Am letzen Wochenende waren wir zum Geburtstag von Davids Onkel in Niederseifersdorf eingeladen. Durch die Nähe zu Dresden und Prag, dachten wir uns auch dort mal vorbeizuschauen. Somit machten wir auf der Hinfahrt am Freitag einen Stopp in Dresden. Zuerst wanderten wir durch den Zwinger und "flanierten" dann die Elbe entlang zur Frauenkirche, die wir dann auch ,dank Fahrstuhl und behindertengerechten Wegen, bis zur Spitze erklommen haben. Von dort aus hatte man eine wirklich schöne Aussicht über Dresden.
Danach hatten wir noch ein wenig Zeit, um in der Altmarktgalerie zu bummeln. Gegen Abend brachen wir dann auf nach Niederseifersdorf. Nach einer Stärkung ging es dann auf das idyllische Gelände einer alten Mühle in der Nähe. Alle Gebäude, also Hauptgebäude, Scheune, Backhaus und die Mühle selbst, sind neu in Ferienwohnungen ausgebaut worden. Wir hatten ein kleines gemütliches Zimmer in der Mühle. Am nächsten Tag nahmen wir uns vor ein wenig zu wandern und bestiegen den Hochstein in der Nähe. Von einem ziemlich alten Aussichtsturm hatte man, trotz diesigem Wetter, eine gute Aussicht. Außerdem hat uns ein kleines vorbeifliegendes Flugzeug gegrüßt, nachdem wir ihm zugewunken haben!
Gefeiert wurde dann nachmittags und abends in einem Raum im Hauptgebäude. Durch das schöne Wetter konnte man auch draußen sitzen oder den Spielplatz auf dem Hof testen. Am Sonntag brachen dann alle schon früh auf, was uns sehr gelegen kam, da wir noch zum Elbsandstein wollten und auch Prag auf dem Programm stand. Im Elbsandsteingebirge angekommen, nahmen wir uns vor uns den Lichtenhainer Wasserfall anzusehen. Der Weg führte uns zunächst entlang eines Bächleins bis wir auf ein unromantisches Stückchen stießen, das uns über eine Baustelle führte. Am Ende erwarteten uns Fressbuden, Restaurants und Stände mit Andenken, Mitbringseln und Postkarten und nebenbei auch ein kleiner Wasserfall. Doch David hatte bereits beschlossen noch weiter auf den Kuhstall zu steigen und mich mit einem Eis bestochen. Der Weg war jedoch länger und steiler als zunächst gedacht und recht warm war es auch noch, sodass ich sehr froh war oben anzukommen und schließlich mein ersehntes Eis bekam. Die Aussicht betrachteten wir vom Kuhstall aus, eine Art Steinhöhle. David stieg dann auch noch die ‚Himmelsleiter’ hinauf und genoss einen besonders schönen Anblick.
Danach ging es auf den - wesentlich entspannteren - Rückweg und am frühen Abend brachen wir auf nach Tschechien. Doch kurz vor der Grenze mussten wir feststelle, dass unser Navi spinnt. Ärgerlicherweise funktionierte zwar eigentlich alles, einzig und allein der ‚Navigation’-Button ging nicht. Ein Anruf bei Papa ergab, dass dem Navi die Hitze nicht bekommen war und man einfach nur warten konnte, dass es sich wieder einkriegt. Somit fuhren wir ohne Navi und Karte über die Grenze, um auf mehreren Schildern zu lesen, dass wir eine Vignette benötigen würden, was uns sofort wenden ließ. In Deutschland zurück bestätigte ein Anruf bei Davids Vater, dass wir eine Vignette kaufen müssten. Somit kauften wir eine für ca. 12€, die zwar eine Woche gültig war, wir sie ja aber nur eineinhalb Tage nutzen wollten. Einen Parkplatz weiter versuchten wir dann die Vignette anzumachen und bekamen Hilfe von einem ausländischem Verkäufer der uns mit einem Mischmasch aus deutsch, englisch, tschechisch, Geräuschen, Händen und Füßen verklickerte wie man so was richtig macht. Danach versuchten wir unser Glück weiter nach Prag zu kommen. Als wir später hielten, versuchten wir noch mal das Navi zu reseten und es funktionierte! Wir fuhren dann von Dorf zu Dorf, bis wir mitbekamen, dass wir aus Versehen dem Navi gesagt hatten, dass wir niemals über vignettenpflichtige Straßen geführt werden wollen und selbst mehrmaliges ein noch auschalten ließen es ihn nicht vergessen. Somit fuhren wir ca. eineinhalb Stunden länger auf kurvigen und schlechten Straßen über die Dörfer und Berge und kamen erst spät bei unserem Campingplatz am Rande Prags an, der auf einem Hinterhof mitten in einer Wohnsiedlung lag, was uns zunächst etwas verunsicherte. Der Platz stellte sich als klein, aber fein heraus, doch die Besitzer sagten uns es lohne sich nicht mehr nach Prag rein zu fahren, da es schon so spät war. So gingen wir gleich ins Bett, um am nächsten Tag früh aufzustehen.
| Frühstück im Camp Prager |
Um sieben gingen wir dann in den kleinen Lebensmitteladen um die Ecke und besorgten uns Frühstück, was wir im Sonnenaufgang verspeisten. Danach räumten wir zusammen, fuhren zur Metrostation des Vorortes und mit der Metro nach Prag. Bei herrlichem Wetter ging es zunächst zur Prager Burg und Umgebung, die weitgehend touristisch erschlossen war, sodass wir von Menschenmassen, Eintrittskassen und gelangweilten Teenagern auf Studienfahrt bald genug hatten. Weiter ging’s dann ins Kafka-Museum und danach gönnten wir uns Pizza und Pasta mit Sicht auf die Moldau und die Karlsbrücke. Über diese ging es dann noch zum jüdischem Viertel Prags.
| Karlsbrücke |
Nach einem kurzen Einkaufsbummel für die Verwandtschaft war es auch wieder Zeit zum Auto zurückzukehren und wir fuhren noch an diesem Tag zurück nach Lüblow – diesmal über die Autobahn, welche in Tschechien aber trotzdem mit diversen Schlaglöchern glänzen konnte. Einen Zwischenstopp machten wir, wie es der Zufall so wollte, an einer Raststätte im Spreewald, welchen wir zuvor zugunsten Prags aus dem Reiseplan geworfen hatten.
Größere Kartenansicht
P.S. wenn ihr mal in diese Karte reinzoomt sind auch unsere Wanderungen gut sichtbar.



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen