Prolog
Vor euch
liegt ein sehr langer Eintrag, da in der letzten Woche doch recht viel los war.
Aber es ist ja Wochenende :) Es freut
mich immer wieder zu sehen, dass wir doch einige Zugriffe haben und das nicht
nur von Safari/iphone Nutzern sondern auch Windows. Dass es hier sogar Chrome
und Opera Nutzer gibt find ich erstaunlich. Auch über die Zugriffe aus der
Schweiz(hallo Solli) oder Tschechien(hallo Papa) freuen wir uns.
Wie beim
letzten Mal gibt’s eine Zusammenfassung, welche ich aber nur denen empfehlen
würde die auch wirklich nicht vorhaben den anderen Text zu lesen. Wer die
Zusammenfassung liest kann aber auch in den Text springen wenn er etwas genauer
lesen möchte.
Zusammenfassung
Da wir immer
noch vergeblich auf die Post warten(bis heute ist noch nichts gekommen), aber
eigentlich loswollen, machen wir viel spontan. Montag und Dienstag sind wir in
die Berge gefahren und rumgewandert, es war gutes Wetter und nett anzusehen.
Außerdem wollten wir einen Höhlenstrom durchwandern, was jedoch am zu hohen
Wasserstand scheiterte.
Mittwoch
fuhren wir über die Berge bei Christchurch zum Hafen wo die ersten Bewohner
anlegten: Lyttleton. Sehr verschlafen und noch viele Erdbebenschäden. Donnerstag
haben wir wie Samstag und Sonntag organisiert und Blog gemacht. Zwischendrin
sind wir Freitag nach Akaroa umgezogen, wo wir auch noch rumgewandert sind und
auf einem Campingplatz einen deutschen getroffen haben, der uns was er nicht
mehr brauchte geschenkt hat
Flashback
Freitag hatte die Post zu, weshalb wir das Wochenende über noch in Christchurch bleiben mussten. Wir warten auf unsere Steuernummer, die „ADAC“ Karte und die Bestätigung der Überschreibung der Autos.
Freitag hatte die Post zu, weshalb wir das Wochenende über noch in Christchurch bleiben mussten. Wir warten auf unsere Steuernummer, die „ADAC“ Karte und die Bestätigung der Überschreibung der Autos.
Teil 1: Heimat,
Museum
Nachdem es
Samstag endlich mal geregnet hat(sonst hat man immer das Gefühl etwas draußen
machen zu müssen), ging es Sonntag in den Ferrymead Park, genauer gesagt ins
Freilichtmuseum.
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Aus meinem
FÖJ weiß ich ja, dass man in einem Freilichtmuseum einen sehr schönen Tag
verbringen kann und in vielen Reiseführern war es als ein must see beschrieben,
deshalb erwartete ich einen relativ überlaufenen Touristenort.
Das
Gegenteil war der Fall. Auf dem Parkplatz stand außer uns nur ein weiteres
Auto.
Innerhalb
des Museums erwartete uns als erstes eine Kirche-nicht so wirklich spektakulär.
Dann kam man
auf eine Straße mit einer Tram, wie sie im Jahr 1900 in Christchurch ausgesehen
haben könnte. 1900 klingt erstmal nicht so spannend, aber was viel älteres
gibt’s ja hier nicht.
Die meisten
Häuser waren betretbar und es gab auch einige schön gestaltete Vorgärten(ist
mir besonders aufgefallen, weil in Mueß wär das wohl auch mein Einsatzbereich
gewesen).
Unsere erste
Station war eine Arbeiterhütte, die wie alle Gebäude ins Freilichtmuseum
versetzt wurde. Danach gingen wir in ein Gebäude, welches ein wenig
wohlhabender aussah. Im Wohnzimmer lagen auf dem Tisch merkwürdige Geräte. Als
wir uns fragten, was das ist, kam sofort eine Frau, die den Eindruck machte als
wohne sie dort, also so geschauspielert. Sie bat uns im wahrsten Sinne des
Wortes in die gute Stube und erzählte uns, dass die merkwürdigen Geräte
„Victorianische Fernseher“ sind. Wenn
man das Bild auf der Schiene in der richtigen Entfernung zum Auge hatte,
erschien es dreidimensional. Verrückt. Aber damit nicht genug. Ein Klavier, was
uns vorher nicht besonders aufgefallen war entpuppte sich als eine Art
Karaokemaschine. Man musste nur den richtigen Rhythmus raus haben in dem man
die Pedale tritt und dann erklang das Klavier und vor einem liefen die Noten
und der Text ab. Klingt komisch- war es auch.
