfernen und in Museen zu bringen. Trotzdem waren einige gut erhaltene zu sehen, unter anderem Europäer auf ihren Pferden und Schiffen.

Danach ging es weiter nach Duntroon, wo das vanished world centre steht. Das Top Ausstellungsstück hier war das Gebiss eines Delfins mit Haizähnen, der in der Nähe ausgegraben wurde. Auch hier hatte man das Gefühl, dass sich nicht unbedingt viele Leute hier her verirren. Die Betreuerin, eine ältere Frau, des Museums, schien sich zumindest zu freuen, dass mal jemand kommt(oder es ist einfach das Wesen der Neuseeländer). Wir hatten zwar Zettel, wo alles auf Deutsch drauf stand, aber sie erzählte es uns, so mussten wir nicht so viel lesen. Neben den Fossilen des Delfins, waren noch erhaltene Knochen eines Pinguins, der bis 1,8m groß werden konnte, ein weiterer Pinguin, und weitere Wal und Delfinknochen. Außerdem waren noch viele erhaltene Muscheln und andere kleine Meereslebewesen ausgestellt. Diese konnte man sogar selbst aus einer Art Sternberger Kuchen befreien.

All dies wurde in der näheren Umgebung geborgen, da auch Neuseeland vor gar nicht so langer Zeit(vor 40 Millionen Jahren) zum großen Teil unter Wasser lag. Durch das absinken Neuseelands sind viele Tiere ausgestorben, jedoch überlebt haben unter anderem Moa und Kiwi.

Zudem gab es noch einen Stoneroom, wo dann Steine ausgestellt waren, unter anderem auch die verschiedenen Arten des Limestone(Kalkstein) den man hier eigentlich überall findet(Castle Hills, Elephant Rocks). Uns wurde erklärt wie und wann sie entstanden sind und aus was was wird, wenn der Druck groß genug ist. Jedoch waren es einfach alles viel zu viele Zahlen und Namen von Gesteinsarten, mit denen ich auf Englisch nicht so viel anfangen konnte. Nichtsdestotrotz hatte ich doch die ein oder andere Frage und konnte mit der Frau ein wenig ins Gespräch kommen und erfahren, dass alle dort Arbeitenden Freiwillige sind und es keine Förderung vom Staat gibt, was ich erstaunlich fand, da es in meinen Augen schon ein bisschen erhaltenswerter ist als vieles anderes was hier als historisch betrachtet wird.

Nachdem wir uns bedankt und verabschiedet hatten, fuhren wir weiter zu einem Walfossil, das freigelegt aber nicht abtransportiert wurde. Der Weg führte uns über ein weiteres Walfossil zu den Elephant Rocks. Dies sind Gesteinsformationen, die unter anderem in dem Film Narnia zu sehen sind. Natürlich waren sie aus Limestone, genauer gesagt Greenstone und Whitestone. Diese Steine haben uns schon lange begleitet und werden es wohl auch weiterhin tun. Sie sind immer wieder ein erstaunlicher Anblick.


Am Nachmittag trafen wir in Oamaru ein, checkten kurz die Innenstadt und isite, kauften noch ein wenig ein und fanden uns dann mal wieder auf einem überteuerten „Top 10“ Holiday park ein, da es im Ort keinen anderen gibt und wir eine Küche brauchten, denn wir wollten endlich das Brot backen.

Außerdem hatten wir herausgefunden, dass Kurzkornreis Milchreis ist und den wollten wir auch kochen.

Gesagt getan, war das Brot im Ofen, und der Milchreis gemacht. Als ich das Ergebnis sah war ich über die Qualität erfreut, die Quantität nicht. Jedoch hatte sich dieses Problem spätestens gelöst, als ich Paulines Rest verspeist und um Atem ringend auf der Couch lag.

Das Brot ist außen ein wenig dunkel geworden und innen noch ein wenig weich, obwohl ich alles wie immer gemacht habe. Jedoch es schmeckt trotzdem sehr gut und ich merkte wie sehr es mir fehlte.

