Dienstag, 16. Oktober 2012

und tschüss

Hallo Freunde

Vermisst ihr uns schon? Ich ehrlich gesagt noch niemanden, wobei ich mir doch vorstellen kann, dass das noch kommt, da die ganzen Abschiede mir schon ein wenig zu Herzen gingen. Jedoch überwiegt zur Zeit die Aufregung und freudige Erwartung der Dinge die da kommen werden. Also zumindest auf Neuseeland freue ich mich. Sydney ist glaube ich ein wenig zu überlaufen.

Machts gut treue Gefährten!
So langsam wurde mir heute endlich bewusst, dass es ernst wird: noch ein letztes Mal ins heimische Bett kuscheln, ein letztes Mal den Ausblick über Lüblow genießen, das letzte Mal in Ruhe daheim duschen, aber vor allem noch ein letztes Mal Gitarre spielen. Für diese war leider kein Platz im Gepäck. Dafür habe ich jedoch meine Ukulele und ein Liederbuch dabei. So wie es bis jetzt aussieht habe ich auch nichts vergessen. Ich bin so unglaublich gut vorbereitet. Auch wenn es nicht so sein sollte, hat sich der Planungsstress zumindest für dieses Gefühl schon gelohnt. Lustigerweise kam die letzte Woche sogar Montag bis Freitag auf arte „Neuseeland von oben“(noch müsste es auch in der Mediathek zu sehen sein) geguckt, was doch schon recht aufschlussreich war und so richtig Lust gemacht hat dieses Land selbst zu erkunden.
So nu sitzen wir da in Abu Dhabi(freies W-Lan +Strom juhu) und möchten uns nochmals verabschieden und euch allen daheimgeblieben eine gute Zeit wünschen. Dazu habe ich ein Lied aufgenommen. Es ist zwar nicht schön aber seid euch sicher es kommt von Herzen. Auch von meinen geliebten Festivalbändchen möchte ich mich auf diesem Weg verabschieden. Sie wurden am 11. Von ihrem Dienst am Arm erlöst. So nun zum Lied:






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Dienstag, 11. September 2012

Auf Bergen und Geburtstagsfeiern



Am letzen Wochenende waren wir zum Geburtstag von Davids Onkel in Niederseifersdorf eingeladen. Durch die Nähe zu Dresden und Prag, dachten wir uns auch dort mal vorbeizuschauen. Somit machten wir auf der Hinfahrt am Freitag einen Stopp in Dresden. Zuerst wanderten wir durch den Zwinger und "flanierten" dann die Elbe entlang zur Frauenkirche, die wir dann auch ,dank Fahrstuhl und behindertengerechten Wegen, bis zur Spitze erklommen haben. Von dort aus hatte man eine wirklich schöne Aussicht über Dresden. 

Danach hatten wir noch ein wenig Zeit, um in der Altmarktgalerie zu bummeln. Gegen Abend brachen wir dann auf nach Niederseifersdorf. Nach einer Stärkung ging es dann auf das idyllische Gelände einer alten Mühle in der Nähe. Alle Gebäude, also Hauptgebäude, Scheune, Backhaus und die Mühle selbst, sind neu in Ferienwohnungen ausgebaut worden. Wir hatten ein kleines gemütliches Zimmer in der Mühle. Am nächsten Tag nahmen wir uns vor ein wenig zu wandern und bestiegen den Hochstein in der Nähe. Von einem ziemlich alten Aussichtsturm hatte man, trotz diesigem Wetter, eine gute Aussicht. Außerdem hat uns ein kleines vorbeifliegendes Flugzeug gegrüßt, nachdem wir ihm zugewunken haben!