Als wir
durch die Häuser weiter zogen, trafen wir noch viele solcher Darsteller, die
alle Freiwillige waren. Meist waren es ältere Leute, aber in der Schule(die
sehr stark wie die in Mueß aussah) hingen Bilder von allen Freiwilligen unter
denen auch viele Kinder waren. Außerdem konnte man die erstaunlich strengen
Regeln für eine Lehrerin lesen.
Die übrigen
Häuser waren eine Polizeistation, eine Anwaltskanzlei, ein General Store, eine
Bäckerei, ein Kino, eine Druckerei, wo wir ganz viele deutsche Geräte gezeigt
bekommen haben(unter anderem eine Faltmaschine) und die Post, wo wir noch ein
paar Briefmarken für die Weihnachtskarten kaufen wollten. Am Schalter war ein
älterer Mann, bei dem wohl nicht jeden Tag Briefmarken gekauft werden. Deshalb
hat es ein wenig gedauert, bis wir die Briefmarken hatten, aber da er alles
nachgucken musste, wissen wir jetzt, dass die Briefmarken, die wir bis jetzt
für die Weihnachtskarten hatten nur für Postkarten gelten, nicht für Briefe.
Ebenfalls
auf dem Gelände des Museums befanden sich noch einige andere kleine Museen, wie
das für Miniatureisenbahnen und Feuerwehr, welche aber aufgrund der Erdbeben
geschlossen waren.
Zuletzt
wurde uns noch empfohlen eine Fahrt mit der Tram zur Radiostation zu machen.
Als wir dort ankamen, waren wir überrascht, dass von dort sogar ein Radiosender
operierte. Ein paar Enthusiasten(so stand es geschrieben) schufen ihn vor 20 Jahren.
Seit damals sendet der Sender nun am Wochenende über ganz Ferrymead(ein kleiner
Teil Christchurchs) Oldies.
Neben dem
Sender waren in dem Gebäude noch unzählige alte Platten und Tonbandabspiel und Aufnahmegeräte.
Wieder im
Auto schalteten wir dann den Radiosender ein und hörten ihn dann auf der
Heimfahrt und auf dem Campingplatz solange wir es der Batterie zumuten wollten.
Für die Zeit, wenn mal kein Wochenende ist oder wir nicht in Ferrymead sind,
gibt es hier einen wunderbaren Rockradiosender.
Teil 2: iiiiiiihh
KEA!
Dann war
auch schon wieder Montag und nun sollte es endlich mal irgendwo hin los gehen,
weil ja heute die Post da sein sollte. Falsch gedacht. Nix war da. Ein wenig
bedröppelt standen wir da und überlegten, was wir machen.
Dann
erinnerten wir uns, dass eine Mitarbeiterin des Jailhouse gesagt hatte, dass
Christchurch hervorragend für Tagestouren geeignet ist und außerdem hatten wir
schon viel Gutes vom Arthurspass gehört. Kurzentschlossen kauften wir uns eine
Straßenkarte für die Südinsel(Paulines neuer bester Freund) und fuhren los.
Naja wir mussten nur noch vorher tanken einkaufen und Wasserschuhe für eine
Aktivität kaufen. Dadurch war es dann auch schon wieder relativ spät als wir
losfuhren.
Erstmalig
wollten wir nun auf einen Highway also eine Autobahn fahren. Wir hatten ja
schon gehört, dass es nicht ganz den deutschen Autobahnen entspricht, aber
nicht das: eine keine besonders gute einspurige Straße, auf der 100km/h erlaubt
sind.
Gefühlt
waren wir auch fast die Einzigen, die unterwegs waren. Deshalb konnte ich auch
in aller Ruhe die grade Straße mit 80km/h entlangfahren. Da die Strecke, außer Schafen,
Kühen und Hecken zwischen den Feldern nichts besonders reizvolles bereithielt,
kamen wir darauf, dass wir ja Schilder mit der Aufschrift „no cruising zone“
gesehen hatten. Wir bekamen raus, dass die Neuseeländische Jugend sehr gerne
Autos immer dieselbe Straße rauf und runter fährt und diese Schilder dies in
bestimmten Bereichen verbieten. Verrückt
Nach einiger
Zeit begannen sich dann Berge vor uns aufzubäumen.