Heute ist mal wieder Dienstag und auch hier gibt es Dominos Pizza. Wo wir heute schlafen wissen wir noch nicht, aber was wir hier machen werden, wissen wir jetzt, seid gespannt.

Wenn alles klappt, lest ihr uns dann wieder nach dem Weltuntergang. (Wir hatten es auch vergessen, aber am 21. Solls ja soweit sein. Apokalypse now haben wir gerade erst geguckt, aber Farin Urlaubs Lied Apokalypse wann anders werden wir dann bestimmt hören).

Bis dann fröhliches Geschenke verpacken
Euer David


P.S.: Vielen Dank für fleißiges Lesen! Wir haben soeben die 1000er Klicks Marke geknackt!
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Mittwoch, 12. Dezember 2012

Panoramen ohne Pannen und ohne Rahmen

Da die Zusammenfassung ja gut aufgenommen wird also:

Samstag: Akaroa Habour Nature Tour, Delfine gesehen und auch viele Seelöwen und Quallen
Sonntag: Plan geschmiedet und Rückfahrt nach Christchurch, Großeinkauf
Montag: Weiterreise gen Süden
Dienstag: Wanderung zu Sharplin Falls, Fahrt auf der gravelroad zum Mt Sunday, Kulisse von Edoras (Herr der Ringe), Ankunft in Geraldine
Mittwoch: schauten uns Geraldine genauer an, vor allem die iSite und die Bibliothek
Donnerstag: Giant Jersey und Medieval Mosaic (Guinnes Buch der Rekorde) und in den örtlichen Talbot Forest
Freitag: Bootstour der anderen Art
Samstag: lange Wanderung im Peel Forest
Sonntag: Sonntag Neuseeland Art;chillen und grillen
Montag: Maori Rock Art Safari auf verschlungenen Pfaden, Weiterfahrt nach Timaru
Dienstag: Stadt erkunden, doch viel los ist nicht, Waschtag
Mittwoch: durch den botanischen Garten spaziert, Library ausgekostet, The Hobbit im Kino sehen

Gesagt getan sind wir am Sonntag nur noch ins Kino zu Hysteria gegangen in dem Akaroa Cinema direkt neben der Library, welches uns ein bisschen an das von Lulu erinnerte von der Größe her auf jeden Fall. Im 'großen' Saal mit zwei weiteren Personen nur ohne Popcorn dafür aber mit Muffin :)
Danach ging's wieder zur Onuku Farm wo wir für Nudeln mit Ei sogar umsonst Eier bekommen haben, weil Gemma (die Besitzerin) sich so gefreut hatte, dass es uns so gut gefällt. Zum Glück regnete es nicht mehr.
Am Samstag buchten wir als Verschnaufprogramm ein Akaroa Habour Nature Cruise. Wir mussten uns noch ein bisschen die Zeit vertreiben, bis es dann endlich los ging. Zuerst ging's dann mit dem Boot in die einzelnen Buchten aus ehemaligen vulkanischen Material bis rauf auf den Pazifik. Und während wir noch zwischen den letzten Inseln rumschippern entdeckte David als erster einen Delfin - worauf er sehr stolz ist. Das Boot stoppt und wendet und immer mehr ohs und ahs sind zu hören, aber ich kriege einfach keinen zu sehen, weil sie auf der anderen Seite sind und das Schiff zu sehr schaukelt, um rüber zu gehen. Aber irgendwann kommen sie doch noch auf die andere Seite und ich kann ein paar Fotos machen. Aber dann ist auch schon wieder alles vorbei und es geht weiter, eigentlich viel zu kurz. Danach sehen wir noch Seelöwen aller Größen und Vögel, aber die hatten wir ja schon sehr ausgiebig und vor allem viel dichter anschauen können. Somit fand ich die vielen Quallen im Wasser viel interessanter. Alsbald ging es dann auch wieder zurück, volle Fahrt voraus zum Akaroa Habour. Und zwar wirklich volle Fahrt ging es mit Gegenwind und uns an der Front, hui da flatterten einen aber die Wimpern.