 Gefeiert wurde dann nachmittags und abends in einem Raum im Hauptgebäude. Durch das schöne Wetter konnte man auch draußen sitzen oder den Spielplatz auf dem Hof testen. Am Sonntag brachen dann alle schon früh auf, was uns sehr gelegen kam, da wir noch zum Elbsandstein wollten und auch Prag auf dem Programm stand. Im Elbsandsteingebirge angekommen, nahmen wir uns vor uns den Lichtenhainer Wasserfall anzusehen. Der Weg führte uns zunächst entlang eines Bächleins bis wir auf ein unromantisches Stückchen stießen, das uns über eine Baustelle führte. Am Ende erwarteten uns Fressbuden, Restaurants und Stände mit Andenken, Mitbringseln und Postkarten und nebenbei auch ein kleiner Wasserfall. Doch David hatte bereits beschlossen noch weiter auf den Kuhstall zu steigen und mich mit einem Eis bestochen. Der Weg war jedoch länger und steiler als zunächst gedacht und recht warm war es auch noch, sodass ich sehr froh war oben anzukommen und schließlich mein ersehntes Eis bekam. Die Aussicht betrachteten wir vom Kuhstall aus, eine Art Steinhöhle. David stieg dann auch noch die ‚Himmelsleiter’ hinauf und genoss einen besonders schönen Anblick. 
Danach ging es auf den - wesentlich entspannteren - Rückweg und am frühen Abend brachen wir auf nach Tschechien. Doch kurz vor der Grenze mussten wir feststelle, dass unser Navi spinnt. Ärgerlicherweise funktionierte zwar eigentlich alles, einzig und allein der ‚Navigation’-Button ging nicht. Ein Anruf bei Papa ergab, dass dem Navi die Hitze nicht bekommen war und man einfach nur warten konnte, dass es sich wieder einkriegt.  Somit fuhren wir ohne Navi und Karte über die Grenze, um auf mehreren Schildern zu lesen, dass wir eine Vignette benötigen würden, was uns sofort wenden ließ. In Deutschland zurück bestätigte ein Anruf bei Davids Vater, dass wir eine Vignette kaufen müssten. Somit kauften wir eine für ca. 12€, die zwar eine Woche gültig war, wir sie ja aber nur eineinhalb Tage nutzen wollten. Einen Parkplatz weiter versuchten wir dann die Vignette anzumachen und bekamen Hilfe von einem ausländischem Verkäufer der uns mit einem Mischmasch aus deutsch, englisch, tschechisch, Geräuschen, Händen und Füßen verklickerte wie man so was richtig macht. Danach versuchten wir unser Glück weiter nach Prag zu kommen. Als wir später hielten, versuchten wir noch mal das Navi zu reseten und es funktionierte! Wir fuhren dann von Dorf zu Dorf, bis wir mitbekamen, dass wir aus Versehen dem Navi gesagt hatten, dass wir niemals über vignettenpflichtige Straßen geführt werden wollen und selbst mehrmaliges ein noch auschalten ließen es ihn nicht vergessen. Somit fuhren wir ca. eineinhalb Stunden länger auf kurvigen und schlechten Straßen über die Dörfer und Berge und kamen erst spät bei unserem Campingplatz am Rande Prags an, der auf einem Hinterhof mitten in einer Wohnsiedlung lag, was uns zunächst etwas verunsicherte. Der Platz stellte sich als klein, aber fein heraus, doch die Besitzer sagten uns es lohne sich nicht mehr nach Prag rein zu fahren, da es schon so spät war. So gingen wir gleich ins Bett, um am nächsten Tag früh aufzustehen. 
Frühstück im Camp Prager
Um sieben gingen wir dann in den kleinen Lebensmitteladen um die Ecke und besorgten uns Frühstück, was wir im Sonnenaufgang verspeisten. Danach räumten wir zusammen, fuhren zur Metrostation des Vorortes und mit der Metro nach Prag. Bei herrlichem Wetter ging es zunächst zur Prager Burg und Umgebung, die weitgehend touristisch erschlossen war, sodass wir von Menschenmassen, Eintrittskassen und gelangweilten Teenagern auf Studienfahrt bald genug hatten. Weiter ging’s dann ins Kafka-Museum und danach gönnten wir uns Pizza und Pasta mit Sicht auf die Moldau und die Karlsbrücke. Über diese ging es dann noch zum jüdischem Viertel Prags. 

Karlsbrücke

Nach einem kurzen Einkaufsbummel für die Verwandtschaft war es auch wieder Zeit zum Auto zurückzukehren und wir fuhren noch an diesem Tag zurück nach Lüblow – diesmal über die Autobahn, welche in Tschechien aber trotzdem mit diversen Schlaglöchern glänzen konnte. Einen Zwischenstopp machten wir, wie es der Zufall so wollte, an einer Raststätte im Spreewald, welchen wir zuvor zugunsten Prags aus dem Reiseplan geworfen hatten.


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P.S. wenn ihr mal in diese Karte reinzoomt sind auch unsere Wanderungen gut sichtbar.

Dienstag, 3. Juli 2012

Pilgern bis die Füße qualmen









Hallo Freunde!
Vom 24.06-01.07 war ich pilgern, nein nicht in Spanien, sondern in Mecklenburg. Auch hier gibt es Wallfahrtsorte und Land, das man durchwandern kann.
Die rund 140 km führten uns von Parchim über Mestlin, Sternberg, Woserin, Dobbertin, Groß Poserin, Plau, Lübz wieder nach Parchim.