An der
ersten Steigung hing auf einmal ein erstaunlich gut mithaltender und großer LKW
im Nacken. Dies lag wohl daran, dass unser Van nicht wirklich mehr als 40
km/h(im 2. Gang) am Berg leisten kann und dabei nicht unbedingt erfreute
Geräusche macht. Ansonsten ist das Auto aber erste Sahne, das Innenleben ist
sehr gut durchdacht, man sieht, dass da kein unerfahrener Backpacker am Werk
war. Außerdem kann ich meist den Verkehr ein wenig überblicken.
Besonders lustig wurde es dann beim Bergabfahren, weil
ich nicht glaube, dass ein LKW so schnell bremsen kann. Glücklicherweise kam
bald eine Bucht für langsame Autos, wo ich ihn überholen lassen konnte und
entspannt die Abfahrt genießen konnte. Pauline war dies leider nicht möglich,
aber nach dem Berg waren wir auch schon an unserer ersten Station: den Castle
Hills
Dies sind ein paar Kalksteine auf einem Berg, die
aussehen als wären sie von Menschenhand gestaltet. Man fühlt sich an Herr der
Ringe erinnert, was jedoch nicht dort gedreht wurde, sondern Narnia.
Es gab
keinen gekennzeichneten Wanderweg, lediglich einen im Reiseführer empfohlenen.
Wir gingen einfach mal drauf los. Viele Leute waren nicht da, hauptsächlich
eine Gruppe, die an den Steinen klettern übte. Auf dem Weg
den Berg hoch erkletterten wir auch den ein oder anderen Felsen.
Als wir dann oben waren ein wenig die Aussicht genossen hatten haben wir schon gemerkt, dass das andere was wir vor hatten auf morgen verschoben werden muss. So beschlossen wir noch ein wenig den Berg zu umrunden, weil wir gar nicht auf den eigentlichen Rundweg gekommen waren. Wir fragten uns was wohl diese Schafzäune ohne Schafe zu bedeuten hatten. Später stellte sich heraus, hier soll die McCaskill(der ders eingezäunt hat) Buttercup geschützt werden soll. Pauline ging immer vorne weg, aber irgendwie steuerte sie noch auf den anderen Berg zu. Als ich sie fragte warum, sagte sie, dass wir doch den anderen Berg auch noch hoch wollen oder nicht?
Als wir dann oben waren ein wenig die Aussicht genossen hatten haben wir schon gemerkt, dass das andere was wir vor hatten auf morgen verschoben werden muss. So beschlossen wir noch ein wenig den Berg zu umrunden, weil wir gar nicht auf den eigentlichen Rundweg gekommen waren. Wir fragten uns was wohl diese Schafzäune ohne Schafe zu bedeuten hatten. Später stellte sich heraus, hier soll die McCaskill(der ders eingezäunt hat) Buttercup geschützt werden soll. Pauline ging immer vorne weg, aber irgendwie steuerte sie noch auf den anderen Berg zu. Als ich sie fragte warum, sagte sie, dass wir doch den anderen Berg auch noch hoch wollen oder nicht?
Soviel Elan
wollte ich nicht bremsen.
Ein wenig
später waren wir dann den halben Berg oben(dachten wir zu dem Zeitpunkt) und
wir bereuten beide die Entscheidung ein wenig, aber zogen weiter. Kurz darauf
hatten wir dann glücklich den Gipfel erklommen und konnten noch ein paar Fotos
schießen(bisher der fotoreicheste Tag).
Von da an
ging es nur noch abwärts, symbolisch sowie bildlich gesehen(ausgenommen der Weg
mit dem Auto, da ging’s auch noch hoch und hin und her durch wunderschön gelb
beblühtete Berge). Der Campingplatz heute, war in Arthurspass Village(war
wirklich nur ein Dorf kleiner als Lüblow) in einem Nationalpark. Die Nationalparks
werden vom Department of Conservation(kurz doc; die staatliche
Naturschutzorganisation) betreut. Die Lage des Platzes war mitten in den Bergen
an einem Strömchen und viele Leute waren auch nicht da, deshalb waren wir guter
Dinge.
Das erste
Mal wollten wir nun unseren Gaskocher ausprobieren. Schnell war er
angeschlossen und angemacht. Nur das Wasser im anscheinend zu vollen zu großen
Topf, bei zu niedriger Außentemperatur, wollte nicht kochen. So langsam ging
dann auch die Sonne unter, wir hatten Hunger und es war ein wunderschöner
Sternenhimmel zu sehn, also kalt.
Dabei
wollten wir doch nur Instant Nudeln mit Tomatensauce kochen.