Zurück im Hafen gönnten wir uns noch ein Eis und es ging wieder nach Onuku. Dort machten wir uns Pancakes zum schütteln und es schmeckte tatsächlich ziemlich gut und machte ziemlich satt. Danach machte nach der Kamera auch noch Davids Laptop ziemlich ungesunde Geräusche, wonach erstmal Datensicherung angesagt war.
Am Sonntag nutzen wir dann nochmal das freie wifi der Bibliothek und schmökerten in einem französischen Laden in der Nähe, der sehr an die vielen Läden in Belgien, De Haan erinnerte. Die Verkäuferin erzählte uns, dass alle Sachen aus Frankreich kommen, aber solche Läden gäbe es in Frankreich selbst kaum noch, eben eher in Belgien.
Dann ging es zurück nach Christchurch. Vorher kam ich noch leicht gegen unsere Thermoskanne und batsch war sie innerlich zersprungen. Man hatte uns ja schon vorgewarnt, dass in so einem Jahr ziemlich viel kaputt geht, gefühlt mehr als normal, aber als dann auch noch meine Jeans kaputt ging und nun mein Portemonnaie hoffen wir sehr, dass es nicht so weiter geht. Wir wollten noch einen Vorrat kaufen, sowie Outdoor Kleidung die bei der nächsten Matsch-Wanderung vielleicht besser sind. Außerdem brauchte David noch wegen der Computer Geschichte eine Festplatte für 100 GB. Im Elektronikladen erklärte uns der Verkäufer aber nur schmunzelnd, dass sie seit Jahren keine 100GB Festplatten mehr verkaufen und 500 das absolute Minimum seien, somit auch nicht ganz billig. Mit einem schlechten Gewissen so schnell so viel Geld ausgegeben zu haben, fuhren wir zu unserem Stamm camping platz, wo wir feststellen mussten, dass auch hier der Sommer die Preise steigen lässt.

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Am nächsten Tag mussten wir dann auch noch tanken und eine neue Thermoskanne besorgen sowie ein neues Sieb (das erste fängt schon an zu rosten, war aber sowieso zu klein) Danach ging's zur Post, ich sagte meinen Spruch auf, die Postfrau verschwand und ich wollte schon meinen zweiten 'okay, no problem. Thank you very much' - Satz sagen, als ich doch tatsächlich zwei Briefe in ihrer Hand sah. Ich konnte es gar nicht glauben, aber unsere Steuernummern waren endlich da. Nun kann's also losgehen mit arbeiten! ;) zwar ist immer noch nicht alles da, aber immerhin.
Und dann ging die wilde Fahrt los. Zuerst ging es nach Methven. Vorher machten wir noch Rast am Raikaia River. Ein Schmelzwasserfluss, sehr breit, klar und schnell mit Brücken und einer Klippe und im Hintergrund der Mt Somers. Richtig schön!

Bald darauf ging es weiter nach Methven. Doch ein Blick in die iSite sagte uns, dass hier nicht so viel los war. Eigentlich ein Wintersport Paradis, aber eben nur im Winter. Also ging es weiter nach Mt Somers und dort übernachteten wir und planten noch ein bisschen.

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Am Dienstag wanderten wir dann zu den Sharplin Falls, Wasserfälle sind einfach immer wieder schön.

Danach wollten wir ein Stück weiter zu den Kohleminen gehen, doch wir blieben an einem Fluss hängen der sehr schön war, um auf den zahlreichen Steinen darin herumzuklettern, wie David fand. Als er sich dann doch nass machte, entschieden wir unseren Apfel zu essen und zurückzukehren.