Am ersten Tag hat es die meiste Zeit geregnet. Praktischerweise, war diese Tagestour die längste. Deshalb hat sich die Hälfte unseres Pilgertrupps kurz vor Schluss schon von dem Pastor abholen lassen, bei dem wir schliefen.
Erwartungsfroh brachen wir dann nach Sternberg auf, jedoch auch mit dunklen Wolken. Zum Glück schafften wir es irgendwie immer dort zu sein, wo es nicht regnete, z.B. unter einer riesigen Eiche. Dort kochten wir dann, wie jeden Tag in Konstantins viel zu kleinen Töpfen Mittag. Gestärkt und mit Sonnenschein im Rücken zogen wir weiter. Auf dem Weg kamen wir noch zu einem Hofladen, wo wir einkauften, bis wir merkten, dass wir das ja auch noch schleppen müssen.
Weniger erschöpft als am Vorabend hatten wir auch nach dem Wandern eine gute Zeit. Doch auch hier konnten wir wieder nicht duschen.
Deshalb habe ich am nächsten Morgen mir einfach die Haare in der Küche gewaschen. Erfrischt waren wir nun das letzte Mal unseres Lebens in einem Schlecker. Da auch heute die Landschaft nicht besonders schön, mecklenburgisch, war, sangen wir. Jedoch stellte sich das, parallel mit Wandern, als etwas anstrengend heraus. So kam es, dass wir beschlossen immer jeder nur ein Wort zu singen. Als wir dies beherrschten bildeten wir Paare und sangen Kanons.
In Woserin wollten wir dann in einem Haus von einer Familie schlafen. Ich freute mich schon sehr auf die Dusche.  Nur dummerweise musste ich feststellen, dass es keine gibt, zudem nur ein Plumsklo, da es eine alternative Familie war. Als ich mich auf die Situation eingestellt hatte, war es sehr schön dort. Die Familie war sehr freundlich, wir bekamen Knüppelkuchen und eine Feuerstelle. Was braucht man mehr zum Leben?
Die Nacht verbrachten wir in einer Hütte auf dem Hof, in der die Frau, eine Töpferin, ihre Kunstwerke aufbewahrte. Selbst nachts war es in ihr kälter als draußen. Wir lagen auf dem Boden und trauten kaum uns zu bewegen. Als wir schlafen wollten, hörten wir draußen ein Poltern, welches uns dran erinnerte, dass wir Tongefäße raus gestellt hatten um Platz zu schaffen. Wahrscheinlich ist aber nur die Katze vom Dach gefallen. Danach verlief die Nacht ruhig bis mich etwas im Gesicht kitzelte. Ein Katzenschwanz! Irgendwie hatte sie es geschafft einzudringen und uns alle zu wecken. Außerdem hat sie unseren Pflaumenmuß angeleckt und wollte nun raus. Ich erbarmte mich, da ich als einziger eine weiche Matte hatte und die andern nur den kalten Boden. Als ich mich jedoch zurück auf meine Matte legen wollte, lag da schon jemand. Das war sehr gemein.
Den Morgen verbrachten wir dann wieder am Feuer. Für den Weg malte uns die Töpferin noch eine Karte. Sie zeigte uns den Weg durch das schönste Durchbruchstal Mecklenburgs, das der Mildenitz.
Der Weg war kurz deshalb kamen wir bald im Kloster Dobbertin an. Da alle Dobbertiner Läden um 18 Uhr schließen und wir kein Essen mehr hatten, bestellten wir beim Sternberger Döner. Auf dem Behintertenklo konnte ich mich sogar richtig waschen.
Am nächsten Morgen mussten wir relativ früh los, da im Kloster Betrieb ist. Deshalb haben wir beim Bäcker gefrühstückt. Während des Gehens waren wir so in Black Stories und das Thema Schule vertieft, dass wir gar nicht merkten wie schnell wir in Groß Poserin ankamen, wo wir sogar im See baden, duschen und grillen konnten. Ich bin seit langer Zeit mal wieder geschwommen, was doch anstrengender war als erwartet. Abends haben wir noch Fußball geguckt, da ja grad EM war. Spiel gegen Italien…
Am nächsten Morgen war meine Stimmung im Keller.Ansonsten war an dem Tag eigentlich nur sehr warm und nass ohne Regen. Dieser kam erst Abends als wir Plau erreichten.
Am vorletzten Tag wanderten wir nur an der B192 lang, da es der kürzeste und schattigste Weg war. Zur Motivation hatte Konstantin organisiert, dass uns Autos freudig zu hupten. Wir schliefen in den Seitenräumen der Lübzer Kirche und wenn wir auf Klo wollten, mussten wir immer durch die große Kirchenschiff durch. Sehr eindrucksvoll.

Der letzte Tag war ein wenig gehetzt, da wir einfach nur noch nach Hause wollten. Lustigerweise fuhren in der ODEG mit uns nur Fusion Besucher. So waren wir nicht einmal die am meisten stinkenden oder am
 fertigsten aussehenden im Zug.


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