Irgendwann
hat das Wasser dann doch ein wenig gekocht und wir machten alles wie es auf der
Packung stand, wobei wir herausfanden, dass die Nudeln mit Tomatensauce
irgendwelche Asiatischen etwas scharfen Nudeln waren. Deshalb haben wir auch ein
Päckchen Chilipaste weggelassen.
Während des
Kochens setzte sich auf einmal ein Kea, ein Bergpapagei auf unser Auto und
begann an unserem, „wenn man rückwärts fährt piep Ding“ rum zu knabbern. Wir hatten
zwar schon ein paar Schilder bezüglich diesen Vogels gesehen, aber dachten, da
steht nur wieder nicht füttern, nicht mit Steinen bewerfen. Jedoch Keas sind
schon von Natur aus nicht scheu, sehr intelligent und diebisch. Diese waren
auch noch angefütterte und wurden deshalb auch ein wenig aufdringlich. Unser
Nachbar, ein älterer Deutscher mit Wohnmobil inklusive Familie, fand das aber
witzig und begann, als wir den Vogel durch Wasserspritzer versuchten zu
verscheuchen, an ihn zu fotografieren und zu erzählen wir toll er doch sei.
Mittlerweile waren drei Keas da, aber sie wanderten nur noch auf dem Dach
herum(und zerkratzten hoffentlich nicht den relativ neuen Lack). Kurz darauf
hatten sie sich auf das Wohnmobil der Anderen gesetzt und wir brachten halb
erfroren und verhungert unser Essen in den Van auf den Campingtisch(ja wir
können sogar einen Campingtisch darin aufstellen).
Ich sollte
probieren und es war unglaublich scharf, dass ich sofort etwas nachtrinken
musste. Ich ahnte schon, dass ich den Topf alleine leeren muss, aber Pauline
probierte auch. Sie empfand es auch als viel zu scharf, jedoch aß sie tapfer
weiter. Irgendwann fingen dann unsere Lippen an zu brennen, aber wir aßen
weiter. Im Nachhinein weiß ich nicht mehr wie wir’s gemacht haben, aber am Ende
war nur noch ein wenig Flüssiges übrig.
Während des
Essens ahnten wir, dass das alles nicht ordentlich gekocht hat und sich nicht
richtig verbunden hat. Zumindest gab es immer sone roten Punkte in der Suppe
die besonders scharf waren. Naja geschafft wollten wir nur noch schlafen, aber
ein wenig sauber machen mussten wir ja noch. Wie üblich wollte Pauline
abwaschen und ich abtrocknen. So gingen wir noch einmal raus in die etwas
kältere Kälte als im Van und in die nicht ganz so kalte Kälte in der Küche(naja
ein großer Raum mit Tischen und Waschbecken). Leider gab‘s auf dem Campingplatz
kein warmes Wasser, was zum einen die Reinigung nicht erleichterte und zum
anderen Paulines Finger zu Eiszapfen werden ließ.
Endlich im
Bett, dachten wir als wir endlich im Bett waren und spielten noch eine Runde
Haufen, Paulines Lieblingsspiel, weil sie da meist gewinnt. Es war zwar kalt,
aber ich freute mich darüber eine Thermoskanne gekauft und lange Unterwäsche
mitgenommen zu haben. Auch beschlossen wir eine Wärmflasche zu kaufen(die sich
jetzt auch schon rentiert hat). Auch lustig an dem Abend war, dass Pauline
herausgefunden hat, dass auf meiner Uhr ja wirklich das Datum steht und ich
nicht nur so immer rauf gucke, wenn es um die Bestimmung des Tages geht. Trotz
widriger Umstände hatten wir doch viel Spaß
Nach dem
Kartenspielen schliefen recht zügig ein. Zügig ist hier das Stichwort, weil es
durch die Südalpen von Christchurch nach Greymouth eine Zugstrecke gibt, neben
der wir gelegentlich mit dem Auto gefahren sind. Ich dachte, das ist ja die
Strecke der Transalpinen Bahn, mit der wir auch überlegt haben zu fahren, die
jedoch zu teuer ist.
Nachts ist
mir dann aufgefallen, dass auf dieser Strecke auch Güterzüge fahren, die einen
weckten, wenn die Keas mal grade nicht auf dem Autodach eine Party feierten
oder die Kälte ein um den Schlaf brachte.
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Teil 3: Es
wird nass
Deshalb sind
wir auch kurz vor 12 erst aufgewacht.