Und als drittes wollten wir noch zum Mt Sunday, der als Kulisse für Edoras (Herr der Ringe) herhielt. Es ging viele Kilometer Schotterstraße entlang, wir kamen an vielen Seen und Flüssen und Bergen vorbei, obwohl die Straße glücklicherweise relativ flach blieb, bis wir an eine Stelle kamen die sehr steil nach unten ging und wir nicht wussten ob wir diese wieder herauf kommen würden bzw. unser van. Aber von dem Punkt an dem wir waren hatten wir trotzdem eine atemberaubende Aussicht. Wir hören zurzeit übrigens während der Fahrt Der Hobbit als Hörbuch, sehr passend! Die Gründe es hier zu drehen sind durchaus nachvollziehbar.

hier mal ein Rundumbild: http://360.io/mtq8Lx

Danach drehten wir also um und es ging den langen Weg zurück und noch weiter bis nach Geraldine, wo wir zunächst zwei Nächte bleiben wollten.

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Das hieß für den nächsten Tag ausschlafen bis wir es aufgrund der Hitze nicht länger aushielten. Seit dem 1. Dezember ist kurze Hose Wetter, aber heute ist es richtig heiß, statt wie angekündigt total regnerisch. Wir gingen also in die iSite und ins Adventure Center und buchten für den nächsten Tag eine Rafting-Tour. Dann schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt und gingen zu Bibliothek. Wir wollten eigentlich anlässlich unserer anniversary celebration heute essen gehen, aber hier scheint nichts länger auf zu haben als bis um 5 also gibt es sowas wie Restaurants nicht. An einem Café stand 'Open till late', auf Nachfrage schlossen sie aber doch um 5. Somit gingen wir halb 5 los, um zu Abend zu essen. Und es gab Burger. Aber sie waren doch ziemlich lecker und sättigend.
Danach machten wir uns noch Vanille Desserts und schauten einen Film.
Am nächsten Tag waren die Wolken dann angekommen und als wir in das Adventure Center spazierten, sagte uns die nette Dame, dass das Wetter heute nicht gut sei, da der Wasserspiegel zu hoch ist, also kein Rafting. So gingen wir etwas planlos wieder in die Bibo und danach zum Medieval Mosaic(ein für Engländer sehr bedeutendes Bild, was auf winzig kleine Metallplättchen gemalt und zusammengesetzt wurde, so dass ein Code zu erkennen sei und der Giant Jersey, ein riesiger Strickpullover) die beide im Guinness Buch der Rekorde stehen. Verrückte Ideen, verrückte Leute. Danach sind wir noch im örtlichen Talbot Forest spazieren gegangen.