Ein
Frühstück später ging es dann zum DOC Visitors center, um uns Informationen zu
holen, über die kleine Wanderung die wir machen wollten und ob das Wetter für
unsere zweite Aktivität auch gut ist.
Dann zogen
wir los zu den Devils Punchbowls Wasserfall zu bewundern. Dort angekommen gab’s
einen Apfel für Pulli und einen Bonbon für mich und dann wollten wir auch schon
aufbrechen aus Arthurspass, weil wir ja noch etwas vor hatten und es schon
Nachmittag war.
Die Fahrt
durch die Berge war wieder wunderschön, das Wetter war herrlich und auf den
einspurigen Brücken hatten wir meistens Vorfahrt, obwohl das eigentlich egal
war ohne Gegenverkehr.
Mal wieder
musste ich auch bemerken, dass the doors wirklich wunderbare Autofahrmusik
sind.
An der
Abbiegung zum Cave Stream verließen wir dann die Straße auf einen Parkplatz, wo
sich ein paar Leute sonnten und ihr Kleidung zum trocknen aufgehängt hatten.
Die Englischsprachkundigen werden schon bemerkt haben wo es nun hin geht,
nämlich in einen Höhlen(Cave)strom(stream), den wir durchqueren wollten. In
unserem Reiseführer für die nicht touristisch überlaufenen Pfade (NZ Frenzy)
stand, dass man meist Knietief im Wasser ist, am Anfang evtl. schrittief. Im
DOC visitors center wurde uns gesagt, bis zum Bauch würd es schon gehen.
Auf dem
Parkplatz zogen wir uns warm und wasserabweisend an(siehe Fotos).
Als wir
gerade los wollten, kam eine deutsche Frau auf uns zu und meinte, sie ist mal gespannt,
ob wir das machen, weil sie hats nicht gemacht, weil man am Anfang in ein
ziemlich tiefes Becken springen muss und wir sollen bloß die Fotoapparate und
alles im Auto lassen. Sie verunsicherte uns doch sehr, deshalb legten wir alles
Zeug was wir dabei hatten ab, nur den Fotoapparat wollte ich dabei haben.
Währenddessen
kamen auch ein paar Leute wieder, von denen die Frau erzählt hatte, dass sie
sich um sie Sorgen macht. Also alles halb so schlimm, dachten wir uns gingen
den Weg runter in die Schlucht, wo man den etwas breiteren Gebirgsbach schon
sehen oder hören konnte. Unten angekommen mussten wir ihn gleich erstmal
überqueren. Ich dachte mir nützt ja nix früher oder später muss man ja eh ins
kühle Nass. Als ich dann drin stand, war auch eher die Strömung das Problem als
die Kälte. Nach der Überquerung merkte man die Kälte jedoch deutlich, zum Glück
mussten wir das Wasser gleich noch einmal durchqueren. Dieses Mal war es jedoch
sogar schon knietief an der Stellemit der stärksten Strömung. Aber mit ein
wenig Teamwork meisterten wir auch dieses Hindernis mit Bravour.
Jetzt
standen wir am Eingang der Höhle aus der das Wasser in den Strom den wir
überquert hatten lief. Auf Hinweisschildern stand, dass es sicherer ist gegen
die Strömung zu gehen und die hier war auch gar nicht so stark. Deshalb freute
sich Pauline jetzt auch sehr wie man auf dem Foto sehen kann.
Aber jetzt
war Schluss mit lustig. Man hatte die Wahl zwischen ein Stück in die Höhle rein
gehen und dann ins relativ tiefe Wasser springen und Stück für Stück rein
gehen. Ich wählte Möglichkeit 2 und machte mich fest entschlossen auf den Weg
ins Wasser. Die Kälte kommt dabei ja nicht schlagartig beim Körper an, da man
ja noch Kleidung an hat. An der tiefsten Stelle ging mir das Wasser bis zur
Brust, so dass ich schon kurzzeitig Schwimmbewegungen machen musste. Aber ich
ließ es mir nicht nehmen ein Foto in die Höhle rein zu machen(man muss bedenken
ich musste die Kamera ja die ganze Zeit über Wasser halten. Dann war Pauline
dran. Ich empfahl ihr sich am Rand ein wenig an den tieferen Stellen lang zu
hangeln, war mir aber selbst nicht sicher, ob ich das durchziehen wollte, doch
mit einem platsch war Pauline auf einmal im Wasser und schwamm vor mir weg………..nene
ganz so mutig ist Pauline nun doch nicht geworden. Der Blog könnte zwar Pauline
in Gefahr heißen, aber in eine so große Gefahr muss nicht sein. Als wir gesehen
haben wie tief ich darin stehe haben wir uns gesagt, dass wir ein paar Fotos machen
und im Sommer wieder kommen, wenn das Wasser nicht mehr so hoch und nicht mehr
so kalt ist, bzw. es gibt auch noch viele andere Höhlen.