Am Abend auf dem Campingplatz fing es doch tatsächlich an wie verrückt zu hageln und es regnete die ganze Nacht viele große Pfützen und Flüsse auf den Platz. Am nächsten Morgen, es regnete noch immer, schlurften wir dann ohne viel Hoffnung wieder zum Adventure Center und es war ganz geschlossen. Und so schlurften wir wieder zurück als wir jemanden rufen hörten. Es war die Frau aus dem Center die in ihrem Auto auf dem Weg zur Arbeit saß, sie erkannte uns trotz Regenjacke und -schirm und rief uns zu, dass heute die Rafting Tour startet nur schon um 11 statt 12. Also ab zum Auto, abfahrbereit machen und los.
Eine viertel Stunde zu früh trafen wir dann in der Accomodation ein und durften uns bei einem Tee an den warmen Ofen setzen. Später gesellten sich dann noch zwei große Gruppen ein, die einen waren Kollegen aus Christchurch, die ihre Weihnachtsfeier zelebrierten (was wir erst überhaupt nicht verstanden, wer kommt schon auf Weihnachtsfeier. Dann gab's erstmal Lunch, Baguettes zum selber belegen. Danach wurden wir eingewiesen, wie wir uns zu kleiden haben. Über unseren swimsuit erst ein Fleece Pullover, darüber noch ein dickerer auch aus Fleece, dann eine Neoprenlatzhose und eine Windjacke, weil das eigentlich Kälte ,wie wir später merkten, der Wind war. Dazu dann noch Wasserschuhe (das war schon eine verzwickte Sache) Helm und Schwimmweste und dann ging's mit zwei Bussen los zum Rangitata River. Dort angekommen wurden die Gruppen eingeteilt. Wir saßen mit drei von der Weihnachtsfeier und Takahashi, ein Kumpel aus Japan und jetzt Trainee von Steve, unserem Guide, in einem Boot. Insgesamt eine nette Truppe. Es regnete immer noch ziemlich stark, aber wir würden wahrscheinlich sowieso nass werden. Nachdem wir unser Boot ins Wasser geschafft hatten, wurden uns die Kommandos und die Technik erklärt(plan a). Oberste Regel "smile(für die Fotos), don't panic". Dann wurde retten geübt, ab ins Wasser und wieder rein und den andern 'retten'. Uff damit waren wir schon mal ziemlich nass. Aber es ist wohl besser einmal selbst ins kühle nass zu hüpfen, als ungewollt reinzufallen. Außerdem sollten wir uns gegen den Kälteschock immer mal wieder das Gesicht nass spritzen,aber wenn reinfallen war ja nur plan b. Und dann gab's noch plan c was passiert wenn das Boot umkippt. Und denn ging's los über die erste wilde Stelle, huii, und man hörte nur noch "gogogogo, forward, forward, hold on, backwards, backwards, backwards, get down,...". Danach hielten wir zunächst in einer Bucht, zweien war es schon zu viel, sie mussten den Rest der Strecke gehen. Dann konnten alle aussteigen, um sich einen Plan von der nächsten Stelle zu machen, das sah schon beeindruckend aus, aber der Weg war echt mühsam und glitschig, wenn man ausrutschte stand man schnell knietief im Schlamm oder lag. Dann ging es also weiter, Steve betonte nochmal dass man schnell kippt aber wenn wir alles richtig machen und vor allen als Team, nicht. Und ab in die Wellen. Während ich zur Seite schaute, um nicht alles Wasser ins Gesicht zu kriegen, sah ich eines der Boote senkrecht zum Wasser und viele Helme im Wasser. Schnell guckte ich nach vorne und sah gerade noch meinen Vordermann aus dem Boot kippen. Danach war Rettung fällig aber die Strömung war schnell und mein Versuch scheiterte kläglich, aber da kam er schon von der anderen Seite vorbeigesaust und unser Guide bekam ihn zu fassen. Währenddessen waren die anderen immer noch damit beschäftigt alle einzusammeln, aber irgendwann schaffte es auch der letzte zurück ins Boot. Wir dachten erst man probe für den Ernstfall, aber zu selten passiert das hier wohl nicht. Nachdem alle durchgecheckt und wieder im richtigen Boot waren und ich mir nochmal bewusst machen konnte durch was für eine Natur wir nebenbei noch fuhren, ging es wieder los. Danach konnte man dann von einem 10 m hohen Felsen springen, was ich dankend ablehnte. Doch David blieb entschlossen im Boot, fuhr also mit zum Felsen. David über den Sprung:"irgendwo hatte ich ja schon gehört, dass der Sprung da drin ist, war mir aber in dem Moment nicht mehr bewusst. Ich glaube es war meine, ich hab dafür bezahlt, denn nehm ich's mal auch mit die mich dazu veranlasst hat, auch zu springen. Zuerst mussten alle von einem 4 Meter Felsen springen. Mir war kalt vom Wind und ich dachte das Wasser kann nicht so viel kÄlter sein, aber es war es. So kalt sogar, dass ich kaum den Fels wieder hochgeklettert kam. Aber die anderen bibberten ebenso vor Kälte. Dann ging es an die 10 Meter. Ich war dran. 3,2,1 Sprung .... Bei so einem 10 m Fall hat man sogar einen Moment Zeit zum Denken und muss noch nicht sofort Luft anhalten. Naja über sowas hab ich mit zu der Zeit Gedanken gemacht. Ich hätte lieber an Steves Worte denken sollen "man kann nicht wieder hoch fliegen". Also breitete ich meine nicht vorhandenen Flügel aus und dieses mal war die Kälte nicht so schlimm wie der Schmerz der Hände."Nachdem alle wieder im Boot waren ging es noch ein paar Kurven weiter und dann war alles auch schon wieder vorbei. Schade. Aber unsere Finger waren doch schon ziemlich taub und wenn man sich nicht bewegen konnte, fing man schnell an zu zittern. Dann ging alles ganz schnell, alle Boote raus, ab in den Bus und zurück zur Lodge. Dann unter die heiße Dusche, obwohl ich mir nicht sicher war, ob die Dusche eiskalt oder superheiß war. Dann warme Sachen an und das BBQ bei den Fotos von der Fahrt genießen. Die Fotos sollten zu dem heftigen Preis nochmal 50$ kosten und selber fotografieren konnte man ja nicht. Doch keine Fotos davon zu haben wäre auch blöd gewesen und da es wesentlich teurere Raftingtouren gibt und euch die Fotos nicht vorenthalten wollten, gönnten wir uns den Spaß.