Also ging es
dann zurück über den Strom(was an sich schon ein Abenteuer war) nach oben. Dort
war meine neue Outdoor Jacke auch schon wieder fast ganz trocken.
Der Lacher
des Tages war dann über uns selbst. Wir hatten uns ja extra von Paulines Cousin
einen Unterwasserfotoapparat ausgeliehen, den man genau jetzt auch hätte mal
benutzen können.
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Dann fuhren
wir zurück in den All Seasons Holidaypark in dem wir am Wochenende schon waren
und genossen auf dem Weg dorthin noch einmal die Berge, bis wir in eine Wolke
fuhren und erst im öden schnöden Flachland wieder das Tageslicht erblickten.
Naja immerhin war es Dienstag und dies hieß ja mal wieder Pizza.
Teil 4:
drunter und drüber
Mittwoch
checkten wir dann wieder aus dem Holiday Park aus, weil es(mal wieder) endlich
los gehen sollte nach Akaroa. Aber zuerst mussten wir ja die Post abholen
fahren, die , wer hätte das gedacht, nicht da war. Wir hatten damit ja
gerechnet und schon einen Plan gemacht. Wir wollten mal nach Lyttleton fahren,
der Hafenort, wo die Anfänge Christchurchs liegen. Außerdem wollten wir die
Summitroad(Gipfelstraße) mal befahren. Also ging’s von Christchurch den Dyers
Pass hinauf in die gelb beblühten Port Hills. Von hier konnte man wunderschöne
Blicke auf Christchurch erhaschen. Auch viele Wanderwege starten von hier,
jedoch wollten wir nur heute nur das light Programm mit dem Auto auf der Summit
Road. Wir fuhren sie bis zu dem Punkt ab dem sie aufgrund des Erdbebens
gesperrt war, drehten um und rollten runter nach Lyttleton ohne großen Plan,
was man dort machen konnte. Auch hier hat das Erdbeben ziemlich gehaust und so
spazierten wir nur ein wenig den Hafen entlang, bis zu einem Lokal in das wir
einkehrten. Nach den eher merkwürdigen Fish’n’Chips vom Asiaten beim Jailhouse
wollten wir uns heute mal was Frisches gönnen. Wir bekamen eine Karte bei der
irgendwie alles auf Fish’n’Chips in verschiedenen Varianten hinauslief. Die Kellnerin
erzählte uns, welche Fische heute zur Auswahl stehen und wie sie zubereitet
sind.
Wir haben
natürlich alles nicht verstanden, deshalb nahm ich einfach mal den Fisch des
Tages und Pauline Möglichkeit 1 beim klassischen Fish’n’Chips. Bekommen haben
wir das, was auf den Fotos zu sehen ist.
Und es hat
geschmeckt..hmmmm es war so himmmhhhhlisch. Ich war ein wenig traurig als mein
Teller leer war. Nun wollten wir, noch erfahren, welchen Fisch wir denn
gegessen haben, deshalb gingen wir zum bezahlen rein, wo es zu lesen war.
Pauline hatte crumbled sole(panierte Seezunge) und ich gurnard(Knurrhahn). Noch
immer von dem kulinarischen Hochgenuss verzückt, stiegen wir ins Auto auf den
Heimweg Richtung Holiday Park. Dieses Mal wollten wir die kürzeste Strecke
fahren, die unter der Hintour durch den Berg führte. Einen Moment später waren
wir schon am Ziel und konnten gar nicht glauben, wie schnell das ging.
Abends haben
wir denn nochmal Wäsche gewaschen und unsere Elektrogeräte im TV Raum geladen.
Nebenbei hatten noch 2 Engländer mit dem 3. Herr der Ringe Teil ausgeliehen, den wir uns
noch ansahen.
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Donnerstag
dann das übliche Programm: Ausschecken, zur Post fahren, keine Post da, oh nein
was machen wir nur. Pauline braucht noch einen Sonnenhut, deshalb fuhren wir
zur Mall in der Nähe des Holiday Parks. Einen Hut haben wir nicht gekauft, aber
dafür ein Kleid, eine Arbeitshose und eine Wärmflasche. Aus Mangel an Ideen(und
Lust) was man noch in Christchurch machen kann, ging’s wieder in den Holiday
Park, wo wir denn mal ein bisschen rumorganisieren wollten, also bisschen
Weihnachtskarten machen und Orte zum WWOOFen suchen. Außerdem haben wir Lisas
Eierkuchenrezept in die Tat umgesetzt.
Teil 5:
Unverhofft kommt oft
Freitag, war
es uns dann egal, ob nun Post da ist oder nicht, wir wollten endlich los.
Briefe für uns waren selbstverständlich noch nicht angekommen. Damit wir beim Tanken
nicht immer die Kreditkartenbezahlgebühren bezahlen mussten, begaben wir uns
noch kurz zu unserer Bank, holten Geld von unserer Kreditkarte aus dem einen
Automaten und schoben es direkt in den daneben wieder herein auf unsere
Neuseeländische EFTPOS Karte. Dann hab ich mir noch einen Marzipanriegel
besorgt. Zuletzt wollte ich Christchurch noch helfen, bei einer Aktion, wo man
seine schönsten Fotos vom neuen Christchurch hochladen sollte. Deshalb bin ich
zu dem Stand der Aktion gegangen um zu erfahren, wo diese Fotos hochgeladen
werden sollen. Ich bekam nicht nur die Information, sondern auch 2 supercoole
Becher, mit den wir jetzt an verschiedensten Orten Freigetränke bekommen.
Nun hielt
uns nichts mehr in der Stadt und es ging rauf auf den Highway gen Süden auf die
Banks Peninsula. Sie wurde so genannt von James Cook, nach einem Herrn Banks.
Jedoch die ersten europäischen Siedler dort waren Franzosen. Deshalb ist im
größten Ort der Insel auch noch viel französisches Flair zu spüren. Auf dem Weg in diesen Ort kamen wir durch ein Dörfchen, wo sich von fern ein Stoppschild zu mir drehte. Ich dachte schon Polizeikontrolle, aber es war nur ein Training der Schülerlotsen. Danach mussten wir uns noch wieder über ein paar Bergstraßen quälen. Also
eigentlich quäle ich eher Pauline, weil als Beifahrer könnte ich mir vorstellen
ist die Fahrt nicht so lustig, egal wie vorsichtig ich fahre.
Das Örtchen
ist recht schick und wirklich nur ein wenig größer als Lüblow. Wir gingen dort
spazieren und beschlossen nicht zurück ins einen Berg entfernte Little River zu
fahren, sondern ein bisschen südlich auf einen guten Campingplatz.
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Dieser lag
wider erwarten auf einem Berg. Die Straße dorthin war noch enger und noch
steiler als die vorherigen, teilweise nicht mal asphaltiert. Zum Glück kam kein
Gegenverkehr. Auf dem Berg angekommen standen wir auf einer Farm, mit Hostel, „Holzzelten“
und Campingplatz. Wir wurden gleich auf dem Hof freundlich empfangen, ein paar
Hündchen(graue Pudel oder so) sprangen froh um uns herum und die Schafe
bemääääähhrkten uns auch. Der Campingplatz hatte eine wunderschöne Lage. Ich
weiß ich schreib öfter wunderschön, aber es ist wirklich traumhaft.
Die Frau die
uns empfangen hatte, fragte uns ob wir auch wandern möchten und da wir nichts
weiter vor hatten , sagten wir ja. Sie empfahl uns einen Weg der uns auf die
Spitze des Berges führen sollte. Wir sollten uns Wanderschuhe anziehen.
Geistesungegenwärtig antwortete ich auf die Frage: „Do you have hiking boots“
mit „Ham wa“
Naja zumindest
haben wir uns denn auf den doch recht steilen Weg gemacht, welcher nette
Ausblicke offenbarte.
Von oben
hatten wir schon gesehen, dass sich ein weiterer Campingwagen zu unserem
gesellt hatte. Als wir dann das Zeug zum Essen(Resteier mit Nudeln)
zusammengesucht haben, kam auf einmal Markus(ich weiß nicht ob c oder k tut mir
Leid) an unser Auto. Ein um die 30 Jahre alter Bielefelder Softwareentwickler
und Musiker im Urlaub. Er wollte auch grad essen machen gehen und so trafen wir
uns in der Küche. Bei ihm gab es heute Reis mit Champignons und Lamm. Auch für
ihn mal was richtig edles. Es war der vorletzte Tag seiner Rundreise und konnte
uns daher viele schöne Sachen erzählen und Fotos zeigen. So bekamen wir dann
auch mal ein iphone 5 vor die Augen, welches wirklich erstaunlich gute Fotos
macht. Die Panoramafunktion hatte er ebenfalls gut genutzt. Seine letzte Station
sollte noch Christchurch sein wo wiederum wir ein paar Tipps geben konnten. Am
nächsten Morgen waren wir uns nur nicht mehr so sicher ob wir ihm die richtige
Zeit für die Stadtführung gesagt hatte oder die für den Botanischen Garten.