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Wir blieben in Peel Forest und wanderten dort am nächsten Tag, also Sparprogramm. Wir glaubten diesmal mit Verpflegung, genug trinken und Gamaschen besser ausgerüstet zu sein für den Weg der Härtesten Schwierigkeitsstufe für Nichtprofis. Der Weg erinnerte uns ein wenig an Hinewai nur war heute sehr gutes Wetter. Doch da es die Tage vorher viel geregnet hatte, war der Boden trotzdem sehr matschig und glatt, sodass wir doch zwei, drei blaue Flecken davon trugen. Wir planten eine 6 Stunden Tour über Bushwalk, Matschpfad, klettern zu steil bergauf, war alles dabei, doch wir kamen einfach nicht an der Spitze an, bis wir merkten, dass wir uns verrechnet hatten und es 9 Stunden benötigt dort anzukommen. Da unsere Verpflegung doch nicht reichte und da wir erst spät losgekommen waren, drehten wir also um, obwohl das Gipfelkreuz schon in Sicht war und durch ein Farnen-Wald ging's zurück zu unseren Van und dann auf einen DOC Campground in der Nähe von Geraldine.



http://photosynth.net/view/ec2e5e7d-cc3e-4ed2-b6e9-512f2a4db3c3
(Panoramabild)
Am nächsten Tag beschlossen wir dann nach einem kurzen Stop in Te Moana, heute mal früher auf einen Camping Platz zu fahren und mal unseren Grill einzuweihen, nachdem wir Kohle und etwas zu drauflegen gekauft hatten, spannten wir unsere Plane und genossen an diesem wirklich warmen Tag den Schatten. Später grillten wir dann leckere Frankfurter und Kräuterbaguette hmm :)

Am Montag ging's dann auf Maori Rock Art Safari, welche wir ohne unseren NZ Frenzy Off the Beaten Track Reiseführer nie gefunden hätten. Erst ging's an eine Stelle die in dem Buch zwar als leicht zu finden, aber eher als gut geschützter Schmutz beschrieben wurde. Dem war auch so, aber für den Anfang konnten wir wenigstens etwas vierbeiniges und andere Krakeleien entdecken. Danach ging's weiter und wir verfuhren uns ein bisschen und hatten dabei eine wunderbare Sicht.

http://photosynth.net/view/b921784e-6bd9-4adc-a1bc-025b316f06b2 (Panoramabild)

An der nächsten Stelle, an der es wirklich ab durch die Hecke ging und selbst die Gamaschen nichts mehr halfen, war ein gut erhaltendes Kriegs Kanu und ein Dämon zu sehen. Die Zeichnungen stammen allesamt aus dem 16. Jahrhundert. An der zweiten Stelle, die man relativ gut erreichte, sah man rote Krakeleien aber auch eine Echse. Zur dritten Stelle gelangte man erst wenn man eine Diestelwiese, einen Fluss und eine steile Felswand erklommen hat. Dafür sahen wir die beste Maori Rock Art der Südinsel. Eine sehr spezielle Maori Rock Art sei außerdem auf dem Gelände vom Opihi Vineyard, doch eine Karte dafür ist nur im dazugehörigen Café zu bekommen, was aber nur von Mittwoch bis Sonntag auf hat. Ärgerlich. Da ich aufgrund etlicher Gräser und der Hitze bereits aussah wie das nächste rote Hochland, beschlossen wir es dabei zu belassen und fuhren nach Timaru, gingen in die iSite und suchten uns eine Bleibe.