Das
Highlight des Abends war wohlmöglich, als sich zu uns(die Küche war mehr oder
weniger eine überdachte Terrasse) ein Vogel(Kautz?) gesellte, der
wahrscheinlich auf die Maus die in der Küche rumlief scharf war. Markus machte
noch ein paar gute Fotos, ich hatte leider keine Kamera parat, und Pauline war
grad im Auto.
Wir
erzählten noch ein wenig übers reisen, Musik, Musik machen und Süßigkeiten. Dann
holte er noch seine in Neuseeland gekaufte Gitarre raus, spielte uns ein wenig
was vor(vllt. ja auch bei Rock’n’Church dann??) und überließ sie mir letzten
Endes(was Pauline jetzt schon ein wenig aufregt) sowie eine Menge nützliches
Zeug und Essen. Ach und es gab noch eine Süßigkeiten Verkostung(Lakritz mit
Schokolade) und ein Süßigkeitenempfehlung(Timtams).
Was für ein
schöner Abend. Unverhofft kommt oft. Genauso wie bei den Ingwerkeksen von den
ich noch gar nicht berichtet habe: im Pak’n’Save:
Ich wollte nicht die Cookies die Pauline wollte, aber sie auch keine Weingummis
die ich wollte. Kompromiss: Ingwerkekse von Budget für 89 Cent. Am Auto
probierte ich und sie schmeckten ziemlich gut, ein bisschen wie Pfefferkuchen.
Pauline probierte auch. Jedoch kurz nachdem sie abgebissen hatte, kam bei mir
der Ingwergeschmack mit voller Wucht. Kurz danach auch bei Pauline… Das Ende
vom Lied war dass ich sie für mich hatte. Hier gibt es viel mit Ingwer und mir
schmeckt's so langsam.
Teil 6: Was
wollen wir machen? Essen!
Gestern sind
wir dann wieder vom Berg runter nach Akaroa und wollten das Internet in der
Bibliothek nutzen. Nur leider war diese geschlossen. Dann waren wir ein wenig
planlos und beschlossen in den Holiday Park hier zu fahren um erstmal zu organisieren
und diesen ewig langen Blogeintrag zu schreiben. Zuvor jedoch kauften wir uns
noch ein Brötchen mit frisch gefangenem und gebratenem Knurrhahn, buchten für
Montag eine Kajaktour zu den Pinguinen, Delfinen und Seelöwen und kauften
Timtams. Letztere sind durchaus verdammt lecker.
Der Holiday
park an sich ist ziemlich groß, gar kein Vergleich zum anderen, aber nicht so
schön und teurer. In Hostels und Holiday Parks gibt es oft Fächer für free
stuff und free food. Hier ist dieses Fach immer recht gut gefüllt, so dass wir
davon leben und sogar noch ein paar Vorräte mitnehmen können. Außerdem bin ich
Getränkemäßig von Pepsi(das billigste Getränk hier) auf Tee umgestiegen.
Heute haben
wir auch noch mit diesem Blogeintrag verbracht bis jetzt und morgen geht’s denn
ja auf Pinguinsafari.
Zum Schluss
möchte ich noch sagen, dass falls es zu irgendetwas Fragen gibt, ihr ruhig
kommentieren könnt, es kann immer gut sein, dass ich was nicht geschrieben hab
um etwas zu verstehen oder meine Erinnerungen lückenhaft sind.
Sobald wir
wissen wo wir Weihnachten sind, geben wir Bescheid, bis dahin alles gute
Euer David
















Hey,
AntwortenLöschenschöner Blog! Freut mich, dass euch die TimTams schmecken. Ich bin mittlerweile wieder im nass-kalten Deutschland und wünsche mich zurück ins schönste Land der Erde.
Lasst es euch gut gehen und genießt eure Zeit in NZ.
Viele Grüße,
Markus (k war richtig ;-))