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Am nächsten Tag wanderten wir ein bisschen durch die Stadt, wollten zum Trevor Groffiths Rose Garden, der wegen Spritzarbeiten geschlossen war, ebenso zu war die Piazza, also gingen wir ein bisschen die Stadt erkunden und zum Carolin Bay. Danach reservierten wir uns zwei Plätze für die Abendvorstellung von The Hobbit am nächsten Tag, fuhren einkaufen, in den Holidaypark waschen und Brot ansetzen. David versucht nun hier hartes Brot herzustellen. Dann schauten wir noch Juno als DVD und abends ging's dann mal wieder zum Pizza-Dienstag bei Domino's und wir sahen mehr oder weniger zufällig brandneue How i Met your mother und new Girl Folgen, die hier gleichzeitig mit den USA anlaufen.

Heute ging's noch in den Botanischen Garten spazieren und eben in die Library. Und nachher sehen wir dann den Hobbit in 3D, hoffentlich mit Popcorn :)





Montag, 3. Dezember 2012

Weihnachtspost

Für die, die uns zu Weihnachten noch etwas schicken wollen, haben wir jetzt auch endlich eine Adresse vom 23.12.12-02.01.13. Ihr müsstet dies dann aber am besten innerhalb der nächsten Woche abschicken. Und bitte keine Nahrungsmittel, kommt sonst nicht an, und keine Wertsachen mitschicken!

Pauline Friel/David Schmiede
Portobello Village Tourist Park
27 Hereweka Street, Portobello, Otago
Peninsula, Dunedin, 9014
Neuseeland/New Zealand

Samstag, 1. Dezember 2012

Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!

Natürlich versuchen wir hier auf der anderen Seite der Erde auch ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.
Wir waren schon ganz traditionell Tannenbaum holen, nur ohne Schnee und Wald. Dabei achteten wir sorgfältig auf Symmetrie und Dichte der Tanne, so fiel unsere Wahl auf eine prächtige chinesische Zwergtanne. Das allerbeste an dieser Sorte ist, dass sie kein Wasser braucht, nicht nadelt und auf unser Regal passt! Rot-Goldenen Tannenbaumschmuck gab's dann auch gleich dazu, geschmückt wird aber erst später.
Außerdem hatten wir uns im Pak'n'Save schon zwei allgemein eher rare Adventskalender geangelt und gestern freudig das erste Türchen geöffnet! Tatsächlich schmeckt die Schokolade auch irgendwie anders als die, die man aus den Kalendern in Deutschland kennt. Aber es ist schon merkwürdig ständig darauf aufpassen zu müssen, dass einem die Weihnachtskalender nicht schmelzen.
Auch glücklich waren wir als wir Ende November durch Zufall tatsächlich Spekulatius im Regal fanden! Leider haben wir bis dato aber keine Lebkuchen ausfindig machen können, selbst unsere Googelei nach einem Aldi in Neuseeland blieb erfolglos. In Australien hatten wir dort nämlich eine Art Lebkuchen entdeckt. Dafür hat David sich für teuer Geld eine Marzipan Rolle gegönnt, was man hier auch nicht an jeder Ecke findet.
Leider gibt's dieses Jahr auch keine Honigkuchen von Omi und uns wird sicher noch so einiges dieses Weihnachten fehlen.
Aber vielleicht gibt's ja auch was Interessantes neues zu Weihnachten wie BBQ am Strand oder sowas ^^
Heute ist der erste Tag, wo man es nur in kurzen Sachen aushält, jetzt geht's wohl los mit dem Sommer!
In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen schönen ersten Advent!